Jahresrückblick

Ein neues Team an der Spitze der Trachtlerinnen und Trachtler: Christine Pfiffner (1. Vorständin, li.) und Benjamin Wöster (2. Vorstand, re.).

Die Deandl und Buam des Heimat- und Volkstrachtenvereins Gersthofen e.V. blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück und schließen es mit einer außergewöhnlichen Jahreshauptversammlung ab.

Spätestens bei den Berichten der einzelnen Gruppierungen, die bei der Jahreshauptversammlung verlesen wurden, kam deutlich hervor, dass trotz Pandemie das Vereinsleben nicht still stand und unglaublich viel umgesetzt werden konnte.

Zurückblickend auf das Jahr 2021 konnten bei der beliebten Goaßlergruppe zwar keine Proben wie gewohnt stattfinden, weshalb man sich spontan für Proben im Freien entschied. Als die Vorlagen es wieder in Räumen erlaubten, durften Sie die Aula der Mittelschule Gersthofen nutzen und konnten so alle Abstands- und Hygienemaßnahmen einhalten. Auch im Hirblinger Vereinsstadel, im Autohaus Stadtbergen und der Werkstatthalle von Armin Hoppmann wurde Geschnalzt, so dass die Truppe bei einem Geburtstagsauftritt im September fit war.

Die starke Jugendgruppe mit ihren drei Jugendleitern und rund 20 Kindern überzeugte mit ihrem Ideenreichtum. Zu ihrer Brauchtumsaufgabe gehört – neben dem Singen, Tanzen und Schuhplatteln – auch das Vermitteln der Bräuche zu den Jahreszeiten. Im Februar feierten sie ihre maskierte Faschingsprobe mit dem Schaumkuss-Wettessen kurzerhand online und die Osterhasen-Bastelaktion brachten die Jugendleiter:innen jedem Kind an die Haustür. Das traditionelle Ramadama, bei dem die Stadt Gersthofen von Müll befreit wird, setzte jeder Haushalt für sich um und durfte sich, auf Kosten der Stadt, wieder eine Pizza im Trachtenheim abholen. Statt dem Maibaumtanz auf dem Rathausplatz gab es eine generationenübergreifende Bastelaktion von kleinen Maibäumchen und im Juni konnten sie sich dann endlich wieder zu einer gemeinsamen Tanzprobe auf der Wiese hinter dem Trachtenheim verabreden. Den August nutzten sie für einen gemeinsamen Ausflug nach Oberschönenfeld mit einer Naturführung und probten den ganzen Monat das Drehen und Platteln der älteren Kinder.

Nachdem die immer sehr gut besuchte Weihnachtsfeier abgesagt werden musste, kam der Nikolaus – unter Einhaltung der 2G+-Regel - zum Oscar-Romero-Platz und brachte, musikalisch umrahmt, den Kindern ihre Geschenke.

Bei den Erwachsenen des Vereins zeigte sich ebenfalls ein ereignisreicher Jahresverlauf. Trotz Pandemie konnte mit viel Aufwand und Engagement der Probenbetrieb immer wieder aufrechterhalten werden. Im Juni organisierten sie dazu ihr Grillfest, im September trafen sie sich zu einer Wasserkulturerbe-Stadtführung in Augsburg und am 16. Oktober zeigten sie gemeinsam ihr Können mit der Jugendgruppe wieder in Tracht bei herrlichem Wetter im Stadtpark. Auch ein Trachtengottesdienst mit anschließendem Frühschoppen wurde abgehalten. Gemeinsame Spaziergänge, als der Probenbetrieb in Räumen nicht erlaubt war, waren sehr beliebt nach dem Motto „Alles is besser als nix“.

Gegen Ende des Jahres hatte sich die Vorstandschaft dazu entschlossen, aufgrund beforstender Neuwahlen, die Jahreshauptversammlung unter der 2G-Regel stattfinden zu lassen. Vorab hatten sich alle zusätzlich freiwillig getestet. Um es allen Mitgliedern zu ermöglichen, sich an den Wahlen zu beteiligen, wurde kurzerhand eine Briefwahl eingeführt. Armin Hoppmann, Vorstand seit 2007, Dieter Pfiffner, Schriftführer seit 14 Jahren und Karin Hauber, Jugendleiterin seit 10 Jahren, legten ihre Ämter nieder, um ihre Aufgaben an die nächste Generation zu übergeben. Hoppmann zog Resume der vergangenen Jahre und ist sehr stolz, ein Teil dieser Trachtenfamilie zu sein. Der Vorstandschaft bleiben sie künftig mit anderen Ämtern erhalten.

Die Neuwahl brachte zum Ergebnis, dass künftig Christine Pfiffner als 1. Vorständin und Benjamin Wöster als 2. Vorstand, die Geschicke des Vereins leiten werden. Sebastian und Katharina Pfiffner wurden als Jugendleiter gewählt. Mit insgesamt 23 Mitgliedern bleibt dem Verein eine starke innovative Vorstandschaft erhalten. Reinhold Dempf überbrachte, stellvertretend für die Stadt Gersthofen, seine Glückwünsche und teilte mit, dass der Verein immer ein prächtiges Aushängeschild sei und sprach ein großes Lob für die ehrenamtliche Vereinsarbeit aus. Er freut sich, auf viele weitere fröhliche Auftritte der Trachtlerinnen und Trachtler. Gemeinsam blicken sie optimistisch ins neue Jahr.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.AMH01 myheimat gersthofer | Erschienen am 05.02.2022
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