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Die Marktgemeinde Aindling: Ein Ort mit langer Geschichte

  Die Gründung der Marktgemeinde Aindling reicht weit ins Mittelalter zurück, die erste urkundliche Erwähnung des Ortes war um 1033, als Kaiser Konrad II dem aus Freising stammenden Bischof Egilbert den "Königshof Enilingun" schenkte. Aindling, welches aus einer Kirche, einem Herrenhaus und einigen Hofstellen bestand, wurde im Spätmittelalter dann als Wittelsbacher Amtssitz bezeichnet.
Die Marktgründung des Dorfes Aindling ist hauptsächlich auf zwei Ereignisse zurückzuführen. Im Jahre 1392 wurde ein Teilungsvertrag abgeschlossen und 1479 wurde Aindling das Marktrecht verliehen. Doch die eigentlichen Beweggründe für die Marktrechtsverleihung liegen zwischen diesen beiden Jahreszahlen. Die wichtigsten Punkte sind wohl der Bau des großen Marktplatzes und die Ansiedlung von herzoglichen Eigenleuten.
Die Geschichte Aindlings ist geprägt durch drei harte geschichtliche Schläge, einer davon ist der Dreißigjährige Krieg. Die Schweden fielen über die Gemeinde her, doch die Bewohner setzten sich zur Wehr, und flohen letztendlich in die umliegenden Wälder. Doch trotz alledem starben allein an den Folgen des Krieges 45 Menschen.
Doch nur ein Jahr später brach eine noch viel schlimmere Katastrophe über die Bewohner herein, der „Schwarze Tod“. Allein im Jahre 1633 starben in Aindling 53 Menschen, doch das war nur der Anfang. In den nächsten 4 Jahren mussten 172 weitere Opfer ihr Leben durch die Pest lassen.
Ein weiteres für den Ort einschneidendes Ereignis war der große Karfreitagsbrand am 11. April 1800. Als vormittags das Feuer in Oberbräu ausbrach, breitete es sich durch einen starken Südwestwind rasend schnell auf die umliegenden Häuser aus. Da es sich bei den Häusern um alte Fachwerkgebäude mit Strohdächern handelte, war es fast unmöglich das Feuer aufzuhalten. Diese Bedingungen führten wohl letztendlich dazu, dass am Abend 40 Gebäude niedergebrannt waren.
Schon von der Gründung der Gemeinde an waren die meisten Bürger in der Landwirtschaft tätig oder in Zünften organisiert. Später dann um das Jahr 1700 waren schon über zwei Drittel der Bevölkerung im Gewerbe tätig.
Im Jahre 1695 wurde der erste Verein des Ortes gegründet: die Privilegierte Schützengesellschaft, später im Jahre 1872 die FFW Aindling. Im Jahre 1892 gründete man die Liedertafel Aindling und 1906 kam der Kath. Burschenverein hinzu. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1946 dann der TSV Aindling gegründet.
Im Jahre 1506 wurde die erste Schule erbaut, die bis heute noch mehrmals ihren Standort wechselte. Ein weiterer Schulneubau war der Bau der Hauptschule von 1972-1978.
Im Jahre 1833 wurde der Markt Aindling aufgrund einer Verfassungsänderung auf eine Ruralgemeinde heruntergestuft. Bis 1848 dauerte die unruhige Umstrukturierung an, durch die der Ort am Ende sogar einen weiteren Wirtschaftsauschwung verzeichnen konnte.
Die innere Struktur der Gemeinde konnte in den folgenden Jahren durch den Bau eines Distriktkrankenhauses, einer Kindertagesstätte und durch die Ansiedlung der Sparkasse erheblich verbessert werden. Auch die Elektrifizierung trug hier erheblich dazu bei. Das um 1900 erbaute Kreiskrankenhaus Aindling wurde in den 90er Jahren durch ein Senioren und Pflegeheim ersetzt. Eine weitere Errungenschaft der Gemeinde ist der 2001 angelegte Erdgasanschluss. Der Markt Aindling weist neben einer schönen Wohnlage auch eine gute Infrastruktur mit Ärzten, Einkaufsmöglichkeiten, Grund- und Hauptschule mit öffentlichem Hallenbad usw. auf. Derzeit wird in die Ortsdurchfahrt im Markt Aindling komplett neu gestaltet. Ein weiterer Höhepunkt ist der Rathausneubau am Marktplatz. Das Rathaus soll im Frühjahr 2011 feierlich eingeweiht werden und wird zu einer Aufwertung der ganzen Marktgemeinde führen.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin aichacher | Erschienen am 26.03.2010
myheimat-Stadtmagazin aichacher | Erschienen am 02.11.2013
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1 Kommentar
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SC Biberbach aus Biberbach | 18.03.2010 | 10:51  
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