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Ebay Kleinanzeigen - Was ist der Unterschied zwischen den Ebay Kleinanzeigen und Ebay?

Am 3. September 1995 wurde das weltweit größte Internetauktionshaus Ebay gegründet. Der durchschlagende Erfolg von Ebay zeigte sich in der überdurchschnittlichen Firmenexpansion. Im März 2005 gründete Ebay "Kijiji", heutzutage besser bekannt als die Ebay Kleinanzeigen, wobei der Begriff Kijiji weiterhin existiert. Der grundlegende Unterschied bei den Ebay Kleinanzeigen besteht darin, dass anders wie beim Auktionshaus, die in Anzeigen angebotenen Artikel nicht versteigert werden, sondern zum (regionalen) Verkauf angeboten werden. Die Kleinanzeigen haben somit keinen Zeitpunkt an dem sie 'ablaufen' sondern bleiben solange online, bis sie verkauft werden. Die Kaufabwicklung bei den angebotenen Artikeln richtet sich an Privatpersonen. Es wird lediglich ein Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer hergestellt.

Ebay Kleinanzeigen spricht somit eine Zielgruppe an, die sich nicht in der kommerziellen oder gewerblichen Sparte befindet. Privatpersonen sollen hier völlig kostenlos, schnell und einfach ihr nicht mehr benötigtes Hab und Gut weiterveräußern oder zum Teil auch verschenken können. Bei den Kleinanzeigen werden nicht nur Produkte, sondern auch beispielsweise Nachbarschaftshilfe, Jobs, Immobilien oder die Rubrik "Tiermarkt" angeboten. Somit tritt Ebay auch als Konkurrent für lokale und regionale Verkaufsanzeigen in Zeitungen auf.

In welchen Regionen werden viele Kleinanzeigen aufgegeben?
Spitzenreiter ist bei Ebay Kleinanzeigen bzw. kijiji Berlin. Auf Platz zwei folgt bei kijiji München. Schnäppchenjäger in den Regionen von kijiji Bremen oder Kiel werden ebenso gut bedient wie Interessenten für Ebay Kleinanzeigen aus Leipzig und Umgebung.

Wie geschieht die Kaufabwicklung?
Bei den Ebay Kleinanzeigen inserieren Privatpersonen unter Angabe ihrer Kontaktdaten (meist Telefon- oder Handynummer) eine Anzeige. Einem Interessenten ist es nun möglich, über die Kontaktdaten oder ein separates Formular mit dem Verkäufer die Modalitäten, wie Kaufpreis, Übergabe der Verkaufssache und des Geldes, zu klären.

Gibt es ein Widerrufsrecht?
Da es sich um einen Verkauf von privat an privat handelt, gibt es kein Widerrufsrecht (Rücktritt vom Kaufvertrag) gemäß §312 (b) oder § 355 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Das BGB sieht einen solches Recht nur vor, wenn der Verkäufer ein Unternehmer ist. Die Abgrenzung, ab wann jemand als "gewerblich Handelnder" oder als "Unternehmer" auftritt, ist jeweils eine Einzelfallentscheidung. Jedoch gibt es eine Ausnahme, wenn der Verkäufer einen Mangel arglistig verschweigt. Beispielsweise ist den Fotos oder der Beschreibung ein Sachmangel nicht zu entnehmen. Hier greift der § 437 BGB, der dem Käufer unter anderem wahlweise eine Nacherfüllung (Reparatur) oder den Rücktritt vom Kaufvertrag ermöglicht. Eine weitere Möglichkeit vom Kaufvertrag zurückzutreten bietet eine entsprechende Klausel im Kaufvertrag. Durch eine Formulierung wie beispielsweise "Der Käufer hat ein 14-tägiges Widerrufsrecht" kann sich der Käufer bei einem Rücktritt vom Vertrag auf den § 145 BGB berufen, nachdem der Verkäufer an diese Klausel vertraglich gebunden ist.

Gibt es einen Gewährleistungsanspruch?
Wenn der Verkäufer nicht explizit eine Gewährleistung ausspricht (z.B.: "Ich garantiere, dass der Artikel einwandfrei ist und/oder noch Minimum x-Jahre funktioniert..") besteht kein Gewährleistungsanspruch. Ein Anspruch über die Beschaffenheit sollte schriftlich festgemacht werden (z.B. im Kaufvertrag), denn hieraus kann ein Anspruch geltend gemacht werden.
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