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Diakonie Augsburg investiert in Bodelschwingh-Haus

  Augsburg: Bodelschwingh-Haus |

Die Diakonie Augsburg hat am Freitag, dem 13. April, offiziell mit der Sanierung ihres Bodelschwingh-Hauses, Übergangseinrichtung für Haftentlassene, begonnen. Die Räume werden modernisiert, um den Bewohnern einen bestmöglichen Start in ein Leben in Freiheit und ohne Straftaten zu ermöglichen.

Das Bodelschwingh-Haus im Herzen Augsburgs ist in die Jahre gekommen. Das Haus war schon Ende des 19. Jahrhunderts eine Herberge für Wohnungslose und Durchreisende. Seit 1954 dient das Bodelschwingh-Haus auch der Resozialisierung für Straffällige. In den 1970er Jahren schließlich wurde die klassische Herberge zu Gunsten der stationären Einrichtung für straffällig gewordene Männer aufgelöst und das Konzept überarbeitet. Das weiterentwickelte Konzept der Straffälligen- und Wohnungslosenhilfe der Diakonie Augsburg konnte in den bestehenden Räumen zuletzt jedoch kaum noch umgesetzt werden. Umso größer ist die Freude, dass die Sanierung des Bodelschwingh-Hauses nun beginnen kann.

Sanierung beginnt
Der Vorstand des Diakonischen Werkes Augsburg hatte deshalb zu einer kleinen Feier am Freitag, den 13. April 2018 eingeladen, um den Beginn der Sanierung einzuläuten. Neben Mitgliedern des Verwaltungsrats der Diakonie Augsburg waren MdL Johannes Hintersberger, der Präsident des Landgerichts und der Vizepräsident des Amtsgerichts Augsburg sowie Vertreter vom Bezirk und weiteren engen Partnern im Bereich der Wohnungslosen- und Bewährungshilfe ebenso anwesend wie Vertreter des Architekturbüros und der an der Sanierung beteiligten Unternehmen.
Dr. Ilona Luttmann, Fachvorständin der Diakonie Augsburg, erläutert bei der Veranstaltung: „Es ist eine vorübergehende Heimat, in der die Voraussetzungen der Teilhabe ohne Straftaten in der Zukunft geschaffen werden sollen, auf der Grundlage moderner Konzepte.“ Das Bodelschwingh-Haus ist die einzige stationäre Übergangseinrichtung für Haftentlassene in Schwaben. Der Leiter der Übergangseinrichtung Harald Eckart betont, dass „die Arbeit des Bodelschwingh-Hauses … angesichts des gegenwärtigen Wohnungsmarktes schon lange nicht mehr so notwendig war wie heute“. Und Johannes Hintersberger ergänzt: „Es ist ein Glücksfall für die Gemeinde, diese Stadt, dass es das Bodelschwingh-Haus gibt“ und fährt fort „Die Geisteshaltung, die beim Betreiben des Bodelschwingh-Hauses mitspielt, ist sehr wichtig als Grundlage.“ Denn ohne die Mitarbeiter der Diakonie Augsburg „wäre der modernste Bau nur totes Geschehen.“

Bewohner bleiben im Domviertel
Die bis zu 36 Männer wohnen im Schnitt sechs bis zwölf Monate im Bodelschwingh-Haus. In der Zeit lernen die Männer, sich selbst und ihren Alltag zu organisieren und eigenverantwortlich zu leben. Sie erhalten Ergo- und Arbeitstherapie und weitere Unterstützung durch Mitarbeiter des Diakonischen Werks Augsburg.
Die Räumlichkeiten entsprechen den Anforderungen an ein zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten nicht mehr. Deshalb investiert das Diakonische Werk Augsburg in den nächsten zwölf Monaten über 2,175 Mio. € in die Vergrößerung und Umstrukturierung des Hauses, die Haustechnik und einen Außenaufzug. Damit möchte der Vorstand des Diakonischen Werkes Augsburg die Voraussetzungen für eine moderne Straffälligen- und Wohnungslosenhilfe schaffen, die den Bewohnern einen bestmöglichen Start in ein Leben in Freiheit und ohne Straftaten ermöglicht. Während der Sanierungsphase sind die Bewohner in anderen Gebäuden in unmittelbarer Nähe des Bodelschwingh-Hauses im Augsburger Domviertel untergebracht.

Wer einen Beitrag zur Finanzierung der Sanierung leisten möchte, findet Informationen unter http://www.diakonie-augsburg.de/spenden.
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