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Fledermaus mit Flügelbegleitung

Ljiljana Winkler (Sopran) bei einer Arie aus „Hochzeit des Figaro“
Glanzvolle Opern- und Operettengala verbindet schwermütige Sujets mit einer leichten Muse
Schon am Anfang wurde ausdrucksstark auf der Bühne ein Ja-Wort gegeben: Mit der „Hochzeit des Figaro“ begann im Bürgersaal eine glanzvolle Klassikreise in die zauberhafte Welt der Oper und Operette. Die beiden Sopranistinnen Ramona D’Uva und Ljiljana Winkler eröffneten mit ergreifenden Arien aus Mozarts Meisterwerk die berauschende Gala der anspruchsvollen Bühnenmelodien. Ob es an ihren einvernehmenden Stimmen lag oder an der charmanten Bühnenpräsenz – bald zogen die versierten Sängerinnen auch die männlichen Gesangsvirtuosen an: Mit Bernhard Hirtreiter und Maximilian Lika war das Quartett schließlich vollzählig und konnte mit anmutigen Solopartien und packenden Duetten die Gäste in einen berauschenden Bann ziehen. Stephanie Knauer ließ in brillanter Weise am Flügel ihre Finger über die Tastatur gleiten und sorgte damit für die passende Musikbegleitung. Vom „Wildschütz“ bis zum „Zarewitsch“ reichten die Kompositionen, die mal wuchtig, dann wieder im heiter-beschwingten Esprit dargeboten wurden. Neckisch und pikant lieferten sich die beiden Damen im „Katzenduett“ ein gesangliches Duell, bei welchem durchaus schon mal kräftig die Krallen gezeigt wurden. Gesanglich ließen die Interpreten die „Lippen schweigen“ oder boten dieselbigen auf harmonische Art zum Küssen dar. Am Ende erhob sich schließlich noch mit gewaltigem Schwung die „Fledermaus“, die von allen vier Mitwirkenden gemeinsam in Szene gesetzt wurde. Im „Feuerstrom der Reben“ floss noch einmal die vereinigte Stimmgewalt der Bühnenkünstler zusammen und beendete damit ein wunderschönes Konzert voller schwermütiger Sujets und leichter Muse.
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