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MGV „Concordia“ Großburgwedel, MGV „Liederkranz“ Fuhrberg und MGV „Germania“ Wettmar setzen sich wieder große Ziele

Der Original Don Kosaken Chor Serge Jaroff war wohl der berühmteste Chor weltweit und das über fast sechs Jahrzehnte. Am 14. Oktober kommt er nun nach Großburgwedel. (Foto: Uta von Sohl)
 
Eine große Chorgemeinschaft präsentiert sich am 14. Oktober unter der Leitung von Tatiana Mardari (vorne links im Bild). (Foto: Wilfried Jäschke)
Chorgemeinschaft steht gemeinsam mit dem Don Kosaken Chor Serge Jaroff auf der Bühne

Kosakenchöre nach Wettmar und Großburgwedel zu holen, hat inzwischen eine gewisse Tradition. Zuletzt hat sich eine große Chorgemeinschaft aus den Männerchören aus Großburgwedel, Fuhrberg und Wettmar noch mit dem Ural Kosaken Chor in der Wettmarer Kirche präsentiert und hervorragende Eindrücke hinterlassen. Dem Männergesangverein „Concordia“ Großburgwedel ist es nunmehr gelungen, aus Anlass des 155-jährigen Geburtstages den traditionsreichen Don Kosaken Chor Serge Jaroff nach Großburgwedel zu holen. Derselbe, bekannt aus unzähligen Fernsehsendungen und CD-Einspielungen, wurde 1921 von Serge Jaroff gegründet und bestand zunächst aus im Exil lebenden Donkosaken.

Ein musikalisches Fest großer Stimmen, mitreißender Melodien und heitere, bravouröse Gesangsakrobatik erwartet die Gäste anlässlich dieses bevorstehenden Konzertes. Durch eine langjährige Gastspieltätigkeit hat gerade dieser Chor unter seinem künstlerischen Leiter Wanja Hlibka überall unzählige begeisterte und treue Zuhörer. Die Konzerte haben inzwischen einen gewissen Kultstatus und werden überall mit stehenden Ovationen gefeiert. Viele Fernsehanstalten haben ausführlich über den Chor und seine künstlerische Arbeit berichtet. Es handelt sich um ein hochkarätiges Spitzenensemble akademisch studierter Sänger. Wanja Hlibka, 69 Jahre alter Leiter und Dirigent des Chores, hat von 1967 an viele Jahre selbst als damals jüngster Solist im Kosakenchor von Serge Jaroff gesungen und die Original-Arrangements als Ausgangsbasis seiner künstlerischen Arbeit nutzen dürfen. 1991 übernahm er nun selbst die Leitung des neu zusammengestellten Don Kosaken Chores und wurde in den ersten Jahren von George Tymczenko, einem weiteren langjährigen Solisten des Originalchores, unterstützt. Die übrigen Sänger kommen von großen osteuropäischen Opernhäusern und begeistern mit zum Teil sensationellen Stimmen ihr Publikum auf allen Stationen der Tournee. Die stimmgewaltigen, akademisch ausgebildeten Solisten werden von der Fachpresse mitunter als „russisches Stimmwunder“ bezeichnet. Sie begeistern ihr Publikum mit kraftvollen und schön timbrierten Stimmen und vermitteln den ganzen Zauber und auch die eigene Melancholie der russischen Musik in höchster Vollendung. Ihr außergewöhnliches Repertoire reicht von den festlichen Gesängen der russisch-orthodoxen Kirche über die immer wieder begehrten Volksweisen bis hin zu großen, klassischen Komponisten.
Immer wieder schwingt die Erinnerung an Serge Jaroff mit, der seine Don Kosaken einst zu Weltruhm führte. Der 1,55 Meter kleine Gründer und langjährige Leiter des Donkosaken-Chores verbreitete mit seinen rauen Mannen über Jahrzehnte in aller Welt unerbittlich russische Seele: „Kalinka“ ebenso wie die „Abendglocken“. Kaufmannssohn Jaroff, 1896 in Kostroma im Dontal geboren, studierte russische Kirchenmusik. Im 1918 ausgebrochenen Russischen Bürgerkrieg kämpfte Jaroff als Fähnrich auf Seiten der russischen Weißen Bewegung gegen die Bolschewisten, danach entkam er in die Türkei. Große Teile der Freiwilligen-Armee waren in Internierungslagern untergebracht, wo sie in Einsatzbereitschaft für ihre Rückkehr nach Russland bleiben sollten. In solch einem Lager auf der griechischen Insel Limnos gründete der junge Chorleiter seinen zunächst 25-köpfigen Chor. Über den Balkan brachte Jaroff seine Sänger 1923 nach Wien und hatte bald in aller Welt Erfolg. Je länger die Truppe, von den sparsamen Fingerzeigen Jaroffs angetrieben, in der Welt umherzog, desto gespenstischer wurde die Szene: Nach und nach lebte außer dem Leiter kein einziger Original-Kosake mehr, Emigrantensöhne füllten die Reihen. Serge Jaroff starb 1985 89-jährig in Lakewood im US-Staat New Jersey.
Seit mehreren Monaten probt nun die Chorgemeinschaft aus Großburgwedel, Wettmar und Fuhrberg intensiv und gleich zweimal in der Woche unter der Leitung von Tatiana Mardari in Großburgwedel und Matthias Blazek in Wettmar für das Konzert mit dem Kosakenchor Serge Jaroff.
Das Konzert findet am Sonnabend, 14. Oktober, um 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums Großburgwedel statt. Einlass ist ab 18 Uhr möglich. Karten zu 18 Euro gibt es in Großburgwedel bei der Buchhandlung C. Böhnert im Mitteldorf 2, Tintenkleks an der Hauptstraße 59 (Wettmar), Wilfried Jäschke, Fritz-Reuter-Weg 14, Telefon 05139/2308, und Otto Bahlo, Am Mühlenfeld 12, Telefon 05139/896014.
Sichern Sie sich rechtzeitig Karten für das für Großburgwedel einmalig stattfindende Konzert! 
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