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Internet - Kabel in der Gemeinde Algermissen

Folgende Anfrage stellte ich der Gemeinde Algermissen:

Gemeinde Algermissen
z.Hd. dem Herrn Bauamtsleiter
Herr Voges

Dirk Bethge, Schachtweg 8
31191 Algermissen OT Lühnde


Betreff: Bauarbeiten Schachtweg

Sehr geehrter Herr Voges,

im Zuge der Bauarbeiten Schachtweg, Erneuerung der Kanalisation würde ich gerne von ihnen wissen, ob hier die Gelegenheit genutzt wird gleichzeitig sogenannte Leerrohre zu verlegen für künftige Glasfaseranschlüsse an die Haushalte. In einem Artikel aus der Zeitschrift „Focus“ Ausgabe Nr. 33/12 vom 13.August 2012 wird über das Thema „Das Warten auf das Giga-Netz“ geschrieben und der Problematik der nicht vorhandenen Glasfaserkabel.-
Da in der Gemeinde Algermissen bereits Glasfaserkabel liegen bis zu den einzelnen Knotenpunkten, wäre es doch nur logisch, wenn bei Erdarbeiten in den Straßen gleich Leerrohre verlegt würden um den Weg zu ebnen für den Anschluss der einzelnen Haushalte an das Glasfasernetz ohne die Straße neu öffnen zu müssen.

In dem Artikel aus dem „FOCUS“ von Michael Franke / Andre Weikard Zitat:

Was können Wirtschaft und Politik nun tun, damit Deutschland auch im Internet-Zeitalter wettbewerbsfähig bleibt? Experten fordern schon seit Langem mehr Effizienz bei den Buddelarbeiten rund um die High-Tech-Kabel. Hannes Schwaderer, Deutschlandchef von Intel und Leiter der Wirtschaftsinitiative D21:
„Egal, ob es sich um Erdarbeiten für Fernwärme oder Strom handelt. Wird irgendwo in Deutschland die Straße aufgerissen, dann müssen gleichzeitig Leer-Rohre für Glasfaser verlegt werden.“ Zitat-Ende FOCUS Nr. 33/12

Hierauf bezieht sich meine Anfrage mit dem Interesse an einen Glasfaseranschluss. Auf eine baldige Antwort freue ich mich gemeinsam mit meiner Ehefrau Annemarie Bethge.

Mit freundlichem Gruß,

Dirk Bethge

Folgende Antwort erhielt ich:

Hallo Herr Bethge,

vielen Dank für Ihre Mail.

Natürlich haben wir uns mit der von Ihnen angesprochenen Verlegung von Leerrohren beschäftigt. Nach Auskunft der Telekom sind alle Ortschaften der Gemeinde Algermissen mit Glasfaserkabel versorgt, die bis in die Verteilerkästen reichen. Lediglich von da bis in die einzelnen Haushalte wird noch Kupfer benutzt. Leerrohre in den Straßenbaumaßnahmen wie bspw. im Schachtweg sind daher nach Auskunft der Telekom nicht notwendig.

Gleichwohl gibt es immer wieder Beschwerden einzelner Haushalte hinsichtlich der DSL-Anschlussmöglichkeiten. Im nächsten Gemeindeboten wird daher ein Aufruf stehen, dass solche Einzelfälle im Rathaus gemeldet werden um konkret Lösungen zu suchen (sh. Anlage)

Liebe Grüße auch an Ihre Frau.

Mit besten Grüßen

Wolfgang Moegerle
Bürgermeister der Gemeinde Algermissen
Marktstrasse 7
31191 Algermissen


Ich habe darum noch einmal meineAussage/Anfrage wiederholt:

Hallo Herr Moegerle,
erst einmal herzlichen Dank für ihre Antwort, die ich jedoch als höchst unbefriedigend empfinde. In ihren Ausführungen wiederholen sie mich, was ich ihnen bereits geschrieben hatte. Vorhandenes Glasfaser in der Gem. Algermissen bis zu den Knotenpunkten. Scheinbar habe ich mich unverständlich ausgedrückt. Leerrohre sind sehr wohl erforderlich für die Glasfaseranschlüsse bis hin in die einzelnen Haushalte um für die Zukunft gerüstet zu sein. Kupferkabel ist nur bedingt leistungsfähig und kann die hohen Datenströme der Zukunft nicht übermitteln. Die Auskunft der Telekom kann ich nicht nachvollziehen und ist für mich nicht schlüssig da allen die sich mit diesem Thema befassen das längst geläufig ist. Wenn ihnen da noch Wissensbedarf fehlt, dann empfehle ich ihnen den FOCUS August 2012.

Nochmal zum nachlesen: Zitat FOCUS August 2012

1. DSL: Die physikalischen Ausbaugrenzen der alten Kupferkabel sind erreicht. Sie müssen ersetzt werden. Vom Verteilerkasten bis hin zu den einzelnen Abnehmern.
2. VDSL: Bei VDSL (50 Mbit/s) reicht die Glasfaser bis zum Verteilerkasten, dann bremst eine Kupferanbindung die Geschwindigkeit. (Das ist das was wir jetzt haben.)
3. Glasfaser: Langfristig gibt es zur Glasfaser ins Haus keine Alternative. Nur die Lichtleitertechnik startet den Daten-Turbo.
4. LTE.: Breitband über Mobilfunk hat den Nachteil, dass sich die Nutzer die Übertragungstechnik der Sendemasten teilen müssen.
5. Fazit: Beim Datenaufkommen in der Zukunft seien es Fernsehprogramme oder sonstige Datenübermittlungen (Gewerbetreibende u. Selbstständige)) wird das Volumen immer höher und bedarf der physikalischen Voraussetzung. Hier muss in die Zukunft gedacht werden und nicht irgendwann wieder eine Straße geöffnet werden weil etwas versäumt wurde.

Meine Frau und ich sind gespannt auf ihre Antwort.

MfG, Dirk Bethge
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6 Kommentare
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Lars Klingenberg aus Lehrte | 23.08.2012 | 23:10  
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Dirk Bethge aus Algermissen | 24.08.2012 | 07:48  
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Lars Klingenberg aus Lehrte | 25.08.2012 | 12:58  
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Dirk Bethge aus Algermissen | 25.08.2012 | 19:27  
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Dirk Bethge aus Algermissen | 11.09.2012 | 12:11  
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Dirk Bethge aus Algermissen | 16.03.2018 | 12:27  
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