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Bäume sollen wegen ihrer Seltenheit, Eigenart und Schönheit erhalten und gepflegt werden

 
Baumschutz heißt nicht allein, dass Bäume eines gewissen Umfangs geschützt sind, sondern die Lebensverhältnisse von Bäumen gehören in die öffentliche Diskussion. Dieses Foto wurde im Prinzengarten in Celle aufgenommen. Der Wurzelteller von Bäumen wird durch parkende Autos verdichtet und durch abgestellte Abfälle belastet. (Foto: Annegret Pfützner)
Fraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN im Rat der Gemeinde Adelheidsdorf fordert Erlass einer Baumschutzsatzung für die Gemeinde Adelheidsdorf 
Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Gemeinde Adelheidsdorf hat den Antrag eingereicht, eine Baumschutzsatzung für den Bereich der Gemeinde Adelheidsdorf zu erlassen. Die Nachbargemeinde Nienhagen hat bereits eine Baumschutzsatzung, die Landeshauptstadt Hannover auch. Am Donnerstag soll der Antrag beraten werden.
Die Adelheidsdorfer GRÜNE Ratsfraktion, bestehend aus Matthias Blazek und Manuela Kiehne, weist in ihrem Antrag darauf hin, dass Baumschutz Klimaschutz, Artenschutz und Gewässerschutz sei. Die Funktionen eines Baums seien unglaublich, deshalb müsse man sie erhalten.
Die Grünen haben auf Samtgemeindeebene den Antrag eingebracht, für mehr Bienen- und Insektenschutz zu sorgen. Seitdem haben sich verschiedene Fraktionen mit begleitenden Anträgen in die Diskussion eingebracht. Die Gemeinden Nienhagen und Wathlingen haben Mittel für den Bienen- und Insektenschutz in ihren Haushalten bereitgestellt.
Im Antrag fordert die Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Gemeinde Adelheidsdorf, dass die Gemeinde Adelheidsdorf ebenfalls die Bestrebungen zum Insektenschutz aktiv unterstützen solle. „Sie sollte das Ziel verfolgen, den Baumbestand im Gemeindegebiet besonders zu schützen; denn Bäume dienen der Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes. Sie sollen wegen ihrer Seltenheit, Eigenart und Schönheit sowie zur Belebung, Gliederung oder Pflege des Orts- und Landschaftsbildes erhalten und gepflegt werden.“
Bäume dienen nach den Worten des Antragstellers zur Verbesserung des Klimas im Siedlungsbereich. Um diese Ziele zu erreichen, würde eine Satzung zum Schutz des Baumbestandes in der Gemeinde Adelheidsdorf zu erlassen sein. Danach würden alle Laubbäume ab einem gewissen Stammumfang unter Schutz gestellt und dürften ohne Genehmigung weder gefällt noch beschnitten werden.
„Ein ganz wesentlicher Faktor für das ‚Wohlfühlklima‘ in einer Gemeinde“
Im Antrag heißt es dazu weiter:
„Bäume an Straßen und in Parkanlagen sind ein ganz wesentlicher Faktor für das ‚Wohlfühlklima‘ in einer Gemeinde. Dies merkt man spätestens dann, wenn ein markanter alter und großer Baum entfernt werden muss. Es klafft förmlich eine Lücke im Ortsbild. In der Vergangenheit gab es im Ortsteil Adelheidsdorf nördlich der Ampelkreuzung Unmut, nachdem ein massiver Baum gefällt wurde, im Wathlinger Boten standen zwei Leserbriefe einer Bürgerin aus Großmoor, in denen der Ruf nach einer Baumschutzsatzung laut wurde, und im Ortsteil Adelheidsdorf stehen die uralten Eichen im Bereich der alten Höfe in Gefahr, willkürlich gefällt zu werden, wie es vor Jahren im Bereich des Lindenrings geschehen ist. Dort beschneiden zudem einzelne Anlieger die das Straßenbild prägenden Linden und nehmen deren Eingehen billigend in Kauf.
Eine Baumschutzverordnung verbietet es, geschützte Bäume zu entfernen, zu zerstören, zu schädigen oder ihren Aufbau wesentlich zu verändern.
Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Gemeinde Adelheidsdorf setzt sich für den Schutz von Bäumen und Gehölzen in ihrer Gemeinde und in der Feldflur ein. Zudem werden Hecken und Bäume durch wildlebende Tiere genutzt.
Angesichts der dramatischen Entwicklung in der Insektenwelt und dem stetigen Rückgang der Artenvielfalt und dem damit verbundenen Mangel an Nahrungsgrundlagen für Vögel erscheint eine Steuerung des Baumschutzes vonseiten der Gemeinde Adelheidsdorf unerlässlich.“
Die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Kreistagsfraktion, Annegret Pfützner, unterstützt die Forderung. Sie berichtet: „Baumschutz heißt nicht allein, dass Bäume eines gewissen Umfangs geschützt sind, sondern die Lebensverhältnisse von Bäumen gehören in die öffentliche Diskussion. Aktuell ist die eingesetzte Streusalzmenge eine Bedrohung für die Bäume. Die Straßenbäume an der B3 in Bergen waren bis in 3 Meter Höhe genauso weiß bepudert wie derzeit die Autos. Und in Hannover liegt noch der Split auf den Bürgersteigen, so dass es wenig komfortabel ist, darauf zu gehen. Aber dort besteht ein Streusalzverbot für die Kommune.“ 
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