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Solisten der Stadtkapelle Aichach verzaubern ihr Publikum mit virtuosen Klängen

“Sparkling drums” von Ted Huggens, ein Stück für Schlagzeugvirtuosen, das ein fulminantes Feuerwerk beinhaltete und Alexander Gilliar die Möglichkeit gab die grandiose Beherrschung seines Instrumentes voll zu entfalten.
 
Das gesamte Saxophonregister brachte den Titel ”Jazzin it up” von Harry Richards zu Gehör. Die Interpreten waren Renate und Udo Hillringhaus, Veronika Obeser, Daniel Peters, Monika Schlittenbauer, Theresa Wachinger, Monika Widmayr sowie Ruben und Volker Württenberger
Aichach.

Mit fetziger, mal schwungvollen Musik, aber auch leisen, melancholischen Stücken zog die Stadtkapelle Aichach bei ihrem Konzert sein Publikum in seinen Bann. Über 200 Musikfreunde hatten sich am Samstagabend im Deutschherrn-Gymnasium eingefunden. Die Musiker unter der Leitung von Eduartd Augsburger zogen alle Register ihres Könnens und präsentierten eine vielseitige Mischung aus den verschiedensten Genres der modernenen Blasmusik auf beachtlichem Niveau.
Der Vorsitzende des Musikvereins Aichach, Hans Schlittenbauer, hieß unter den Gästen besonders Bürgermeister Klaus Habermann, Kulturreferent Helmut Beck und die Vorsitzende des Vorstandes der Stadtsparkasse Aichach-Schrobenhausen Frau Birgit Cischek willkommen und bedankte sich bei Frau Cischek für die großzügige Spende zu Gunsten der neuen Auftrittkleidung der Stadtkapelle.
Mit dem Show-Marsch für Posaunen „The Referees“ (Die Schiedsrichter) von Dick Revenal eröffneten die klangstarken Solisten Helga Tischinger-Wagner, Thomas Augsburger, Johannes Grünwald und Albert Kartmann mit Pfiff und Schwung den Konzertabend. Corinna Haberer interpretierte einfühlsam die “Ballade” für Querflöte von Anne McGinty. Die wunderschön langsame, teils melancholische Medolie erhob sich gut hörbar und anmutig über dem Orchester. Als nächstes Stück stand "Ma Nah, Ma Nah" von Piero Umiliani, der allseits bekannte Ohrwurm aus der Muppet-Show und der Sesamstraße auf dem Programm. Dunstin Schanz stellte sich dem kreativen Ruf-und-Antwort-Dialog mit dem Orchester am Baritonsaxophon mit kraftvollen, brummig-bräsigen Tönen und einer gleichzeitig humorvollen Spielweise.
Es folgte das bekannte Thema aus dem Film "Schindlers Liste", der Oscar-prämierten Filmmusik von John William. Gastsolist David Friel strich behutsam über die Saiten seiner Geige. Weiche, aber auch traurige Töne, die tief berührten, erklangen im Vordergrund, das Orchester begleitete zurückhaltend im Hintergrund. Der Solist entlockte seinem Instrument mit ergreifender Eindringlichkeit und Ausdruck jede Note des Stückes.
Vor Beginn des nächsten Stücks war der Moderator verwundert, dass für das Trompetensolo “Cherry Pink and Apple Blossom White” von Pérez Prado die Solisten nicht mehr an ihren Plätzen saßen. Die beiden Trompeter Francesco Calabró und Luca Ostermeier hatten sich hoch oben auf die Balkone beidseits der Bühne gestellt. Ein kleiner Gag, der das Publikum erheiterte. Nun entspann sich ein leidenschaftlischer Wettstreit wer die Noten auf der Trompete am Besten langziehen konnte. Deshalb wird das Stück auch Gummi-Mambo genannt. Danach stellte sich das gesamte Saxophonregister vor die Bühne und brachte den Titel ”Jazzin it up”, einer originalen "Jazzy" Komposition von Harry Richards zu Gehör. Mit dieser beschwingten Nummer stellten die Solisten mit Esprit und sattem Klang gekonnt die charakteristischen Merkmale des Saxophones heraus. Die Interpreten waren Renate und Udo Hillringhaus, Veronika Obeser, Daniel Peters, Monika Schlittenbauer, Theresa Wachinger, Monika Widmayr sowie Ruben und Volker Württenberger. Darauf folgte Oblivion, “Vergessen”, ein langsamer Tango, der sich zum klassischen Konzertstück wandelte. Es ist eines der Meisterwerke von Astor Piazzolla. Im Gegensatz zum bekannteren Tango Argentino finden sich die charakterischen Eigenschaften wie Leidenschaft, Dramatik und Erotik in abgeschwächter Form wieder. Absolut fassbar und überaus sinnlich dagegen wird die unendliche Sehnsucht. Die Saxophonistin Susanne Naßl interpretierte diese wehmütige und zauberhafte Melodie rein, hingebungsvoll und intensiv, angefüllt mit einer Poesie, die berührte.
Die Spannung steigerte sich bis zum Finale mit dem Titel “Sparkling drums” von Ted Huggens. Ein Stück für Schlagzeugvirtuosen, das ein fulminantes Feuerwerk beinhaltete und Alexander Gilliar die Möglichkeit gab die grandiose Beherrschung seines Instrumentes voll zu entfalten. Zu Beginn des Solos ging das Licht aus, die Noten wurden nur von Pultleuchten beleuchtet und minutenlang waren nur noch die wirlbenden grün-blau-flourescenten Schalgzeugsticks zu sehen und die schnell wechselnden sowie verschiedensten Rhythmen zu hören. Die Augen der Zuschauer waren gebannt auf das Schlagzeug gerichtet.
Von Beginn an leitete Dirigent Eduard Ausburger sein Orchester mit vollem Einsatz. Er hatte gute Arrangements ausgesucht und seine Musiker zu Höchstleitungen gebracht. Mit einer charmanten Moderation hatten Kerstin Weiss und Cristoforo Calabró durch den Abend geführt.
Als Zugabe wurde den begeisterten Zuhörern “Just A Closer Walk With Thee”, ein Dixieland-Klassiker und traditionelles Straßenbandstück aus New Orleans arrangiert von Don Gillis und Calvin Custer dargeboten.
Jeder Solist wurde mit viel Applaus bedacht und am Schluss bedankte sich das Publikum noch einmal mit langanhaltenden Beifall bei allen Musikern, die mit ihrer Tonkunst souverän Klangvielfalt und große Leidenschaft gezeigt hatten.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.aichacher | Erschienen am 04.03.2017
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