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Filme gratis im Netz, Musik gratis im Netz - welche Websites sind illegal?

Filme, Musik und Computerspiele kosten in der Regel Geld. Wer die neusten Streifen, Tracks und Games legal haben will, muss sie kaufen. (Foto: Thorben Wengert / pixelio.de) (Foto: Thorben Wengert / pixelio.de)
Den Betreibern von kino.to wurde das Handwerk gelegt. Die Website ist dicht, illegal kostenlos angebotene Filme gibt's auf kino.to jetzt nicht mehr. Doch woran erkennt der Verbraucher eigentlich, ob eine Seite illegal ist?

Musik und Filme gibt's im Netz zuhauf. Die neuesten Pop-Perlen werden zum Teil ebenso kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt wie brandaktuelle Kinofilme. Die Songs und Videos werden dabei in vielen Fällen illegal angeboten. Wer sich solche Raubkopien beschafft, macht sich strafbar. Bis zu 5 Jahre Gefängnis drohen fürs illegale Kopieren von Filmen, Computerspielen und Musik. Doch woran erkenne ich überhaupt, ob die Film-Website meines Vertrauens oder die Musik-Plattform meiner Wahl mir die neuesten Songs und Actionstreifen legal oder illegal anbietet?

Kommerzielle Filme sind nicht gratis!
In der Regel gibt es kommerziell vertriebene Musik und Computerspiele ebenso wie Filme nicht umsonst. Legale Internetportale, auf denen Filme oder Musik vertrieben werden, verlangen für jeden Film oder jede mp3 Geld. Ausnahmen sind meist Independent-Filme, Studenten- oder Spaß-Projekte, Kurzfilme und Werbefilme bzw. im Bereich Musik Plattformen wie track4.de, auf denen unbekannte Bands und Solokünstler mit kostenlosen eigenen Songs auf sich aufmerksam machen wollen.

Aktuelle Kinofilme zum Download, aber kein Impressum?
Die meisten illegalen Websites verschleudern Raubkopien zum Nulltarif. Filme gratis downloaden ist somit zumeist kein Kavaliersdelikt. Wer beispielsweise jetzt Transformers 3 kostenlos aus dem Netz zieht, muss davon ausgehen, dass er sich den Film gerade illegal beschafft. Den der Blockbuster läuft ja momentan erst im Kino an oder flimmert erst in Kürze über die Leinwand. Bei Kinofilmen, die aktuell noch in den Lichtspielhäusern gezeigt werden oder noch nicht uralt sind, sollte schon der Instinkt und Verstand von Internetnutzern und Cineasten automatisch skeptisch bei kostenlosen Download-Angeboten sein. Insbesondere wenn die Betreiber der Website, auf der der Film, das neueste PC-Spiel oder die aktuelle Single von Lady Gaga und Co. gratis angeboten werden, nicht zu ermitteln sind. Ein fehlendes Impressum auf einer Internetseite deutet in der Regel darauf hin, dass an der Website irgendetwas nicht ganz koscher ist.

Illegale Warez aus Tonga
Ein klares Indiz dafür, dass eine Website illegal ist, ist die Domain-Endung .to. Eigentlich ist ".to" die Länderkennung von Tonga - einer Insel in Ozeanien. Doch längst werden Adressen mit der Endung .to von einer Registrierungsstelle verwaltet, die keine Angaben über Website-Betreiber macht, die sich eine .to-Domain sichern. Klar, dass gerade Betreiber illegaler Websiten, allen voran Raubkopierer, sich .to-Adressen kaufen. Einen illegalen Braten riechen können Internetnutzer auch, wenn Begriffe wie "Moviez", "Gamez" oder "Warez" auf der Website auftauchen. Denn diese werden von der Raubkopierer-Szene geprägt.

Fazit:
Wenn kommerzielle Inhalte gratis angeboten werden, ist Vorsicht geboten! Außerdem sollten Seiten mit Schlüsselbegriffen von Raubkopierern oder der Endung ".to" generell gemieden werden. Wer diese Ratschläge befolgt, sollte nicht so leicht auf illegale Webseiten kommen!

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