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Vulkan hat uns Menschen und die Technik im Griff - und nicht umgedreht!

Vielleicht provokant, vielleicht überlegenswert?
Endlich hat uns mal die Natur in ihrer Gewalt und nicht umgedreht!

Der Vulkan beim Eyjafjalla-Gletscher liegt rund 2000 Kilometer von Kontinentaleuropa entfernt. Trotz dieser grossen Distanz musste der Luftraum über weiten Teilen Nordeuropas ab Donnerstag für den Flugverkehr gesperrt werden. Die klebrige Asche könne die Sicht behindern sowie die Funktion der Triebwerke und Messgeräte bis zum Totalausfall beeinträchtigen. Ausserdem könne unter der statischen Ladung der Asche auch der Funkverkehr leiden.

Der Vulkan speit seine Asche bis auf eine Höhe von 13 Kilometern. Der Jet-Stream, der zurzeit auf 9 Kilometern Höhe weht und Geschwindigkeiten von bis zu 400 Kilometern pro Stunde erreicht, verfrachtet sie in Richtung Europa. Die Aschewolke wird zwischen dem Tief über Island und dem Hoch über Irland vor allem in Richtung Grossbritannien und Norwegen geleitet. Betroffen sind seit einigen Tagen fast das komplette Europa - bis hin nach Nordrussland!

Schwierige Aufgabe für Piloten.

Fliegt ein Flugzeug in eine Wolke aus Vulkanasche, sind die Piloten angehalten mit einer 180-Grad Kurve hinaus zu fliegen. Doch ist es nicht einfach, solche Wolken zu erkennen.
Nachts seien sie wegen der Dunkelheit nicht sichtbar. Tagsüber seien sie oft in einer Wolkendecke eingebettet.
Wenn es hell sei, könnten jedoch rasch die Ablagerungen der Vulkanasche beobachtet werden. Die Asche besteht aus zerriebenem Gestein, kleinen Lavafetzen und Kristallen.

Zwei Beinahe-Abstürze.

Aus den vergangenen 20 Jahren sind 80 Vorfälle belegt, bei denen Flugzeuge durch Vulkanasche beeinträchtigt wurden. Zwei Boeings 747 mit jeweils fast 500 Personen an Bord wären dabei nach Angaben von Experten fast abgestürzt, 20 weitere Flugzeuge erlitten Schäden mit Reparaturkosten von Hunderten von Millionen Euros.

1982 machte das Phänomen erstmals Schlagzeilen beim «Vorfall von Jakarta». Ein Jumbojet der British Airways flog auf dem Weg von London nach Auckland in Neuseeland in 11'000 Meter Höhe in eine Aschewolke des Vulkans Galunggang. Alle vier Triebwerke fielen aus, das Flugzeug ging in einen Segelflug über.

Erst in 4100 Meter Flughöhe gelang es der Besatzung, die Motoren wieder zu starten. Per Hand manövrierte die Crew das Flugzeug auf einem grob berechneten Gleitstrahl zu einer Notlandung in Jakarta. Weil die Asche die Frontscheibe förmlich sandgestrahlt hatte, flogen die Piloten ohne Sicht.

1989 trudelte eine 747-Maschine der niederländischen Fluglinie KLM auf dem Flug nach Anchorage im US-Staat Alaska fünf lange Minuten mit 231 Passagieren an Bord ohnmächtig nach unten: Sie war in eine Aschewolke des Redoubt-Vulkans geraten, der zehn Stunden zuvor in 177 Kilometer Entfernung ausgebrochen war.

Nach dem Neustart der Maschinen konnte das Flugzeug sicher in Anchorage landen. Die Reparaturkosten beliefen sich auf gut 86 Millionen Euro, da alle vier Triebwerke ersetzt werden mussten. Seit dem KLM-Fall werden Vulkanwolken weltweit verfolgt, um die Luftfahrt vor der Gefahr zu warnen.

Ich finde es schön, dass der Mensch diesesmal keinen Einfluß auf die Natur nehmen kann, nicht einfach einen High-Tec-Deckel "basteln" und den Krater damit "abdichten" kann!
Sieht/hört man sich die "Aufschreie" der Menschen an, die ja achso auf Flugzeuge für ihren Urlaub oder ihr soooo wichtiges Business angewiesen sind, dann tut dies weh, denn es scheint immer noch nicht angekommen zu sein, dass die Natur schon längst angefangen hat sich gegen uns Menschen zu wehren...

Wieviele Tonnen Kerosin erspart uns der Vulkan?

Die Fluggesellschaften jammern über die Flugausfälle, über die enormen Kosten.... hat sich von diesen "Luftverschmutzern" schon jemals einer Gedanken gemacht, WIEVIELE Klein-Betriebe/Unternehmen es durch die Wirtschaftskrise nicht mehr gibt, die sie selbst gar nicht verursacht haben?

Vulkan, bitte bleibe weiter aktiv - es ist sehr angenehm seit über 100 Jahren keine Flugzeuge über unseren Köpfen zu sehen!

Vielleicht provokant, vielleicht überlegenswert?
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 19.04.2010 | 14:19  
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