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Buchmesse Aschaffenburg

  Aschaffenburg: Schloss Johannisburg |

Zum vierten Mal

fand die Aschaffenburger Buchmesse im Ridingersaal von Schloss Johannisburg statt. Von 11-18 Uhr stellten sich wieder regionale Verlage, Autoren und Buchhändler vor.
Um 11 Uhr wurde durch den Verein die Buchmesse eröffnet. Oberbürgermeister Klaus Herzog nahm es in die Hand, die Messe zu eröffnen, wies auf die Literaturstadt Aschaffenburg hin und referierte kurz über das Schloss. Wie jedes Jahr mit der Preisverleihung für die Ausschreibung die der Verein zur Förderung der Dichtung am Untermain e. V. durchführte. Von Platz 5 zu Platz eins erfolgte die Lesung des Gedichtes und die Ehrung der einzelnen Gewinner. Jede(r) konnte mit einem Buchpaket, die ersten Plätze mit einem Gutschein, nach Hause gehen. Gedichtbände verkaufen sich leider sehr schlecht, wie Erik Schreiber von Saphir im Stahl sagte, der den Gedichtband Ein Augenblick für zwei anbot. Nichts desto trotz freute er sich, dass immer noch Wettbewerbe durchgeführt werden und die Gewinner eine zum Teil weite Anreise für sich in Kauf nahmen.
Die Buchmesse war dann auch ständig gefüllt. Von Beginn zeigten sich die ausstellenden Verlage und Autoren über die Zahl der Besucher erfreut. Am Abend sprachen die Veranstalter von 850 Besuchern. Ein schöner Erfolg für die Buchmesse im Schloss Johannisburg. Auf den großen Messen Frankfurt und Leipzig feiern die Verlage sich selbst. Es geht dort schon lange nicht mehr um Verträge. Man tauscht Visitenkarten, nimmt nach der Messe Kontakt auf. Auf kleinen Regionalmessen ist das anders. Hier tauschen sich Verlage und Autoren aus. Schauen was die anderen machen, fragt nach Druckereien, Lektoren, Graphikern, mit denen man zusammenarbeitet und anderes mehr. Man ist sich auch nicht zu fein, zu sagen wie viele Bücher man verkauft, was geht gut, was gar nicht. So konnten Peter Ripper und Uwe Meyer die Meinung vertreten, Krimis gehen immer. Peter Ripper mit seinem Verlag Vogelfrei ist seit Jahren im Rhein-Main-Gebiet unterwegs, schreibt, liest, präsentiert seine Krimis. Uwe Meyer vom Verlag Wind und Sterne bietet ebenfalls Krimis an. Im Gegensatz zu den Taschenbüchern von Peter Ripper sind diese gebunden, mit Schutzumschlag und farbigen Zeichnungen versehen. Sein Graphiker macht hervorragende Arbeit und so kann auch er mit den teureren Büchern punkten. Man ist als Leser gern bereit, diese später gern in das Regal oder den Bücherschrank zu stellen. Die Buchmesse im schönen Ridingersaal ist ein Traum für jeden Buchliebhaber aus der Region. Wo sonst kann man Autoren und Bücher“macher“ hautnah erleben? Nicht auf den großen Messen, wo man sich durch die Gänge schiebt und wo kaum einer Zeit hat. Hier auf der regionalen Buchmesse nimmt man sich zeit. Man streift langsam an den Ständen entlang. Wenn man fragen hat, bleibt man stehen und bekommt sie beantwortet. Man lässt sich die Handlungen der Romane erzählen, am besten in drei Sätzen und setzte sich anschließend in eine der vielen Kurzlesungen, um Autoren live zu erleben. Wohlfeile Sätze werden vorgetragen, oder einfach nur Spannung, man wird auf gefährliche moralische Abwege geführt, Kunstbücher werden vorgestellt und Romane, Sachbücher, Fachbücher und Kinderbücher.
In dieser bunten Buchgemeinschaft sah man, was andere Buchbegeisterte mit derselben Leidenschaft fast täglich von sich geben. Als Besucher erlebt man die Menschen hinter den Büchern und lernt persönlich kennen. Ist es ein Erlebnis für den Besucher, die Autorin Brina Stein kennenzulernen, die von ihren Kreuzschifffahrtsreisen berichtete, oder Kai-Uwe Alexi mit seinen Kriminalromanen, so ist es für die Herausgeber und Verleger wichtig zu sehen, ob seine Bücher ankommen, oder wo das Hauptinteresse liegt. Der Verlag Saphir im Stahl hatte drei Bücher über die Vergangenheit Aschaffenburgs herausgebracht. Aus Aschaffenburg und dessen Umgebung alten Tagen, Schloss Aschaffenburg und Aschaffenburger Klosterbilder. Enttäuscht musste der Herausgeber feststellen, man nahm die Bücher gern in die Hand, zeigte aber ansonsten wenig Interesse an der Vergangenheit der unterfränkischen Metropole.
Ich war dieses Jahr zum vierten Mal hier und war wieder überwältigt von all den Eindrücken. Die Messe ist nicht groß, findet nur alle zwei Jahre statt, aber sie ist schön.
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