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Mit Pauken und Akkordeons: Akkordeon-Orchester bringt Stadtberger Bürgersaal zum Kochen

Akkordeons, Pauken und Schlagzeug passen nicht zusammen? Weit gefehlt: Dass man mit diesen Instrumenten ganze Konzertsäle zum Kochen bringen kann, stellten die 15 Mitglieder des Akkordeon-Orchesters Augsburg 1950 (Leitung: Helmut Gutmann) im Stadtberger Bürgersaal eindrucksvoll unter Beweis. Siegfried Pröll führte mit unterhaltsamen Details durch das Programm, das den Titel „Tastenzauber“ trug, und sprach von einem „bunten Melodienstrauß“ aus Klassik, Filmmusik, Tango, Samba, Bossa Nova und Pop.
Der Ohrenschmaus begann zunächst mit klassischen Tönen: Sozusagen als Vorspeise wurde mit Gerhard Hofmanns Ouvertüre „Kunterbunte Welt“ ein Stück eines Komponisten aus Kissing serviert. Diesem folgte der „Russische Tanz“ aus der „Nussknacker-Suite“ von Tschaikowski. Das Kapitel der Moderne begann mit einer „Tanz-Vision“ für Elektronium und Orchester. Dieses Werk von Curt Mahr vereinigte die Rhythmen von Paso Doble, Beguine und Foxtrott und stellte damit hohe Anforderungen an den Solisten Herbert Hupfauer und das gesamte Orchester.
Darauf folgte eine Zusammenstellung klassischer Filmmelodien, die mit Ravels „Bolero“ aus „Die Traumfrau“ ihren Höhepunkt erreichte. Dies war eine gelungene Überleitung zum folgenden Tango. Die Solisten Hans und Markus Vicek brillierten mit „Olé Guapa“ als einem Vertreter dieses emotional geprägten argentinischen Tanzes.
Einen Vorgeschmack auf den zweiten Teil des Konzerts bot das Medley aus Titeln von Simon and Garfunkel.
Nach der Pause jagte ein Höhepunkt förmlich den anderen. Bei der herausragenden Interpretation der fetzigen Titel konnte sich das Publikum nur noch mit Mühe auf den Stühlen halten.
Das Medley aus bekannten Titeln des britischen Popstars Sir Elton John hätte dieser selbst kaum besser darbieten können. Weiter ging es mit den heißen lateinamerikanischen Tänzen „The Girl from Ipanema“ und „Samba Negra“. Den Abschluss des Konzerts bildeten zwei weitere schwungvolle Medleys mit den Welterfolgen von ABBA und den Les Humphries Singers.
Als Zugabe bot das Orchester mit „Copacabana“ nochmals einen flotten Samba, bevor es sich mit dem Laridah-Marsch verabschiedete. Mit tosendem Applaus belohnte das Publikum die virtuose Leistung der Musiker.
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