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Dauerärgernis: Marode Blöcke in Oberhausen

Auf die vier Wohnblöcke Schönbachstr. 50-52, Dinkelbühler Weg 4-4a und Äußere Uferstr. 105 – 107 ist Stadtrat Dieter Benkard überhaupt nicht gut zu sprechen.
Die Haustüren stehen sperrangelweit offen, die Fenster sind eingeworfen, der Müll häuft sich vor den Anwesen. Außen wie innen häuft sich der Sperrmüll und der Unrat.
Es riecht nach Feuchtigkeit und Schimmel. Ungeziefer macht sich breit, schimpft der Stadtrat. Er bemüht sich seit Jahren, diesen Schandfleck zu beseitigen. Laut Benkard wäre das wieder ein Mosaikstein für ein schöneres Oberhausen. Es ist jedoch eine unendliche Geschichte. Nach der Insolvenz der Fa. Rahn vor gut zehn Jahren gingen diese Gebäude und Häuser entlang des Wemdinger Weges an eine Württembergische Bank. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft zeigte Interesse an den obigen Häusern, schließen sie doch unmittelbar an die Wohneinheiten der WBG an. Doch das Geschäft kam nicht zustande. Man konnte sich seiner Zeit nicht über die Entsorgung der Altlasten einigen. Seither haben die vier Blöcke immer wieder den Besitzer gewechselt. Vor ungefähr 1 ½ Jahren hat sie die Firma M:A:G: Immobilien und Bauträger GmbH in der Bahnhofstraße erworben. Der gesamte Komplex steht bis auf wenige Wohnungen leer. Leider hat auch der neue Eigentümer bisher noch nichts investiert, obwohl er eine Sicherung der Gebäude versprochen hat. Stadtrat Dieter Benkard bereitet vor allem die Feuchtigkeit Sorgen, die zu den angrenzenden, neu sanierten Wohnungen der WBG durchschlagen. Lt. Herrn Mathe von der WBG haben bereits einige Wohnungen starken Schimmelbefall. Der WBG-Chef Edgar Mathe spricht von einem Skandal. Der ganze Komplex sei eine Gefahr für die ganze Umgebung. Herr Franz-Georg Möller, der Geschäftsführer von M.A.G., weist alle Vorwürfe zurück und behauptet: „Wir sind nicht schuld!“ Er schreibt die Verzögerung verschiedenen Faktoren zu: 1. Ein Käufer sei insolvent gegangen. Die gerichtliche Rückabwicklung habe sich sehr lange hingezogen. Zum anderen lege die Stadt Augsburg immer wieder baurechtliche Steine in Weg. Doch jetzt soll es endlich los gehen. Herr Möller weist darauf hin, dass sich im Stadtteil Hochfeld ein vergleichbares Objekt befindet.
Stadtrat Dieter Benkard hegt jedoch immer noch Zweifel, ob sich die Vorstellungen umsetzen lassen. Dazu braucht man Banken, von denen man die nötigen Mittel erhält. Die WBG wäre immer noch zu einem Kauf der Wohnblöcke bereit.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Stadtteilmagazin oberhauser | Erschienen am 06.05.2009
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