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Gastwirte im Landkreis Aichach-Friedberg zeigen sich verantwortlich beim Thema Verkehrssicherheit

Die Rettunskräfte der "BOB im Disco-Fieber" Aktion 2012 in Friedberg
 
Das Organisationsteam "BOB im Disco-Fieber" Friedberg 2012
Immer mehr dieser knallgelben BOB-Schlüsselanhänger kommen in den Umlauf – und immer mehr Wirte im Landkreis Aichach-Friedberg können als BOB-Gaststätten gewonnen werden – die Kreisverkehrswacht Aichach-Friedberg zieht eine erfreuliche Bilanz. Ein „BOB“ ist ein junger Erwachsener im Alter zwischen 18 und 25 Jahren – der am Wochenende auf „Disco-Tour“ seine Freunde nüchtern und sicher nach Hause bringt – dafür wird er von den teilnehmenden Gaststätten und Discotheken mit einem alkoholfreien Freigetränk „belohnt“.

Simone Strauß, im Alter der BOB-Zielgruppe, war mit ihren Freundinnen auf Disco-Tour und erhielt mit dem knallgelben Schlüsselanhänger von Discothekenbesitzer Dominik Chalinski in der Discothek „M eins“ ein Freigetränk. „Es war das erste Mal, dass wir das ausprobiert haben. Daher wussten wir nicht genau, wie wir an unser Freigetränk kommen. Der Chef des „M eins“ erkärte uns, dass wir uns bereits an der Kasse beim Eingang als „BOB“ ausweisen müssen, unsere „Mitfahrer“ mit dabei, dann bekommen wir unser Freigetränk – er war total nett“. Dominik Chalinski erklärte sich bereits beim Auftakt der Aktion „BOB im Disco-Fieber“ 2011 bereit, bei der Aktion dabei zu sein. In seiner Disco, dem „M eins“ erhält man als „BOB“ bereits an der Kasse das Freigetränk. In den weiteren Discotheken Moos-Park in Pöttmes, Tropicana in Friedberg und Ostwerk in Augsburg weist man sich ebenfalls bereits am Eingang an der Kasse als BOB aus, erhält einen Chip, mit dem man sich später an der Bar ein alkoholfreies Freigetränk holen kann. Die Art und Anzahl der Freigetränke regelt jeder Wirt selbst.

Auch Ben Ruisinger, Inhaber des Aichacher Lokals „Kyklos“ war von Beginn an Unterstützer des „BOB-Konzepts“. „Ich finde die Aktion richtig gut – wenn wir als Wirte etwas dafür tun können, dass die Leute nüchtern nach Hause fahren, dann machen wir mit!“ Auch Gerlinde Kaas vom Aichacher „Cafe Pino“ war ohne zu Überlegen dabei – hier weist man sich am Tisch bei der Getränkebestellung als „BOB“ einer Gruppe (min. 3 Mitfahrer) aus – und erhält ein Freigetränk – Vorraussetzung ist hier natürlich, dass man dann den ganzen Abend über nüchtern bleibt. Bestellt man nach dem „BOB-Freigetränk“ doch Alkohol, versteht es sich von selbst, dass das Freigetränk dann zu bezahlen ist. Neben dem „Kyklos“ und dem „Cafe Pino“ konnten noch das „Iso“ in Pöttmes, das „Tio Pepe“ und die „S3-Bar“ in Aichach als „BOB-Gaststätten“ gewonnen werden, in denen das selbe Konzept angewandt wird.

Auch das vor allem bei der Friedberger Jugend sehr beliebte Lokal „Samok“ in Friedberg ist ein „BOB-Lokal“ – Inhaber Michael Speckner erklärte sich sogar bereit, die Teilnehmer der letzten „BOB im Dísco-Fieber“ Aktion in Friedberg mit seinem Team mit leckeren alkoholfreien Cocktails zu verwöhnen – er kreierte sogar einen eigenen „BOB-Cocktail“.

„Die Resonanz der Gastwirte in unserem Landkreis war besser, als ich es erwartet hätte“ betont die Projektverantwortliche der Kreisverkehrswacht Aichach-Friedberg, Carin Bialas. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, mit den Gaststätten und Discotheken in Kontakt zu bleiben. Cladia Felber, die Besitzerin der Discothek „Moos-Park“ in Pöttmes zieht nach ihrem ersten BOB-Jahr das Fazit: „Alles völlig problemlos mit den „BOB´s“ – wir sind weiter dabei!!!“

Kaspar Wagner, Inhaber des Gasthofes Wagner in Untergriesbach, war einer der Wirte, der sich von selbst bei der Kreisverkehrswacht gemeldet hat und ebenfalls als „BOB-Wirt“ dabei sein wollte. „Ich habe selber auch 3 Kinder, da bin ich später auch mal froh, wenn immer ein „BOB“ dabei ist, der nichts trinkt. Auch wir sind uns einig, dass diejenigen, die nüchtern bleiben und fahren, belohnt werden sollten, wir sind gerne dabei!“ betont Kaspar Wagner. „Wir machen das sowieso schon – selbstverständlich machen wir mit“ – so Philipp Schleef vom ehemaligen „Splendo“ – das jetzt „Punked Pony“ heißt und im Aichacher Industriegebiet zu finden ist. Carin Bialas hofft, dass die Aktion von den Jugendlichen nicht ausgenutzt wird, so dass es die BOB-Lokalitäten und die dazugehörigen Freigetränke noch lange geben wird und es irgendwann ganz normal wird, der „BOB“ des Abends zu sein, der seine Mitfahrer nüchtern und sicher nach Hause bringt.

Helmut Beck, Verkehrssachbearbeiter für den Landkreis Aichach-Friedberg bei der Polizeiinspektion Aichach, erklärt, dass bei der Unfallstatistik von so genannten „Disco-Unfällen“ seit einigen Jahren ein Rückgang zu verzeichnen ist. Er hofft, dass der knallgelbe Schlüsselanhänger einen großen Bekanntheitsgrad im Landkreis Aichach-Friedberg erlangt und dass das Erkennungszeichen von „BOB“ – der knallgelbe BOB-Schlüsselanhänger - stets für die Risiken und Gefahren der Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkohol und Drogeneinfluss rechtzeitig mahnt. Das Ziel von „BOB“: Keine Unfall-Toten mehr in dieser Zielgruppe auf unseren Straßen. Wie Thomas Geiger von der Friedberger Feuerwehr bei der letzten „BOB im Disco-Fieber“ – Aktion erklärte: „Jeder Einsatz, den wir nicht fahren, ist ein guter Einsatz“ – und hier sind sich alle Einsatzkräfte einig. Die Schlüsselanhänger sind bei den teilnehmenden Gaststätten und Discotheken sowie bei der Polizeiinspektion Aichach und Friedberg erhältlich.

Alle Gaststätten immer aktuell unter: www.facebook.de/BOBimDiscoFieber, Kontakt: kreisverkehrswacht@yahoo.de
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin aichacher | Erschienen am 14.12.2012
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