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Spaziergang im Park an Villa Meßmer

Alzenau: Villa Meßmer | Sanierungskonzept: Landschaftsarchitekt will Hang mit Wegen erschließen - Stadtrat billigt Vorhaben
Der Park an der Villa Meßmer, oberhalb des Alzenauer Hauptbahnhofs gelegen, wird erneuert. Wege sollen Besucher zum Spaziergang einladen. Foto: Manfred Leichtenschlag


ALZENAU. Wenn in zwei Jahren die Gartenschau in Alzenau die Besucher anlockt, soll sich der Park rund um die Villa Meßmer auf dem Hang oberhalb des Hauptbahnhofs als zusätzliches Schmuckstück zeigen. Vom Freisinger Landschaftsplaner Rolf Lynen am Donnerstagabend vorgestellte Pläne dazu billigte der Stadtrat. Der Rat ließ allerdings noch etliche Wünsche erkennen, die der Planer möglichst berücksichtigen soll.

Die Stadt Alzenau hat das Parkgelände rund um die Villa von der katholischen Kirchengemeinde gepachtet. Der Vertrag läuft über 30 Jahre.

Planer Lynen zeigte in der Ratssitzung historische Fotos von Villa und Park und erläuterte seine Vorstellungen zur Sanierung. So will er Wege mit Betonflächen durch Sandsteinplatten ersetzen. Grundsätzlich gelte es, den historischen Zustand zu erhalten wie zum Beispiel attraktive alte Mauern. Von der Villa soll ein Weg talwärts durch den alten Baumbestand führen. Wegen des Höhenunterschieds müssen dazu Stufen angelegt werden. Sie führen den Spaziergänger dann wieder zurück auf die Höhe zu einer Terrasse, von wo aus ein Ausblick auf die Stadt Alzenau möglich ist.

Die Bepflanzung bleibt erhalten und wird nur an einigen Stellen neu gestaltet. Erdbewegungen will Lynen weitgehend vermeiden. Geschaffen wird eine Wasserfläche mit einer Fontäne. Die Wasseranlage sei ein Rückgriff auf den ursprünglichen Bestand, erläuterte der Planer. Auf der Südwestseite des Hangs will Lynen Weinreben pflanzen lassen. Landschaftsplaner Lynen errechnete zur Sanierung für die fast 10 000 Quadratmeter große Parkanlage eine Kostensumme von 384 500 Euro.

Über Kosten nachdenken

In der Diskussion schlug Bernd Pontani (CSU) vor, einen zweiten Eingang zum Parkgelände zu verwirklichen. Gleichzeitig müsse nochmals über das Kostenvolumen nachgedacht werden. Gerhard Dehn (SPD) wünschte sich, dass auch alte Besucher und Rollstuhlfahrer den Park an der Villa Meßmer nutzen können. Dehn sprach außerdem den Pflegeaufwand für den Park an.

Dazu bemerkte Lynen, der Pflegeaufwand bleibe gering, weil der Park naturnah gestaltet sei. Völlige Barrierefreiheit sei schwer zu verwirklichen. Eine Begehung mit Kinderwagen jedoch realistisch. Die Umsetzung aller Vorhaben dauere drei bis vier Monate erklärte Lynen. Jeanette Kaltenhauser (FDP) und Peter Lenhardt (Freie Wähler) stellten den Bau einer Terrasse an der Villa infrage. Der Terrassenbau kostet laut Lynen rund 30 000 Euro. Burkard Jung (Grüne) begrüßte die naturnahe Parkgestaltung.

Bürgermeister Alexander Legler (CSU) erinnerte daran, dass staatliche Fördermittel beantragt werden. Irene Treffert (SPD) mochte die Kosten nicht als Hauptargument betrachten. Sie schlug Gespräche mit der Kirchengemeinde vor. Dies sei beabsichtigt, versicherte Michael Neumann von der Stadtverwaltung. Reinhold Offermann
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