The Voice of Germany: Mari Harutyunyan haut Freitagabend alle um!

Freitagabend steht ganz im Zeichen von Sat.1 und „The Voice of Germany“. Ein weiteres Mal dürfen die Zuschauer heute einen Blick auf die spannenden Blind Auditions werfen. Es gibt nur noch wenige Plätze, um ein Ticket für die Battles zu bekommen. Von flippigen Schülerinnen bis zu englischen Musical-Sängern bietet der Abend wieder zahlreiche Musiker. Ist auch jemand dabei, der das Zeug zum Sieger hat? Die 19-jährige Mari Harutyunyan hat gute Chancen. Für sie gibt es Standing Ovations vom Publikum und der Jury.

Marcel Gabriel, ein 24-jähriger Frisör, legt erstmals die Schere nieder und greift zum Mikrofon, um sich an „Summertime Sadness“ von Lana Del Ray zu wagen. Doch bei den Coaches springt der Funke trotz solider Leistung nicht über - oder doch? Bei den letzten Takten drücken BossHoss und Xavier Naidoo für den sympathischen Sänger. Der hat Naidoos Meinung nach eine interessante Stimme zwischen männlich und weiblich und kriegt Marcel prompt als Schützling. Kandidatin Evi Lancora hat in ihrer Jugend eine besondere Verbindung zur Musik von Naidoo aufgebaut. Jetzt darf sie vor ihm auf der Bühne singen und vertraut dabei vor allem auf ihren Glauben. Wer ein braves Stimmchen erwartet, täuscht sich. Mit fester und wilder Stimme gibt sie „Ich bin ich“ von Glasperlenspiel zum Besten und fetzt hinter dem Rücken der Jury - nur Rea Garvey dreht sich für die 24-Jährige um. „Ich wollte auch fast drücken“, gesteht Naidoo, doch ein paar komische Töne hätten ihn verschreckt.

Musicaldarsteller Rob beweist viel Gefühl
Engländer Rob Fowler hat sich bereits in etlichen Musicals ausgetobt - bereits der Einspieler beweist, dass der 40-Jährige Talent hat. „Es ist die Chance meines Lebens“, sagt Fowler vor seinem Auftritt und legt kurz darauf mit „Payphone“ von Maroon 5 los. BossHoss lassen nicht lange auf sich warten und wollen ihn im Team. Doch dann buzzert auch Garvey - die beiden Jury-Gegner dürfen sich also wieder um einen Kandidaten zoffen. Rob geht nach seinem Bauchgefühl und entscheidet sich für Jury-Cowboys. „Ein geiles Gefühl, ein sehr geiles Gefühl“, schwärmt der Kandidat und freut sich auf die Battles. Kunterbunt gibt sich Manga-Fan Anna Boger. Die 17-jährige Schülerin hat ein Faible für niedliche Sachen. Aber ihr flippiges Aussehen bringt sie keine Runde weiter, immerhin sehen sie die Coaches nicht. „Arms“ von Christina Perri soll ihr Glück bringen. Doch die roten Sessel drehen sich nicht um, auch wenn Nena und Naidoo sichtlich mit sich kämpfen. Am Ende reicht es nicht für die blonde Schülerin. Garvey fand es schade, dass die Nervosität ihrer Stimme offensichtlich geschadet hat.

Ein Beatboxer will sich gegen die Sänger durchsetzen
Seit seinem vierten Lebensjahr dreht sich bei Mirko Bierstedt alles um Musik. Angetan hat es ihm zur Zeit vor allem das Beatboxen und das will er auch bei „The Voice of Germany“ zeigen. Oder etwa doch nicht? Denn bei „Change“ von Daniel Merriweather kommt eigentlich kein Beatboxing-Part vor - abwarten ist angesagt. Nena lässt nicht lange auf sich warten und schlägt auf den Buzzer. Und am Ende beatboxt er tatsächlich und gibt dem Song seine eigene Note. Grund für BossHoss, sich kurz vor Schluss umzudrehen. „Der wird die Show nicht mit Beatboxen gewinnen“, urteilt Naidoo. Klingt, als müsste Mirko sein mündliches Schlagzeug erst einmal ruhen lassen. Aber vielleicht fördern BossHoss das doch, denn für die beiden Jungs entscheidet sich der junge Sänger. Auch diesen Abend taucht ein One-Hit-Wonder bei TVOG auf. Sam Leigh-Brown war einst Mitglied der Band Frank Popp Ensemble, die 2003 den Ohrwurm „Hip Teens Don‘t Wear Blue Jeans“ ablieferten. Um für ihre kleine Tochter da zu sein, entschied sie sich für die Familie und gegen die Karriere. Jetzt will sie wieder ins Musikerleben eintauchen. Dabei soll ihr „Dreams“ von Fleetwood Mac helfen - mit Erfolg. Naidoo holt sich Sam ins Team. „Das war‘s wert, gedrückt zu werden“, schwärmen BossHoss, obwohl sie selbst nicht gebuzzert haben.

Steffen Reusch verliert gegen die Nervosität - wenn plötzlich die Worte fehlen
Der 21-jährige Steffen Reusch lebt gerne in den Tag hinein. Na, ob das die richtige Eigenschaft für einen künftigen Star ist? Bühnenerfahrung kann er ebenfalls nicht vorweisen. Da macht sich vorab schon Nervosität bemerkbar. Versuchen will er es trotzdem mit „Jar Of Hearts“ von Christina Perri. Doch er legt einen Fehlstart hin und vergisst nach wenigen Worten den Text. Nach etwas Genuschel kann sich Steffen aber wieder fangen und singt den Radio-Hit des zurückliegenden Jahres. Die Coaches scheinen ihm die Sprachlosigkeit zu Beginn zu verzeihen, denn Garvey, BossHoss und Naidoo wollen ihn. Letzterer urteilt: „Du hast ne geile Stimme!“ Der Ire und die Cowboys kommen sich beim Kampf um Steffen in die Haare - mal wieder. Für wen wird er sich wohl entscheiden? Sat.1 foltert die Zuschauer und geht erst einmal zur Werbung über. Danach wird klar: Steffen wird Teil von Team BossHoss!

Ebenfalls im Team Rea:
  • Ronja Fischer
  • Kristin Lohse
  • Yvi Szoncsò
  • Hannah Pearl

    Nena bereut es, sich für Menna umgedreht zu haben
    Karneval-Fan Menna Mulugeta geht mit Sommerhit „Call Me Maybe“ von Carly Rae Jepsen an den Start und hat sofort Nena auf ihrer Seite. „Hau rein!“, feuert die Jurorin Menna während ihrem Auftritt an. Die Damen halten zusammen, denn die restlichen Coaches haben nicht für sie gedrückt. „In den ersten Sekunden war was ... und dann war was anderes“, gibt Nena zögerlich von sich und scheint nicht mehr so von ihrem Schützling begeistert zu sein. „Danach hat‘s mir nicht mehr so gut gefallen“, gibt sie zu. Zu spät! Nena kann es nicht rückgängig machen und hat Menna im Team.

    Ebenfalls im Team Nena:
  • Valentin Merk
  • Sascha Lien
  • Isabell Schmidt
  • Marion Bialecki

    Unter-der-Dusche-Sänger Chris Werner will seine Chance bei TVOG nutzen. Ein weiterer Kandidat der sich auf Tim Bendzko auf der Bühne verlässt; Chris singt „Ich laufe“ und hat eine deutsche Stimme mit Wiedererkennungswert. „Ein bisschen mehr Druck in der Stimme“ wünschen sich die Jungs von BossHoss. Frustration macht sich bei den Verwandten von Chris breit, denn niemand hat für ihn gedrückt. „Ich hab nichts gefühlt“, gibt Nena offen zu, Garvey und Naidoo können sich ihrer Meinung anschließen. Sascha Wiegand kommt mit seiner frisch-angetrauten Braut zu den Castings, geht aber alleine auf die Bühne. Ob er einen der letzten Team-Plätze ergattern kann? In „Called Out In The Dark“ von Snow Patrol legt er all sein Gefühl. Von seinem Wohnort Frieda geht es in Zukunft nach Berlin zu BossHoss - trotz falscher Tonart am Schluss. Und damit haben BossHoss 17 statt 16 Kandidaten für die nächste Runde!

    Tränen galore beim Auftritt von Cafe-Besitzer Cristiano
    Cafe-Besitzer Cristiano De Brito träumt von einem Leben, in dem die Musiker die Nummer eins ist: „Mein Herz hat schon immer für die Musik geschlagen und wird‘s auch weiterhin.“ Mit „Auf dem Weg“ von Mark Forster geht‘s auf die große Bühne. Während Cristiano sein Bestes gibt, weint sein Bruder im Backstage-Bereich und betet, dass sich jemand umdreht. Er lässt sich zwar Zeit, aber schließlich dreht sich Naidoo um. Auch wenn dem Kandidaten nicht alles geglückt ist, ist sich Naidoo sicher: „Da geht noch einiges.“

    Kandidatin Mari Harutyunyan darf zittern: Alle Teams sind eigentlich schon voll. Ob sich für die 19-Jährige trotzdem jemand umdreht? „Ich erwarte nicht zu viel, denn die Enttäuschung wäre dann zu groß“, gibt sie sich realistisch. Und: Wow! Mari beweist bei „Heaven“ von Emeli Sande, dass sie Talent hat. Obwohl kein Platz mehr frei ist, drehen sich alle Coaches um. Berechtigt. Denn die junge Sängerin klingt wie ein Weltstar auf der Bühne. Standing Ovations vom Publikum und den Juroren. Haben wir etwa eine weitere realistische Anwärterin für den Sieg in der zweiten Staffel von TVOG? Xavier Naidoo setzt sich gegen seine Kollegen durch und kann Mari für sich gewinnen. Die Teams sind nun alle randvoll! Nächste Woche gehen die Battles los. Aber dort wird eine Stimme wie die der jungen Nürnbergerin sicher mit Leichtigkeit bestehen und die Konkurrenz ausstechen. Es bleibt auf jeden Fall spannend.
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