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Verantwortung vor Ort wahrnehmen

Ulrike Müller und Günther Felbinger kämpfen für die Schulen im ländlichen Raum: "Die kleine Grundschule ist die Herzkammer des Dorfes"!

Freie Wähler stellen Bildungskonzept REIF in Donauwörth vor

Landtagsabgeordnete Ulrike Müller und Günther Felbinger stellen Konzept der Bildungsregionen im Parkhotel vor

Donauwörth/München (de). Das Donau-Ries wird, wie viele ländliche Regionen im Freistaat, in besonderem Maße die Auswirkungen der zunehmenden Alterung der Gesellschaft spüren. In Zukunft wird es weniger Schulen geben, damit stehen auch viele Schulstandorte im ländlichen Raum vor dem Aus.

Immer weniger Schulen

Weniger Schüler bedeuten indes nicht weniger Arbeit, betonte FW-Bildungsexperte Felbinger bei einer Veranstaltung der Freien Wähler Landtagsfraktion in Donauwörth. Als Beispiel nannte er Veränderungen im Bereich der traditionellen Familienverhältnisse, welche auch Auswirkungen auf den Schulalltag haben. Der Lehrer sei nicht mehr nur Wissensvermittler, sondern vor allem Erzieher. Das stelle einzelne Schulen vor große Probleme.

Herausforderungen erkennen

Um den Herausforderungen von Schülerrückgang, Veränderungen beim Schülerverhalten aber auch die gestiegenen Leistungserwartungen vieler Eltern begegnen zu können schlagen die Freien Wähler am Landtag daher das Konzept der Bildungsregionen vor. Verantwortung solle vor Ort gelebt werden, jede Region und jede Schule solle sich ein eigenes Profil geben und würde dazu entsprechend ausgestattet, erklärt die Betreuungsabgeordnete des Landkreises Ulrike Müller. Man brauche überschaubare Schulstrukturen, die flexibel auf die örtlichen Anforderungen reagieren könnten, so der Bildungspolitische Sprecher Felbinger.

Schulen sind Herz der Gemeinden

Die Orte sterben, wenn Schule und Kindergarten geschlossen werden, macht die Sozialpolitikerin Müller deutlich. Günter Felbinger warnte davor, dass nach der Landtagswahl rund 50% der Schulstandorte konkret bedroht seien. "Das einzige was die Kinder auf dem Land in Zukunft dann lernen werden, ist das Busfahren", zeigte sich Müller empört.

Nach der Vorstellung des Bildungskonzeptes kam es mit Politkern und Lehrern der Region zu einer interessanten Diskussion.
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