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Sisi kehrt zurück

Eine kleine Erfrischung gab es für die hochrangigen Gäste
 
Schönheiten aus der Antike: Bronzeplastiken von Hermes, Antoninus und Pan

Bei der Vernissage zur neuen Ausstellung "Sisi - Mythos Schönheit" im Wasserschloss zu Unterwittelsbach war mit dem Urenkel der Kaiserin Elisabeth, Herrn Habsburg, allerhöchster Besuch zugegen.

Sein offizieller Name: Seine Kaiserliche Hoheit, Erzherzog, Magister, Markus Salvator von Habsburg-Lothringen. Er ließ es sich nicht nehmen, ein paar Sätze über seine weltberühmte Vorfahrin, den Gästen zu kredenzen: Die Kaiserin war für eine Frau in der damaligen Zeit eine „lebhafte Person“. Die Lithografie und das Foto von 1858 zeigt auch die Schönheit Sisis. Man habe manchmal „Angst vor schönen Frauen“, so der Erzherzog..
Natürlich waren neben der örtlichen Kommunalpolitik, Kirchenvertretung und Sponsoren weitere illustre Gäste anwesend. Dr. Martha Schad beispielsweise, die Biografien verfasste, die unmittelbar mit den Häusern von Habsburg und von Wittelsbach zu tun haben; und mit Graf Wolfgang von Maldeghem und Baron Federico von Beck-Peccoz auch heimischer Adel. Der Erste Bürgermeister der Stadt Aichach, Klaus Habermann, hieß alle Gäste im Wasserschloss zu Unterwittelsbach willkommen: Schönheit braucht seine Zeit, deshalb solle man sich auch Zeit nehmen, die Ausstellung zu genießen. Das Schloss sei ein Juwel geworden, bis nach Ungarn reichend. Das war bei den bisherigen sieben Ausstellungen um die Kaiserin Elisabeth seit 2000 festzustellen und die heurige reiht sich sicherlich nahtlos an. Bisher kamen 106.000 Besucher in die Sonderausstellungen.
Der Stellvertretende Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg, Peter Feile, lobte in seiner Grußadresse die Stadt Aichach. Sie ist mit dem Sisischloss in Unterwittelsbach im Wettbewerb um das Wittelsbacher Land bestens aufgestellt.
Das Hauptaugenmerk galt aber Pater Gerfried Sitar, Benektiktiner aus dem großen österreichischen Kloster St. Paul im Lavanttal in Südkärnten, dem Kurator der Ausstellung. „Was ist Schönheit?“ lautete sein Einführungsgedanke zur Ausstellung. Die Wurzeln seien in der Antike zu finden. Schön ist das Vergängliche. Deshalb sind auch frühere Kunstwerke ausgestellt, profan und sakral, u. a. mit Materialien aus Holz, Glas, Bronze, Elfenbein und Alabaster, auf Papier, Leder und Porzellan. Die Kaiserin Elisabeth habe versucht, Schönheit mit dem Leben zu verbinden und daraus eine Synthese zu machen. Persönliche Gegenstände, aber auch Sammlerstücke von ihr sind unter den 300 Exponaten in zwölf Räumen zu sehen.
Silber und Gold sind die beherrschenden Materialien in der „Ausstellung in der Ausstellung“ im zweiten Obergeschoss mit dem Thema „Augsburg – Schatz und Schicksal einer Stadt". Insbesondere die meisterliche und filigrane Kunst der Augsburger Gold- und Silberschmiede sowie die Meisterwerke der frühen Buchdruckerkunst in der Fuggerstadt konnten beim anschließenden Rundgang durch die Räumlichkeiten, durch Pater Gerfried erklärt, bewundert werden.
Besondere Exponate sind u. a. die Empireuhr der Kaiserin aus Alabaster Ende des 18. Jahrhunderts, persönliches Besteck, Schmuckkästchen und Alabastertruhe, mehrere ihrer Fächer, eine Silber/Marmorbüste von Sisi, verschiedene Bronzestatuen sowie Gemälde und Zeichnungen u.a. von Holbein, Burgmair, Cranach, Dürer und in der Augsburg-Ausstellung Mess- und Prunkbecher, ein Uhrengehäuse aus Silber mit Schildpatt und Perlen besetzt um 1700, ein Silberrelief vom Hochaltar St. Blasien im Schwarzwald eine goldene Kutscheruhr sowie Inkunabeln wie die älteste bekannte Ansicht der Stadt Augsburg in der Chronik von Sigismund Meisterlin von 1456 und mehrere Bibeln und andere sakrale und weltliche Bücher und Schriftstücke mit z. T. farbenprächtigen Initialen.
Die Ausstellung „Sisi Mythos Schönheit“ und „Augsburg – Schatz und Schicksal einer Stadt“ ist geöffnet bis 4. November 2007 täglich außer Montag, Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.
Eintrittspreise: Kinder 1,50, Erwachsene 3,50, Familie 8,--, Studenten und Behinderte sowie Gruppen ab 10 Personen je 3,-Veranstalter: Stadt Aichach
rathaus@aichach.de, www.aichach.de
in Partnerschaft mit der Regio Augsburg Tourismus GmbH
Weitere Informationen zu Ausstellung und Führungen über Wasserschloss Unterwittelsbach, Kastellan Brigitte Neumaier, Telefon 0 82 51 / 89 18 69.
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Max Bils aus Aichach | 21.05.2007 | 10:56  
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