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Seitenwechsel mit sozialem Engagement - Auszubildende der Kreissparkasse packen beim Bunten Kreis an

Ende Juni führte die Kreissparkasse Augsburg ihr erstes Sozialprojekt mit Auszubildenden durch. Zwei Tage lang haben sechs angehende Bankkaufleute die Seiten gewechselt und beim Bunten Kreis einen Teil der Einrichtung für die tiergestützte Therapie repariert. Neben dem Ziel, eine in die Jahre gekommene Holzrampe zu einem Baumhaus wieder für Therapiezwecke nutzbar zu machen, soll die Aktion bei den Auszubildenden auch das soziale Engagement und die Persönlichkeitsentwicklung fördern.

Seitenwechsel für einen guten Zweck

Sarah Junghänel, Stefan Kapfer, Philomena Leimer, Veronika Strehle und Julia Zettl waren sofort für das Projekt zu begeistern, als sie von der Personalabteilung die Einladung zum ersten Sozialprojekt der Kreissparkasse erhielten. Unter dem Motto „Seitenwechsel“ sollten sie die Sparkassenwelt für zwei Tage verlassen und etwas ganz anderes tun. „Das erweitert den eigenen Horizont und fördert das Verständnis für die Belange und Bedürfnisse anderer Bereiche.

Es ist auch ein Baustein zur Persönlichkeitsentwicklung mit dem Ziel, für berufliche Herausforderungen besser gerüstet zu sein“, erklärt Manfred Heindl, stellvertretender Leiter der Personalabteilung bei der Kreissparkasse. Der Seitenwechsel – bisher schon abteilungsübergreifend in der Kreissparkasse erfolgreich praktiziert – führte nun erstmals aus der Sparkassenwelt hinaus. So kam es zum Einsatz beim Bunten Kreis, den die Kreissparkasse Augsburg bereits seit 1994 auf vielfältige Weise unterstützt, etwa durch die „Offene Stiftergemeinschaft Bunter Kreis – Kreissparkasse Augsburg“, die der regionale Finanzdienstleister mit auf den Weg gebracht hat und seither ehrenamtlich verwaltet. „Die Kreissparkasse zeigt, dass sich unternehmerische Verantwortung nicht in Spenden erschöpfen muss“, lobt Horst Erhardt, Geschäftsführer des Bunten Kreises das Engagement. „Sie setzt sich nachhaltig für das Gemeinwohl ein, stärkt die soziale Kompetenz ihrer Mitarbeiter sowie die Identifikation mit den finanziell geförderten Projekten.“

Die Herausforderung: eine morsche Holzrampe

Auf der Pferdewiese des Bunten Kreises war eine knapp 80 Meter lange Holzrampe, die 2004 für die tiergestützte Therapie gebaut wurde, in die Jahre gekommen. Weil an mehreren Stellen das Holz morsch geworden war, konnte die Rampe nicht mehr genutzt werden. Auch der Zugang zum Baumhaus, in das sich die Kinder, die beim Bunten Kreis betreut werden, gerne zurückziehen, war damit gesperrt. „Über die Rampe können auch Kinder im Rollstuhl das Baumhaus erreichen, und manche Kinder nehmen gerne die Miniponys mit ins Baumhaus und erzählen ihnen dort ihre Sorgen“, erzählt Angela Staudacher vom Bunten Kreis. Deshalb war es ein großer Wunsch des Teams der tiergestützten Therapie, die Rampe wieder begehbar zu machen.

Akkuschrauber statt Bankschalter

Unter Anleitung eines Fachmanns und eines ehrenamtlichen Helfers des Bunten Kreises tauschten die fünf Auszubildenden und ein Jungangestellter – Stefan Kapfer hatte zwei Tage zuvor seine Prüfung bestanden – PC und Taschenrechner, Anzug und Kostüm gegen Akkuschrauber und Arbeitshandschuhe ein. Zunächst mussten die morschen Bretter entfernt werden – eine schweißtreibende Arbeit bei 30 Grad im Schatten – dann ging es ans Erneuern der Latten. Zimmermann Max Kienle lobte die Leistung der Gruppe: „Sie waren sehr engagiert und haben die komplette Rampe demontiert, Pfosten neu betoniert und auf einen Teil der Rampe neue Bretter montiert.“

Das Resümee der Auszubildenden zu ihrem Seitenwechsel war durchwegs positiv: „Es war anstrengend, aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht, sich neuen Herausforderungen zu stellen, vor allem, weil wir damit schwerkranken Kindern helfen können. Wir würden es jederzeit wieder machen“. Und Veronika Strehle fügt hinzu: „Schön war auch der Kontakt zu den Kindern auf der Pferdewiese. Dadurch bekamen wir etwas Einblick in die Schicksale einiger Familien, die der Bunte Kreis unterstützt. Da sieht man erst, wie schnell es gehen kann, dass eine Familie auf diese Hilfe angewiesen ist.“

Projekt soll Schule machen

Die sechs Helfer sind sich auch einig, dass alle Auszubildenden die Möglichkeit bekommen sollten, mit dem Bunten Kreis in Kontakt zu kommen. Die Kreissparkasse Augsburg hofft, dass das Sozialprojekt Schule macht und bei möglichst vielen Mitarbeitern Interesse weckt, bei ähnlichen Projekten dabei zu sein. „Das Ziel ist es, alle Azubis während ihrer Ausbildung in ein Sozialprojekt einzubinden“, sagt Heindl.
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