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Firmbewerber aus Mardorf und Erfurtshausen im Schloss Buchenau

 

Intensive Firmvorbereitung im Schloss Buchenau


50 Firmbewerber aus Mardorf und Erfurtshausen fuhren für 2 Tage in die Rhön, um sich mit den Themen Versöhnung und Gebet zu beschäftigen.

Am Freitag Morgen um 8.00 Uhr ging´s los, heute mal nicht in die Schule, sondern mit dem Bus nach Buchenau bei Eiterfeld in die Rhön. Dort, im Schloss, wurden zunächst die Zimmer bezogen, aber schon um 10.30 Uhr fiel der Startschuss. Mit meditativen Gedanken nährten sich die Jugendlichen dem Thema Versöhnung, Buße und Beichte. Pfarrer Wondrak führte, ergänzt durch Pfarrer Schmidt, aus, dass die Beichte einem Menschen „Steine von der Seele“ nimmt. Diese Steine legte jeder der Firmbewerber nach dem Empfang des Sakramentes in der Mitte ab. Um jedem Jugendlichen ein Beichtgespräch zu ermöglichen, verstärkte Kaplan Alexander Best das Team der Geistlichen.

Während die Jugendlichen immer abwechselnd die Beichtgelegenheit in Anspruch nahmen, erarbeiteten die anderen in Gruppen zu dritt und zu viert Kollagen zu 15 Kreuzwegstationen. Hier standen die Katechetinnen Heidi Züchner, Janina Pietzonka, Birgitt Lemmer und Christiane Kempf aus Mardorf und Ilse Seumer und Marion Rhiel aus Erfurtshausen mit Rat und Tat, mit geistlichen Impulsen und praktischen Tipps zur Verfügung.

Nach dem Abendessen machte sich alle mit Taschenlampen auf den Weg in Wald und Feld, um den selbst gestalteten und mit Gebeten und Fürbitten ergänzten Kreuzweg zu beten. Dies war ein sehr intensives Erlebnis, vor allem, weil jeder seine Gedanken und Gebete, seine ganz persönlichen Bitten verbunden mit allen anderen äußeren konnte. Auch der Gesang klang weit in die dunkle Nacht. Nach gut 90 Minuten stand der Abend zur freien Verfügung bis gegen 22.30 Uhr um Nachtruhe gebeten wurde.

Der Samstag begann nach einem reichhaltigen Frühstück mit einer kurzen Morgenmeditation. Hier ging es darum, dass jeder Einzelne so gut ist, wie er/sie ist, von Gott gewünscht und beim Namen gerufen. Jeder trägt einen Funken von Gottes Licht und Wärme, von seiner Göttlichkeit in sich. Dies fasste das Gebet des Heiligen Patrick in prägnanter Weise zusammen.

So vorbereitet auf den Tag verteilten sich die Firmlinge in vier Workshops, die jeweils eine Stunde dauerten. Jeder nahm an allen Arbeitsgruppen teil:
Im Workshop Gebet diskutierten die Jugendlichen mit Birgitt Lemmer über die Bedeutung des Betens angefangen vom Rosenkranz über die Grundgebete bis hin zu frei formulierten, sehr individuellen Zwiegesprächen mit Gott. Aus diesem Workshop wird ein Gebetbuch entstehen, an dem sich jeder Firmbewerber beteiligt hat.

Anschließend leiteten Janina Pietzonka und Marion Rhiel zum Gestalten eines Mosaikkreuzes an. So unterschiedlich wie die TeilnehmerInnen so verschieden sind auch die kunstvoll gefertigten Kreuze. Sie sollen im Rahmen des Firmgottesdienstes gesegnet werden und den jungen Menschen eine bleibende Erinnerung an die Zeit der Firmvorbereitung sein.

Danach stand die Bibel im Mittelpunkt. Ziel diese Workshops, den Heidi Züchner betreute, war es sich in der Bibel zurecht zu finden und über einzelne Passagen nachzudenken. Köstliches Nebenprodukt jeder Gruppe war ein „Bibelkuchen“. Diese wurden am Nachmittag zusammen genossen.

Im letzten Workshop hatten Ilse Seumer und Christiane Kempf das Ziel, die Firmvorbereitung mit der Gemeinde zu verknüpfen. So bereitete jede Gruppe einen Gottesdienst für die kommende Zeit vor: Zuerst wurde der Abschlussgottesdienst für diese Firmwochenende erarbeitet. Er stand unter dem Zeichen des Sonntagsevangeliums: Die Versuchungen Jesus und die Versuchungen unserer Zeit.
Die nächste Gruppe hatte viele gute Ideen für einen Jugendgottesdienst in der Fastenzeit. Dieser steht unter dem Thema: „Wer bin ich und wie kann ich mich mit Gott versöhnen“. Hierfür wurden Fotos von allen Gruppenteilnehmern inklusive Katechetinnen und Priestern gemacht. Man darf gespannt sein, wie die Gruppe ihre Ideen umsetzt.

Außerdem wurden die Ölbergstunde, die an die Nacht des Leidens Jesu Christi erinnert, vorbereitet und ein Familiengottesdienst am Ostermontag.
Nach einem außergewöhnlich guten Mittagessen und der Abschlussrunde wurden gegen 15.00 Uhr die Eltern begrüßt und gemeinsam die Bibelkuchen verspeist. Danach marschierten alle gemeinsam zur örtlichen Pfarrkirche. Sie war bis auf den allerletzten Platz einschließlich aller möglichen Zusatz-Sitzgelegenheiten besetzt. Dieser Gottesdienst rundete die gemeinsamen Tage der Firmlinge aus Erfurtshausen und Mardorf ab. Die jungen Menschen zeigten nicht nur ihren Eltern, dass sie ihrer Ziel, sich ganz bewusst für Gott und für die Firmung zu entscheiden, ein großes Stück näher gekommen sind. Die Gemeinschaft unter einander ist gewachsen und kann nur als sehr kameradschaftlich und vertrauensvoll beschrieben werden.

Sowohl Herr Pfarrer Wondrak als auch die Katechetinnen sind sich einig: „So ein Wochenende ist aus unserer Form der Firmvorbereitung nicht mehr wegzudenken. Es ist eine Bereicherung für die Jugendlichen, aber auch für die Erwachsenen. Die Auseinandersetzung mit dem Glauben, die Möglichkeit zur Versöhnung mit Gott und die Erfahrung, wir alle gehören in Christus zusammen, ist an so einem Wochenende in viel höherem Maße möglich als zu Hause. Auch wenn wir alle völlig geschafft nach Hause gekommen sind, möchten wir diese Tage im Schloss Buchenau nicht missen!“
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