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JGV Mittelhessen / Revier Niederklein: Wildernder Mischlingshund hetzte Reh in Niederklein

Hundeführung ist mehr als seinen Hund an- oder abzuleinen. Jeder Hund muss ausgebildet werden damit er im Gehorsam steht und die Gefahren für seine Umwelt minimiert werden. Das bedeutet Arbeit für Hund und Führer! Dieser Umstand ist nicht jedem Hundebesitzer klar. Im Bild: Ein gut ausgebildeter Gebrauchshund des JGV Mittelhessen mit seiner sachkundigen Führerin.
Am Donnerstag, den 28. Februar 2013 hetzte ein wildernder Mischlingshund ein Reh in der Gemarkung Buchwald Niederklein und zog es nieder.

Die Verletzungen der trächtigen Ricke waren so schwer, dass es von einem arlarmierten Jäger des Niederkleiner Reviers erschossen werden musste.
Die beiden Kitze der tragenden Ricke waren noch nicht lebensfähig.


Helmut Feußner, Revier Niederklein, selbst erfahrener Hundeführer und Mitglied im Jagdgebrauchshundverein Mittelhessen erklärte, dass sich die Hundehalterin des wildernden Hundes nach der Hetze ihres Hundes absolut korrekt verhalten habe. Sie habe die Verständigung des Jägers veranlasst um das schwer verletzte Wildtier von seinen Schmerzen erlösen zu lassen.
Die zuständige Ordnungsbehörde und die Jagdgenossenschaft Niederklein nahmen den Vorfall zum Anlass um öffentlich an alle Hundehalter zu appellieren auf ihre Hunde zu achten.

Die getötete Ricke wird der Hundehalterin in Rechnung gestellt. Von dem Erlös will Helmut Feußner 20 Hinweistafeln des Deutschen Jagdschutzverbandes im Revier aufstellen auf denen einfache Verhaltensweisen für Revierbesucher und Hundehalter zu entnehmen sind, die helfen sollen solche Vorfälle zu vermeiden. Den Restbetrag jener 300,00 Euro möchte der aktive Jäger und Naturschützer für den Vogelschutz in der Region spenden. Nishilfen sollen vor der Brutsaison dafür angeschafft werden.

Der Jagdgebrauchshundverein Mittelhessen, der neben der Jagdgebrauchshundausbildung auch Gehorsamskurse für Nichtjäger und Begleithundeführer anbietet, hat seine Übungsleiter für diese nicht neue Thematik aufgrund des aktuellen Anlasses erneut sensibilisiert und gibt seinen Hundeführern in Ausbildung entsprechende Verhaltensregeln mit auf den Weg.

Seine Mitglieder rief der Verein dazu auf, die entsprechenden Vorgänge beweiskräftig zu dokumentieren und sie auch den Landesjagdverband Hessen für die Dokumentation über wildernde Hunde zu melden.
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