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Vor 20 Jahren feierte der Männergesangverein Wathlingen sein 100-jähriges Jubiläum

Gruppenfoto des Männergesangvereins Wathlingen beim Freundschaftssingen am 30. Mai 1992 in Wathlingen.
 
Titelseite des Festprogramms von 1992.
Der Männergesangverein Wathlingen zählt zu den ältesten Vereinen Wathlingens. Er feierte im Jahre 1992 bereits sein hundertjähriges Jubiläum. Damals gehörten zum Vereinsvorstand: Ewald Fiolek (1926-1997) als 1. Vorsitzender, dazu Helmut Steinfeld, Fritz Ziegler, Klaus Graupner, Harry Noevers, Horst Riefenberg, Alfred Botke, Wilhelm Lampe, Alfred Barduhn, Franz Stegemann und – als 1. Notenwart – Rolf Charbonnier. Fahnenträger war Erwin Duhr, und Bruno Kaesler aus Nienhagen leitete seit 1990 (bis 1996) den Chor.
Die Feierlichkeiten fanden am 29. und 30. Mai 1992 im Wathlinger Bürgerhaus statt. Der erste Tag war der Tag des Kommerses. Der Sprecher des Festausschusses, Klaus Graupner, eröffnete den Abend. Es folgte eine Ansprache des 1. Vorsitzenden, Ewald Fiolek, und der Männerchor erfreute die Gäste mit „Hab oft im Kreise der Lieben“ und „Die Gedanken sind frei“. Der Sängerkreisvorsitzende, Hans-Werner Hillmar aus Soltau, hielt im Anschluss eine Ansprache, für ihn erfülle der Chorgesang in den Vereinen eine kulturpolitische Aufgabe, die ebenso heimatbezogen wie völkerverbindend sei. Zum „deutschen“ Lied sei der weltweite Gesang gekommen. Doch trotz aller Bemühungen lichteten sich die Chorreihen nicht nur in Wathlingen mehr und mehr. Deshalb rief Hillmar dazu auf, sich dem gesellschaftlichen Wandel nicht zu verschließen. In der heutigen Gesellschaft habe der Verein als Sammelbecken an Stellenwert eingebüßt: „Auch an den Sängern ist der Wandel nicht spurlos vorbeigegangen.“ Dennoch solle man Traditionen wahren und das Althergebrachte nicht vergessen. Danach sprach Bürgermeister Hans-Wilhelm v. Reden (1935-1998). Er sagte, das Singen sei eine Kunst, die außer natürlicher Begabung vor allem die Schulung voraussetze. Dies werde in den Schulen jedoch zurzeit etwas vernachlässigt. Landrat Dr. Edzard Blanke (1935-2011) verlieh dem Verein die Zelter-Plakette, die höchste Auszeichnung um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes, und der Vizepräsident des Chorverbandes Niedersachsen-Bremen, Gerd Lauing, überreichte eine Liedgabe. Für 60-jährige beziehungsweise 40-jährige Aktivität wurden Erich Hage, Heinz Dehne und Wilhelm Lampe geehrt. Für mehr als 40-jährige Mitgliedschaft im Männergesangverein Wathlingen erhielten Heinrich Ahrens, Heinrich Barthel, Wilhelm Bergmann, Alfred Bottke, Heinz Dehne, Erwin Duhr, Friedel Filter, Hans-Heinrich Filter, Otto Grethe, Walter Grundstedt, Erich Hage, Erich Harms, Arthur Kesselhut, Ernst Kruse, Wilhelm Lampe, Ewald Löding, Hermann Nebig, Alfred Pfau, Walter Rost sen., Heinz Schacht, Heinrich Schnelle, Hermann Steinfeld (mit 97 Jahren ältestes anwesendes Vereinsmitglied), Heinrich Weber und Rudolf Wittig die Goldene Vereinsnadel. Die silberne Vereinsnadel für mehr als 25-jährige Mitgliedschaft im Verein erhielten Hartmut Arlt, Alfred Armbrüster, Gerhard Baginski, Hans-Jürgen Bühring, Rolf Charbonnier, Hans-Gerd Filter, Bernhard Fuchs, Klaus Graupner, Karl Günther, Walter Harms, Gerhard Hose, Klaus Isensee, Fritz Morgenstern, Manfred Mösing, Harry Noevers, Hans-Heinrich Oelker, Hans-Wilhelm von Reden, Walter Rost jun., Wilhelm Thiele und Fritz Weidig.
Im weiteren Verlauf des Kommerses sang der gastgebende Chor „Die fröhlichen Zecher“, „Aus der Traube in die Tonne“, „Mein Heidedorf“ und „Nu laat uns sing’n dat Abendleed“.
Der nächste Tag war der Tag eines Freundschaftssingens, an dem neben dem Männergesangverein Wathlingen eine namhafte Reihe an Chören teilnahm: Frauenchor Wathlingen (Leitung: Bruno Kaesler), Männergesangverein Hänigsen (Karl-Heinz Malke), Gemischter Chor Hänigsen (dito), Gemischter Chor Großmoor (Eberhard Achilles), Frauensingkreis Eicklingen (Susanne Gichie), MGV Chorgemeinschaft Wienhausen-Eicklingen (Helmut Siuts), Gemischter Chor Oppershausen (Brunhild Barth), Jugendchor der Realschule Wathlingen (Eberhard Achilles), Gesangverein Nienhagen (Ernst Lilge), Celler Frauenchor (Eberhard Achilles), Gemischter Chor Bröckel (Petr Chrastina), Gemischter Chor Langlingen (Irmtraut Preuß), Chorgemeinschaft Ahnsbeck (dito), Gemischter Chor Lachendorf (Renate Romey) und Liedertafel Frohsinn Unterlüß (Rolf Schulte). Durch das Programm führte der schon 2010 verstorbene Klaus Graupner.
Das Fest war einer der Höhepunkte in der Geschichte dieses leider im Jahre 2001 aufgelösten alten Wathlinger Traditionsvereins, von dem nicht viel mehr geblieben ist als schöne Erinnerungen und Mengen verstaubender Notenbücher, Notenhefte und Probenmappen.
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