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Landrat trifft Kultur in Gersthofen

Ilan Scheindling (2.v.r) erläutert Landrat Martin Sailer (rechts), Stefan Buck (links) und Kreisheimatpflegerin Claudia Ried seine Werke.
 
Ilan Scheindling (links) im Gespräch mit Landrat Martin Sailer.

Landrat Martin Sailer besucht den Musiker und Bildenden Künstler Ilan Scheindling

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Landrat trifft Kultur“ besuchte Landrat Martin Sailer den Künstler Ilan Scheindling in seinem Atelier und Wohnhaus in Gersthofen. Dabei begleiteten ihn Gersthofens Zweiter Bürgermeister Stefan Buck, Kreisheimatpflegerin Claudia Ried und Liv Reinacher, Landkreismitarbeiterin im Bereich Kultur- und Kreisheimatpflege.

Schon in seiner frühen Jugend komponierte Ilan Scheindling die ersten eigenen Musikstücke, eine Leidenschaft, die er nach dem Abitur durch ein Musik- und Klavierstudium weiterverfolgte. Später studierte er zusätzlich Germanistik und Kunstgeschichte. Neben seiner Tätigkeit als Musiker und Klavierlehrer belegte Scheindling außerdem jahrelang Abendaktkurse, wodurch er schließlich die Malerei für sich entdeckte.

Seine Arbeiten sind geprägt von der Vielseitigkeit seines Lebenslaufes. Scheindlings künstlerische Anfänge in der Aktmalerei bilden die Grundlage, auf der er die schemenhaften Figuren aufbaut, die seine Gemälde bewohnen. Obwohl der Künstler häufig Situationen mit mehreren Figuren darstellt, scheinen sie nie miteinander zu interagieren. Außerdem sucht der Betrachter in seinen Werken vergeblich nach einem Lächeln; trotzdem strahlen sie eine Anziehungskraft aus, die in ihrer tiefen Menschlichkeit verankert zu sein scheint.

Auch seine Affinität zur Literatur findet sich in seinen Gemälden wieder, wie zum Beispiel in seiner Werkgruppe „Fern Hill“, welche sich mit dem gleichnamigen Gedicht von Dylan Thomas beschäftigt oder in der Bilderreihe „Begleiter“, die die Thematik des Buches „Lügen in Zeiten des Krieges“ von Louis Begley aufgreift und verarbeitet. Seine Werke bieten dem Betrachter durch ihre Figürlichkeit und dem damit verbundenen Wiedererkennungswert der menschlichen Form einen Bezugspunkt. Sie eröffnen einen Zugang, der am disziplinübergreifenden Dialog des Künstlers teilhaben lässt.

Wie wichtig dieser Dialog und auch der Austausch mit anderen kulturellen Akteuren für den Künstler sind, kommt auch in der hauseigenen Galerie zum Ausdruck. Hier veranstalten Ilan Scheindling und seine Frau Susanne Niemann, die selbst auch Künstlerin ist, drei- bis viermal im Jahr eine Kunstausstellung mit dem Namen „Schaltstelle“. An diesen Tagen wird das Wohnhaus in Gersthofen zu einem Ort, an dem kunstinteressierte Menschen und Künstler ins Gespräch kommen können.

Auch beim Besuch des Landrats fand ein reger Austausch zwischen Kunst und Politik statt. Nach einer Führung durch die Galerie und das Atelier von Ilan Scheindling, durfte Landrat Sailer seine musikalischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Scheindling hatte für seine Besucher ein kleines Musikstück komponiert, das von der Gruppe musikalisch umgesetzt wurde. Sailer und Buck zeigten sich von der Vielseitigkeit von Scheindlings künstlerischem Schaffen beeindruckt: „Es spricht für Herrn Scheindlings großes Talent, dass er extra für uns eine eigene Komposition geschrieben hat“, so Landrat Martin Sailer.

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