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Mittelalter für Ferienkinder: "Gebratene Enterhaken" und ein Hexenprozess

Große Augen gab es beim diesjährigen Ferienprogramm der Freunde des Mittelalters Aichach: In einem Hexenprozess wurde die beklagte Magd samt ihrem Ehemann zu Pranger und "Schandgeige" verurteilt. Unter der Leitung des "Richters" Franz Achter und Anklägers Bernhard Rößner (auch bekannt als Aichacher Nachtwächter) konnten die über 50 Kinder dieses Spektakel zum ersten Mal erleben. Denn eigens nur für das Ferienprogramm wurde das Stück unter großem Applaus von Kindern und Eltern uraufgeführt. Grund der drastischen Verurteilung war übrigens eine Salbe, die von der Magd - absichtlich falsch gemischt - statt zur Heilung zu großen Schmerzen geführt hatte.

Wie schon in den Jahren zuvor hatten sich die Vereinsaktiven einen Spieleparkour überlegt, wie er vor etwa 500 Jahren aufgebaut hätte sein können. Ob Käsespiel, Holzkegeln oder das Kochlöffel-Laufen, alle Spiele waren bis in die Nacht hinein umlagert und so lernten die Kinder dank der Spiele-Organisatorin Erna Rößner für einen Augenblick ohne Errungenschaften der Moderne auszukommen. Dies war für kein Kind ein wirkliches Problem, schließlich gab es Enterhaken und selbstgebackenes Stockbrot am Lagerfeuer, mittelalterliche Tänze zum mitmachen, sowie für alle Kinder Edelsteine als Erinnerung an zwei fröhliche und abwechslungsreiche Tage. Und manche kleinen Besucherinnen und Besucher nutzten den Abschied, um sich gleich wieder für das nächste Jahr beim Vorstand des Vereins, Stefan Stocker anzumelden.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin aichacher | Erschienen am 24.09.2010
1 Kommentar
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Irene Rung aus Aichach | 01.09.2010 | 23:40  
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