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Großes internationales Fest des Glaubens - 20 Jahre Seligsprechung Adolph Kolping

Wann? 25.10.2011 bis 30.10.2011

Wo? Peterskirche, Petersplatz, Piazza San Pietro, 00193 Rom ITauf Karte anzeigen
Messfeier am Kathedraaltar der Peterskirche
 
Messfeier in St. Paul vor den Mauern
Rom (Italien): Peterskirche | Rund 400 Kolpingmitglieder aus dem Bistum Augsburg waren unter den 7.000 Teilnehmern der internationalen Wallfahrt vom 25. bis 30. Oktober anlässlich des 20. Jahrestages der Seligsprechung Adolph Kolpings in Rom dabei. Neben den acht Bussen und den Flugreisenden waren drei Kolpingmitglieder aus Bobingen die rund 1.000 km mit dem Fahrrad angereist. Die Begegnung mit Papst Benedikt XVI. bei der Audienz, die beiden Messfeiern mit Kardinal Meisner aus Köln in Sankt Paul vor den Mauern und Kardinal Schönborn aus Wien in der Lateranbasilika, die Eröffnungsfeier in der Audienzhalle des Vatikan und die Vesper in der Kirche Santa Maria degli Angeli waren die Höhepunkte des Festprogramms. Höhepunkt für die Pilger aus der Diözese Augsburg war die Messfeier mit Kolping-Diözesanpräses Alois Zeller am Kathedraaltar in der Peterskirche.

Die Aussage Papst Benedikts bei der Audienz, dass das Kolpingwerk „eine Kraft des Glaubens“ sei, zeigte sich bei allen Veranstaltungen in Rom. Mit den vielen Pilgern hofft der Heilige Vater, „dass die Heiligsprechung nahe ist“. Bis dahin seien aber noch viele Gebete notwendig, sagte das Kirchenoberhaupt.

Eine große Gebetsgemeinschaft um die Heiligsprechung ihres Gründers bildeten die Kolpingmitglieder aus der ganzen Welt beim Hauptgottesdienst am Jahrestag der Seligsprechung am 27. Oktober 2011 in der Basilika St. Paul vor den Mauern. Der Protektor des Internationalen Kolpingwerkes Erzbischof Joachim Kardinal Meisner stand dieser Messfeier vor. In seiner Predigt sagte Kardinal Meisner über Kolping in Anlehnung an ein lateinisches Wort über Paulus „cor kolping cor mundi“ (Das Herz Kolpings ist das Herz der Welt).

Der ehemalige Generalpräses Msgr. Axel Werner, der im Frühjahr von seinem Amt zurückgetreten war, verabschiedete sich im Gottesdienst in drei Sprachen von den Kolpingmitgliedern. Am Nachmittag fand die Wahl des neuen Generalpräses durch die 46 stimmberechtigten Mitglieder des Generalrates des Internationalen Kolpingwerkes statt. Der deutsche Bundespräses und Trierer Diözesanpriester Msgr. Ottmar Dillenburg (50) wurde als neunter Nachfolger Adolph Kolpings gewählt. Zur Wahl stand auch Padre Saúl Ragoitia Vega (40), Nationalpräses des Kolpingwerkes Mexiko. Der Mexikaner war der erste nicht-europäische Kandidat in der mehr als 160-jährigen Geschichte des Verbandes.

Die ganze Vielfalt des Kolpingwerkes kam bei der Eröffnungsfeier am Mittwochabend in der vollbesetzten Audienzhalle des Vatikan zum Ausdruck. Kolpingmitglieder und –gruppen aus allen Teilen der Welt gestalteten mit Musik, Theater und Gesprächen ein buntes Fest. Für Begeisterung sorgte dabei ein Ausschnitt des Musicals „Kolpings Traum“, das im Juli und August 2013 in der Oper in Wuppertal aufgeführt wird.

Neben dem allgemeinen Festprogramm nutzten die Pilger aus dem Bistum Augsburg die Zeit, um die Sehenswürdigkeiten Roms zu besichtigen. Höhepunkt für die Augsburger Wallfahrer war die Messfeier am Kathedraaltar der Peterskirche. Zusammen mit anderen Kolpinggruppen waren über 500 Gläubige in der Apsis der Kirche versammelt. Kolping-Diözesanpräses Alois Zeller stand mit 10 Konzelebranten und zwei Diakonen der Eucharistiefeier vor. Er ermutigte in seiner Predigt die Gläubigen, auf die Frage Jesu „Liebst Du mich?“ mit Ja zu antworten. „Gebt diese Liebe in Wort und Tat weiter!“, rief Zeller den Zuhörern zu.

Abschluss der Festtage war die internationale Messfeier mit dem Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn in der Bischofskirche des Papstes, dem Lateran. In seiner Predigt gab Kardinal Schönborn den Kolpingschwestern und -brüdern fünf Ratschläge für ihre Arbeit mit: Sie sollten - wie Adolph Kolping - stets den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Die Familie als das erste und wichtigste Überlebensnetzwerk sollten sie fördern. Als Drittes nannte er die Bildung, ohne die man jungen Menschen nicht helfen könne. Der „Tyrannei der Toleranz“ müssten sie sich entgegenstellen und beherzt den christlichen Standpunkt in der Öffentlichkeit vertreten. Und zuletzt rief er die Kolpingmitglieder sowie alle Christen auf, in „kritischer Loyalität“ die Einheit mit der Kirche zu wahren.
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