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Gute Gründe für einen Minikreisverkehr in der oberen Vorstadt

Aichachs Kommunalpolitiker lauschten den interessanten Ausführung von Peterhausens Bürgermeister. (Foto: Helmut Beck)
(hbe)

Dass die Obere Vorstadt gestalterisch aufgewertet wird und dass mit der Umgestaltung des öffentlichen Raumes auch eine attraktive Verbindung zwischen dem Einkaufszentrum Milchwerk und der Innenstadt geschaffen wird, ist im Interesse der CSU-Fraktion. Allerdings scheint in der Umsetzung, trotz der Bürgerwerkstätten und Prüfungsaufträge, momentan immer noch „sehr viel Sand im Getriebe zu sein“. Aktuell ist auch noch keine Lösung in Sicht, wie man den Einmündungsbereich vor der Konditorei Gulden gestaltet. Die CSU-Fraktion sieht in einem sogenannten „überfahrbaren Minikreisverkehr“ mit einem Durchmeser von 20 Metern einen möglichen Planungsansatz, um den Verkehr flüssig zu halten, die Geschwindigkeit zu reduzieren und die Querungsmöglichkeiten und die Sicherheit für die Fußgänger wesentlich zu verbessern. Natürlich muss der angedachte Minikreisverkehr leistungsfähig sein und auch mit einer optimalen Parkraumnutzung im Einklang stehen. Wie funktioniert ein sogenannter „überfahrbarer Minikreisverkehr“ in der Praxis? Mit dieser Frage beschäftigten sich CSU-Fraktion und CSU-Ortsverband und informierten sich in der Gemeinde Petershausen, in der eine derartige Verkehrsanlage seit 2014 schon in Betrieb ist. Petershausens Erster Bürgermeister Marcel Fath (Freie Wähler) erläuterte den Aichacher Kommunalpolitikern den Kreisel vor Ort. Auch in Petershausen diskutierte man anfangs die Kreuzungsvarianten und nach einer Versachlichung der Diskussionen gingen die Überlegungen dahin, den Knoten mit einem überfahrbaren Kreisverkehr leistungsfähig und sicher zu gestalten. Auch hier gingen drei Parkplätze verloren und die anfängliche Skepsis der Anlieger wich zwischenzeitlich einer vollen Akzeptanz, auch der Geschäftsleute. „Das Geschwindigkeitsniveau im Kreisverkehr hat deutlich abgenommen und es ist eine gewünschte Beruhigung des Verkehrs eingetreten“, so der Bürgermeister. In Bezug auf das Unfallaufkommen ist der relativ kleine Kreisel sicher gestaltet und auch leistungsfähig, der mit nur 17 Meter Durchmesser auch den Stoßverkehr bewältigt. Ein Vorteil für die Fußgänger sind auch die behindertengerecht ausgestalteten Überwege an allen Ästen. Vor Ort konnten sich die Fraktionsmitglieder über die Leichtigkeit des Verkehrsflusses überzeugen und auch die störungsfreien Verkehrsvorgänge mit Bussen und Schwerverkehr beobachten. Am Ende festigte sich die Meinung der CSUler, dass die Minikreisverkehrsanlage eine denkbar Alternative am Knoten Werlberger-/Augsburger- und Münchener Straße in Aichach darstellen kann. Nach einem regen Gedankenaustausch zu verschiedenen kommunalpolitischen Themen im Sitzungssaal bedankte sich Fraktionsvorsitzender Helmut Beck bei Bürgermeister Fath für die interessanten Informationen und freute sich über die Gastfreundschaft.
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