QiGong und Diabetes | Fitness | Wellness

Diabetes und Medizinisches QiGong
 
Medizinisches QiGong - Balance von Yin und Yang
 
Symptombehandlung oder Heilung
Laut einer Studie, die in der US Fachzeitschrift Diabetes Care veröffentlicht wurde, ist QiGong für Menschen mit Typ-2-Diabetes besonders interessant. Die Forscher ließen eine Gruppe von Typ-2-Diabetikern drei Monate lang wöchentlich eine halbe Stunde QiGong Übungen machen. Vor allem die Nüchternblutwerte besserten sich dadurch deutlich.
Diese Information wurde ebenfalls im Mai 2010 im „Diabetes Ratgeber“ veröffentlicht.

Auch in einer Veröffentlichung des British Journal of Sports Medicine; BBC Health und in anderen Publikationen wurde auf den positiven Effekt von QiGong und TaiChi Übungen hingewiesen.

So wurde z.B. von einem Forscherteam aus Taiwan und Australien die Auswirkung dieser Übungen in einer Kleinstudie mit 30 Diabetekern und 30 gesunden Versuchspersonen untersucht, die dreimal wöchentlich über einen Zeitraum von drei Monaten trainierten.
Neben einem positiven Effekt auf den Langzeit-Zuckerwert HbA1c stellten die Wissenschafter bei den Stoffwechselpatienten günstige Auswirkungen auf die für die Immunabwehr wichtigen T-Helferzellen fest.

Der HbA1c-Wert der Diabetiker sank im Durchschnitt von 7,59 Prozent auf 7,16 Prozent.
Außerdem wurden durch die Übungen die unterschwelligen Entzündungsprozesse beruhigt und die Werte des Signalstoffs Interleukin-12, das Entzündungsprozesse ankurbelt, sanken. Gleichzeitigen stiegen die Werte von Interleukin-6, das Entzündungsreaktionen eindämmt.
Darüber hinaus könnte die zunehmende Fitness und das damit einhergehende Gefühl des Wohlbefindens die Entzündungsgeschehen günstig beeinflussen.
Kurzdarstellung der Studie in Englisch

In einer vorausgehenden Dreimonatigen Ministudie der australischen University of Queensland mit elf 42 bis 65 jährigen Probanden mit erhöhten Blutzuckerwerten, wurde untersucht, ob sich QiGong und Tai Chi Übungen zur Verbesserung von Anzeichen eines Metabolischen Syndroms (Faktoren, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes erhöhen) eignen

Das Programm stieß nach Angaben des Autorenteams auf hohe Akzeptanz bei den Teilnehmern. Zudem wurden bei vier von sieben einbezogenen Faktoren nach zwölf Wochen Training signifikante Verbesserungen festgestellt: beim Body-Mass-Index (BMI), dem Taillenumfang und dem oberen (systolischen) wie unteren (diastolischen) Blutdruckwert.
Kurzdarstellung der Studie in Englisch

Was ist eigentlich QiGong?

QiGong ist ca. 3.800 Jahren alt und ist neben Phytotherapie (Medikamente), Ernährungslehre (Diätlehre), Akupunktur / Tuina, eine der vier Fundamente der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM.
In China gibt es mehr als 50 Kliniken in denen QiGong praktiziert wird und auch heute noch gibt es in China Kliniken - wie z. B. das QiGong-Sanatorium Beidaihe, in der Nähe Peking - in denen QiGong die Haupt-Therapie-Methode ist.

QiGong besteht aus einem System von Tausenden von Körper-, Atem- und Entspannungsübungen. Diese Übungen wurden in Hunderten von Jahren an Millionen von Menschen empirisch erforscht und entwickelt und QiGong zählt zu den ältesten Heilkünsten, die auch noch heute nahezu unverändert praktiziert wird.

Ein besonderer Aspekt von Tai Chi und QiGong Übungen ist, dass sich in den Übungen das „Harte“ und das „Weiche“ und „Fülle“ und „Leere“ ergänzen, da es aus Sicht der TCM falsch wäre nur „Hart“ oder nur „Weich“ zu trainieren, da dies dann den Körper „Hart“ oder „Weich“ machen würde, was für die Gesundheit sehr nachteilig ist.
Dies ist auch der Grund warum die Übungen so vielseitig sind und z.B. ein wichtiges Fundament der TCM, aber auch die Basis einer gesunden spirituellen und geistigen Entwicklung und auch die Basis verschiedener Kampfkünste (wie z.B. Shaolin Kung Fu, Bagua Zhang, Ninjutusu der Ninjas) darstellen.

Der große Nutzen von Qi Gong lässt sich damit begründen, dass durch die Übungen je nach Notwendigkeit Organe gestärkt oder harmonisiert werden können und so auf verschiedene Prozesse und Systeme aktiv eingewirkt werden kann und die Funktion verbessert wird.

Ein anderer Aspekt ist dabei, dass mit den Übungen auch Emotionen ausgeglichen werden, durch die ein Ungleichgewicht der (Bio)Elektrik des Körpers entsteht.
Aus Sicht der Kabbalistischen Medizin ist jede Krankheit mit einer Emotion verbunden. Auch laut der Chinesischen Lehrmeinung verursachen Emotionen, wenn sie langfristig exzessiv unterdrückt oder ausgelebt werden, Krankheiten. Im Rahmen der TCM werden dabei exzessive Emotionen genauso als pathogen angesehen wie z.B. Viren oder Bakterien.

Der Übende muss dabei aber immer berücksichtigen, dass die Übungen nicht darauf ausgerichtet sind Symptome schnell zu beseitigen.
Ziel von QiGong ist es Heilungsprozesse zu fördern. In der Regel merken Schüler nach ca. 2 bis 6 Monaten entsprechende Veränderungen. Die Wirkung eines Schmerzmittels setzt dahingehend sofort ein, wobei die Wirkung meist auf das Symptom ausgerichtet ist.
Ein erheblicher Vorteil von QiGong Übungen ist dabei, dass zum einen die Übungen seit Tausenden von Jahren an Generationen von Menschen empirisch erforscht sind und gesundheitsschädliche Nebenwirkungen oder Überdosierung kaum zu befürchten sind.

Ein anderer wichtiger und sinnvoller Aspekt des QiGong ist aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin die „Vermeidung“ von Krankheiten.
Nach Lehrmeinung der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM geht jeder Krankheit, lange bevor z.B. ein aus Sicht der westlichen Medizin ein pathologischer Organbefund manifestiert ist oder Symptome auftreten, immer erst ein „energetisches Problem“ voraus.
Werden diese „Blockaden“ - und ggf. daraus entstandene „Energiezysten“ – beseitigt, können aus Sicht der Chinesischen und Kabbalistischen Medizin Heilungsprozesse gefördert und auch die Entstehung von Krankheiten reduziert werden.

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Weitere Informationen über QiGong finden Sie auf meiner Homepage www.Info-Wellness.de

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Epilog - Zum Nachdenken

Es mag erstaunen, dass es letztendlich keine Groß- oder Langzeitstudien gibt über die Wirkung von QiGong, obwohl diese Übungen nun seit mehr als 3.000 Jahren an Millionen von Menschen durch ihre Wirksamkeit ihre Nachhaltigkeit bestätigt haben.
„Schlechte oder unwirksame Medizin“ bleibt nicht so lange „im Markt“, wie die moderne Medizin zeigt.

Allein in Deutschland betragen die Ausgaben laut Handelsblatt vom 19.07.2009 25 Mrd. Euro und Diabetes gehört somit zu den teuersten chronischen Erkrankungen überhaupt. In Deutschland geht man davon aus, dass ca. 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung Diabetiker sind und davon ca. 70 bis 90 Prozent Typ-2-Diabetiker.
Weltweit werden die Ausgaben für Diabetes auf ca. 250 Mrd. Euro geschätzt – jährlich und mit stark steigender Tendenz.

Es handelt sich somit um ein großartiges Geschäft mit besten Perspektiven für die Zukunft – und die Patienten geben die Verantwortung für ihre eigene Gesundheit fast vollständig ab an eine sehr erfolgreiche Industrie.
Gleichzeitig gibt es zur Zeit fast keine medizinische Forschung und keinen medizinischen Lehrstuhl, der unabhängig ist von der pharmazeutischen Industrie. Laut einem Artikel im Magazin „Welt der Wunder“ Ausgabe 6/2010 „Die geheimen Akten der Medizin“ wird es deshalb überwiegend nur Studien geben, die der Pharmaindustrie nützlich sind. Studien, die diesen Nutzen nicht haben oder die gewünschte Ergebnisse nicht bringen, werden nicht veröffentlicht oder die Parameter so angepasst, dass die Ergebnisse „nützlich“ sind.
(In dem gleichen Magazin ist übrigens auch ein interessanter Artikel zum Thema „Kann Zucker mein Gehirn regieren“ zu finden.)

Somit wird es wahrscheinlich nie eine qualitative Studie über QiGong geben – es gibt nur Übungen, die seit mehren Tausend Jahren recht erfolgreich von Millionen von Menschen ausgeübt wurden.
Eine recht umfangreiche, qualitative, quantitative und erfolgreiche Langzeitstudie....

Eines muss dabei aber klar sein – QiGong macht es erforderlich selbst etwas zu tun. Jährlich, monatlich, wöchentlich oder vielleicht sogar täglich....

QiGong ist auch kein „Wundermittel“ – aber ein hervorragendes und bewährtes Instrument.

Ideal wäre aus heutiger Sicht eine Symbiose von westlicher und östlicher Medizin – ganz im Sinne von Yin und Yang.
Vorteilhaft wäre es dabei, wenn diese Symbiose nicht von einer rein profitorientierten Industrie gesteuert wird, sondern von guten Medizinern und Patienten, die ihre Eigenverantwortlichkeit - und damit gleichzeitig auch ihre Chancen und Möglichkeiten - erkennen und annehmen.
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1 Kommentar
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Wilfried Bauer aus Königsbrunn | 26.06.2010 | 21:53  
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