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Landesweite Aktion „Hummelfrühling“ startet! Wer brummt denn da?

Baumhummel (Foto: W. Willner)
Zum Frühlingsbeginn starten BUND Naturschutz (BN) und IfBI (Institut für Biodiversitätsinformation e.V., Ebern) die bayernweite Mitmachaktion „Hummelfrühling“: Handyfotos von den ersten Hummeln werden von einem Expertenteam bestimmt und mit Informationen zu der jeweiligen Art beantwortet.

In Deutschland kann man immerhin über 30 Hummelarten unterscheiden. Der BN ruft alle Naturliebhaber dazu auf, Hummeln zu fotografieren und das Bild per WhatsApp an das Hummeltelefon (0163/9631987) oder per Mail (hummelfund@ifbi.net) zu schicken. Hummelkenner werden die Fotos dann begutachten und (natürlich kostenfrei) antworten, um welche Hummel es sich handelt.

Trotz verspätetem Frühling kommen jetzt nach und nach die ersten Hummelköniginnen aus ihrem Winterquartier und suchen nach Nahrung. Im Gegensatz zu Honigbienen, die erst ab einer Tagestemperatur von mindestens 10 °C fliegen, sind Hummeln schon ab 2 °C aktiv. Um fliegen zu können, lassen sie die Brustmuskulatur vibrieren und heizen so ihren Körper auf 30°C auf.

Hummeln sind wahre Flugkünstler – obwohl ihre Flügel eigentlich viel zu klein sind, um den enorm dicken Körper zu tragen. Das Geheimnis liegt darin, dass die Flügel bis zu 200mal in der Sekunde schlagen und sich durch ihre Beweglichkeit dabei drehen und verwinden. Das erzeugt Luftwirbel. Wie bei einem Tornado: die Luftwirbel saugen den Flügel in die Höhe. Und so fliegt die Hummel eben doch.

„Da immer weniger Wildbienen in heimischen Gärten zu finden sind, möchten wir mit dieser Aktion auf das Insektensterben aufmerksam machen und die Menschen für die pelzigen Flieger begeistern“, sagt Klaus Mandery, Leiter des IfBI, Vorsitzender des BN Haßberge und Bienenexperte.
Jede gemeldete Hummel wird in eine interaktive Website-Karte eingetragen. Das hilft, mehr über die Verbreitung der Hummelarten in Bayern zu lernen. Diese Informationen sind enorm wichtig, um den Schutz der Wildbienen bestmöglich an deren Bedürfnisse anzupassen.

Gez. Dr. Kai Frobel
Naturschutzreferent
Für Rückfragen:
Dr. Klaus Mandery, Tel. 0171/6064414
Institut für Biodiversitätsinformation (IfBI), Tel. 09531/9446433

Ablauf:

1 Nummer hinzufügen
Lade die kostenlose App „WhatsApp“ herunter und speichere die Nummer 0163 9631987 zu Kontakten

2 Bild machen
Fotografiere eine Hummel im Garten oder auf einer Wiese.

3 Zusenden
Schicke uns das Bild. Unser Hummelexperte antwortet.

Weitere Informationen www.ifbi.net/hummel.
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