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Der Bildung auf den Zahn gefühlt - Bürgermeister Dr. Ludwig Fink lud zum Neujahrsempfang

Dem nach eigenen Worten „wichtigsten Zukunftsthema in Deutschland“, nämlich der Bildung, fühlte Stadtbergens Bürgermeister Dr. Ludwig Fink auf den Zahn, als er in gewohnt humorvoller Manier seine Ansprache zum Neujahrsempfang im Bürgersaal hielt. Nicht jedem das Gleiche, sondern jedem das Seine, das er braucht, um in Freiheit wachsen und reifen zu können, lautete hierbei die Devise des Stadtoberhaupts.
Zudem sprach sich Fink für den Bau eines Gymnasiums in Stadtbergen aus. Einen derart idealen Standort müsste man erst erfinden, wenn es ihn nicht schon gäbe, sagte er und bezog sich hierbei auf bereits vorhandene Kreis- und Bundesstraßen, Straßenbahn- und Buslinien sowie Sport- und Freizeitstätten. Dass es sich um eine notwendige Baumaßnahme handelt, belegte der Bürgermeister anhand statistischer Zahlen. Demnach pendeln nach Augsburg täglich 2500 Gymnasiasten aus dem Landkreis, etwa ein Fünftel davon, mehr als 500, stammen aus Stadtbergen.
Was aber ist mit den anderen Städten, die sich ebenso wie Stadtbergen um ein Gymnasium bewerben? „Großzügig wie wir sind, billigen wir Königsbrunn eine Erweiterung des Gymnasiums, Neusäß eine Erweiterung der Berufsschule und Bobingen eine Fachoberschule zu. So wird überall Friede, Freude und Begeisterung herrschen“, schlug Fink augenzwinkernd vor.
Weniger schelmisch präsentierte sich der Bundestagsabgeordnete Eduard Oswald. Stattdessen betonte er in seinem Grußwort die Wichtigkeit stabiler und intakter Familien. Oswald wörtlich: „Bildung entsteht nicht an den Schulen allein. Was das Elternhaus nicht mit auf den Weg gibt, kann die Schule niemals reparieren.“
Einen gewaltigen Bogen vom aktuellen Kriegsgeschehen in der Welt über die hierzulande zu bewältigende Finanzkrise bis hin zur Bildungspolitik spannte indes der Landtagsabgeordnete Max Strehle. „Die Bank, die die höchste Rendite abwirft, ist die Schulbank“, sagte er abschließend.
Mit festlichen Wiener Walzermelodien umrahmte das Symphonieorchester Stadtbergen unter der Leitung von Roberto Seidel den gut besuchten Neujahrsempfang, an den sich ein Stehimbiss anschloss.
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