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Exklusiv: myheimat brachte Sepp Kellerer zum Kochen! (mit Video)

      Vorab: Sepp Kellerer bezeichnete sich selbst niemals als Koch und wollte auch nicht als solcher dargestellt werden. Dennoch sollte an diesem Tag jeder nicht nur zufrieden, sondern auch satt nach Hause gehen.
Das Ziel des Tages war: Sepp Kellerer kocht für myheimat und stellt sich dabei nicht nur den Fragen der Redaktion, sondern auch denen der myheimat-Bürgerreporter! Und der Oberbürgermeister ließ sich nicht lumpen und folgte, zusammen mit seiner Ehefrau als seine persönliche Küchenfee, dem Ruf der myheimat-Redaktion ins Fürstenfeldbrucker Küchenstudio Wieser.

Das erste myheimat Promikochen in Fürstenfeldbruck kann beginnen

„So, seid’s alle fit?“ strahlt er in die Runde – das erste myheimat Kochevent in Fürstenfeldbruck konnte beginnen. Die erste große Frage: „Was gibt’s denn jetzt eigentlich zu essen?“ – Zur Jahreszeit passend Bärlauchsuppe, Spargel mit Filetspießen und Kartoffeln und zum Nachtisch Rhabarbercreme auf Erdbeerspiegel. Das klingt schon mal klasse, also ran an den Topf - als erstes wird die Suppe vorbereitet. „ Also, nachdem ich mich mit dem Ganzen nicht auskenne, muss meine Frau jetzt einmal schauen, dass wir das ins Laufen bringen“, lacht Sepp Kellerer und seine gute Fee eilte sogleich herbei. Ein fachkundiger Blick der Chefköchin, erste Arbeitsanweisungen und schon hat man den Oberbürgermeister gekonnt am Herd eingewiesen. Und woher ist das Rezept? „Das haben wir von Schuhbeck abgeschaut!“

„Ich fahre jeden Tag heim zum Essen und werde jeden Tag aufs Neue verwöhnt. Meine Frau kocht auch gerne - ich kann höchstens mal so kleine kalte Sachen machen“, gesteht Sepp Kellerer. Und was gibt es dann immer zu essen? „Man stellt sich im Essen ja auch um, man will auch leichter essen. Früher, da hab ich sehr viel an der Natur gearbeitet, da hat man einfach eine ganz andere Essgewohnheit gehabt, man hat etwas Kräftigeres gebraucht. Und mittlerweile, mit dem ganzen Sitzen, muss man etwas leichter essen.“

Vom Landbauer zum Städtebauer

Wie kommt man eigentlich von der Landwirtschaft zum Bürgermeisteramt? „Früher war ich Landbauer, jetzt bin ich Städtebauer! Aber das Schöne in der Landwirtschaft ist, dass man eigentlich immer etwas sieht, einen Erfolg hat - oder natürlich auch einen Misserfolg. Aber jedes Jahr sieht man etwas neues, erntet - und das ist eigentlich eine schöne Erfüllung. In der Politik bin ich ja schon sehr lange. Ich bin mit 24 Jahren in den Kreistag gewählt worden. Seitdem bin ich im Kreistag, bin jetzt dienstältester Kreisrat und war dann 6 Jahre von 1990 bis 1996 stellvertretender Landrat. Dann hat in der Stadt Fürstenfeldbruck die CSU gefragt, ob ich nicht als Bürgermeister kandidieren möchte - und ich habe das Glück gehabt, dass ich es geschafft habe“, erklärt der Oberbürgermeister seinen Werdegang, während er weiter die Suppe vorbereitet.

Ran an den Hauptgang

Weiter geht es mit dem Spargel für den Hauptgang, den Großteil hat Frau Kellerer schon fachmännisch daheim geschält. Auch myheimat-Redakteurin Carolin Westphal darf jetzt am Gericht Hand anlegen und schält gemeinsam mit dem Bürgermeister die restlichen Spargelstangen. „Und, wo wir vorhin stehen geblieben sind, dieses Abwechslungsreiche, das ist halt auch das, was fasziniert als Bürgermeister. Jeden Tag hat man irgendwas anderes, es ist nicht eintönig - es ist zwar manchmal etwas aufregend, manchmal auch ärgerlich, aber immer rührt sich etwas. Das ist das Spannende!“
Und wenn er nach den kommenden vier Jahren noch könnte – würde er weiter machen wollen? Die Antwort kommt prompt von Frau Kellerer, welche gerade an den Kartoffeln hantiert: „Nein! Die letzten sechs Jahre waren lange genug.“ Stimmt, muss Sepp Kellerer zupflichten: „Ich bin dann auch schon 18 Jahre Bürgermeister…“ - „Du bekommst jetzt erst einmal die Fleischspieße als Auftrag“, so Frau Kellerer.

Ein Oberbürgermeister plaudert aus dem Nähkästchen...

„Also ich würde auch ganz gerne ab und zu mit meiner Frau gemeinsam etwas kochen, aber mittags wenn ich Heim komme, muss das Essen schon fertig sein,“ so der Oberbürgermeister, während er unter dem kritischen Blick seiner Frau die Filetstücke für die Hauptspeise mit Speck ummantelt und aufspießt. „Schön machst du das. Nur bissl schneller wenns geht“ lacht diese und bringt schon mal die Pfannen zum schwitzen. Und das Ehepaar erzählt weiter aus seinem Leben: „Am Anfang hat einen alles noch ein wenig beschäftigt“, erzählt Sepp Kellerer, „einmal komme ich heim, hatte ein wenig Frust und dann war ich in der Küche und habe abgespült. Mei, das Abspülen ist was schönes, da kann man sich ja so richtig abreagieren!" Und Frau Kellerer ergänzt: „Dann komm ich heim, da schwärmt er vom Abspülen! Das habe wiederum ich nicht verstanden! Also die Spieße habe ich ein wenig eingeölt, damit sie nachher leichter raus gehen, weil sie sonst so trocken sind... Jetzt ist der Speck ausgegangen, das hätte ich auch nicht gedacht!“
Aber bisher ist schon mehr als genug vorbereitet - inzwischen ist auch Familie Wieser vom Küchenstudio dazugekommen und darf dem Bürgermeisterehepaar beim Kochen mit über die Schulter schauen. „Und wenn einer ein bissl mehr Fleisch will?“, fragt die besorgte Bürgermeistergattin. „Dann gibts ned mehr! Basta“, lacht Sepp Kellerer.

Und, wie ist das jetzt so: Im Rampenlicht der Dunstabzugshaube zu stehen? „Also dadurch, dass jetzt auch meine Frau dabei ist, bin ich ruhig. Sonst hätte ich jetzt schon Bammel. Ich kann etwas Kleines machen, Kässpätzle oder so, aber so etwas Umfangreiches, da muss ich passen, da bin ich ehrlich. Aber der Landrat, der kocht gerne!“ Wissen wir, deswegen darf Landrat Thomas Karmasin auch das nächste Mal an die myheimat-Pfannen!
Kurze Zeit später kann angerichtet werden und der allgemeine Tenor der Anwesenden ist einstimmig: Absolut gelungen und äußerst lecker!

die myheimat Bürgerreporter fragen nach

Nach dem Nachtisch ist nun auch noch etwas Zeit für die Fragen der Bürgerreporter.
Herr Bürgermeister, was ist denn nun Ihre persönliche Leibspeise? „Hach, das ist immer schwierig. Ich esse eigentlich alles. Oder, habe ich irgendeine Lieblingsspeise?“ Die Frau muss also helfen: „Ja doch, Kartoffelschmarrn...und Schaschlik!“
Eine andere Frage: Anna Fischer, eine unserer Userinnen sagt, dass die Parksituation in der Innenstadt etwas schwierig ist. „Ja, das sagen alle Leute immer. Ich denke, dass die Parksituation in Fürstenfeldbruck nicht schlechter ist als anderswo. Die Leute wollen halt unmittelbar vor dem Geschäft parken und alles andere wird kaum akzeptiert. Wir haben eine Stunde freies Parken - also auch dort wo Parkuhren sind, gibt es über eine Stunde Freiticket. Was mich dann am meisten ärgert ist, dass die Geschäftsleute das selber immer vorsagen, statt dass sie sagen würden, wo wir Parkplätze haben und die Leute darauf hingewiesen werden. Das hält die Leute davon ab, dass sie nach Bruck kommen weil jeder sagt es gibt keine Parkplätze - es ist aber nicht so.“

Frau Schnorrenberg meint, dass radikal abgeholzt wurde, auch im Umland. „Das war nur beim Stausee draußen, aber das hat hohe Wellen geschlagen. Also wir haben einen Stausee und der ist in den letzten Jahren immer stärker von größeren Bäumen bewachsen. Diese Bäume schlagen ihre Wurzeln in den Stausee rein. Und wir mussten vom Wasserwirtschaftsamt aus die Bäume entfernen, sonst hätten wir vielleicht irgendwann die Situation, dass so ein Staudamm weg bricht. Aber sonst wurde nirgends abgeholzt - im Gegenteil, ich versuche auch immer, sehr viele Bäume zu pflanzen. Wir machen jetzt eine Baumpflanzaktion: 75 Jahre sind heuer Stadterhebung und da wollen wir 75 Bäume pflanzen. Jeder Stadtrat soll einen übernehmen.“
Die gleiche Userin hat auch gleich noch eine Frage, dabei geht es um den Deichensteg. Sie meinte, der sei unheimlich eng geworden. „Der Deichensteg - das war ja die große Diskussion gewesen. Da geht eine Fußgängerbrücke drüber und die Leute wollten einfach mit dem Radl drüber fahren. Da dürfen aber eigentlich nur die Fußgänger gehen. Aber wir haben jetzt 100 Meter weiter unten eine größere Brücke drüber gebaut, die ist 2,50 m oder 3m breit, da kann eigentlich auch jeder mit dem Radl drüber.“

Wir hatten auch noch eine andere Userin, Frau Susanne Hiller. Sie meinte, der Fußgängerüberweg über die Amper sei auf beiden Seiten sehr eng und gerade für Kinder gefährlich. „Wir überlegen gerade, ob wir neben der jetzigen Amperbrücke, die ja doch sehr stark belastet ist von Autos und Radlfahrern, neben dran noch eine Fußgängerbrücke extra drüber bauen. Das ist derzeit in der Diskussion. Aber das ist wirklich mal ganz interessant, was die Leute so bewegt. Woher haben Sie denn Ihre Fragen.“ - Direkt aus der Stadt und von myheimat.de!

Doch eine abschließende Frage, diesmal aus der Redaktion, haben wir jetzt noch: Was bedeutet für Sie "Heimat"? „Also ich würde sagen, Heimat ist etwas sehr bodenständiges, was traditionelles, das ist mit Werten verbunden und ich glaube, da sind wir ganz gut aufgestellt und fühlen uns wohl in Fürstenfeldbruck.“

Wer Lust bekommen hat, die tollen Rezepte nach zu kochen, wird hier fündig: Das Rezept zum myheimat Promikochen

myheimat sagt ‚Danke’ an Sepp Kellerer für so einen gelungenen und illustren Nachmittag – natürlich auch an seine Gattin!

Nicht vergessen: Am 21. Mai kocht Landrat Thomas Karmasin für myheimat.de - und es gibt zwei VIP Plätze am Tisch des Landrats zu gewinnen! Mitmachen lohnt sich, alle Infos findet ihr in der Gruppe Promikochen.

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2 Kommentare
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Bernd Aue aus Augsburg | 12.05.2010 | 16:25  
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Jenny Franz aus Stadtbergen | 08.06.2010 | 10:43  
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