zitat:
"Gentest an Embryonen eine Diskriminierung von Behinderten ist."
inwieweit werden dann behinderte diskriminiert?
Also es geht darum, falls eine Behinderung in irgendeiner Weise festgestellt wird, wird dieser Embryo ja nicht eingesetzt. Und die lebenden Behinderten finden dies diskriminierend, wenn die behinderten Embryonen einfach weggebracht werden. Ist auch verständlich meiner Meinung nach.
das ist nicht verwerflich, die negativen embryonen auszusortieren. und ich glaube, dass dies nicht die lebenden behinderten sagen würden, sondern die lebenden gesunden im namen von lebend behinderten. oft machen diese sich selber zum sprecher derer und wissen alles besser wie diese.
ich selber bin zu 70% schwerbehindert mit gehbehinderung. nagut nicht angeboren, sondern durch ein kleines "wehwehchen" entstanden.
aber ich tendiere ehrlich dazu, in diesem falle nur die gesunden embryonen zu benutzen. ein behinderter ist ein aussenseiter der gesellschaft, und das will man denen auch nicht antun.
wenn du tomaten säst, dann nimmst du auch nur die gesunden setzlinge zum auspflanzen ins freiland, weil du ertrag haben willst.
lies mal das
http://www.uwe-ostertag.de/html/abfall.html
und dann siehst du, wie ein mensch denkt, der behindert ist.
ein gesunder würde dies als verwerflich, geschmacklos und tabulos einordnen. und warum, weil sich in diesem moment die gesunden über die behinderten erheben und glauben, dass sie besser sind, vor allem im denken. und schon werden dann die behinderten indirekt entmündigt.
Also mit dem, das die gesunden Menschen das häufig im Namen der Behinderten machen da stimme ich dir voll zu. Ich habe auch nicht behauptet, dass ich nicht auch dafür bin, dass man die nicht-gesunden Embryonen aussortiert. Wenn man die Möglichkeit hat, Eltern ein gesundes Kind zu schenken sollte man dies doch auch tun? Mit meiner Aussage meinte ich auch nur, dass es verständlich wäre, wenn die Behinderten es als Diskriminierung ansehen. Aber durch den Link den du mir geschickt wird das ja schon deutlich, dass wohl die gesunden Menschen meinen, dass die Behinderen so denken!
klar, es kommt immer auf die perspektive an, woraus man denkt. da ich beide perspektiven kenne, so traue ich mir zu zu sagen, dass ich diese medaille von beiden seiten kenne. ich habe auch noch den vorteil, dass ich das recht habe so zu schreiben, als gesunder würdest du gesteinigt werden.
auch ich war mal arrogant und überheblich...um ehrlich zu sein.
Ja, jemand der weiß wie das so zu leben ist kann sowas schon mehr sagen als ein gesunder Mensch. Das hast du schon völlig recht. Trotzdem bleiben die Gentests wohl sehr umstritten gibt ja sehr viele andere Nachteile.... Diskriminierung von Behinderten stimmt dann ja nicht, zumindest nicht durch die Gentests....
das argument "Diskriminierung von Behinderten" benutzen lediglich die fanatischen gentestgegner, vielleicht finden die auch einen behinderten, der für ein paar euros deren meinung unterstützt. irgendwie müssen die doch argumentieren.
inwieweit gentests gut oder schlecht sind? ich weiß es auch nicht. aber ich denke, dass gezielte anwendung von gentests auch der menschheit zu nutzen sein kann. das risiko ist halt, dass es doch menschen gibt, diese sachen für ihre eigenen interessen zu benutzen, versuche, die weit unterhalb der moralischen gürtellinie liegen tätigen.
gentests ja, dann aber streng kontrolliert!!!
bedenke eines, die weltbevölkerung wächst ständig, da kommen wir um gentests nicht herum, um ertragreichere gemüse/obstsorten zu züchten, oder auch um tiere so zu verändern, dass diese auch mehr fleisch, milch, eier oder ähnliches liefern.
einerseits klingt das nicht schön, andererseits ist es die einziege möglichkeit, die wachsenden probleme mit hungerskatastrophen in griff zu bekommen.
in diesem moment ist effizienz gefragt
Da bin ich ganz deiner Meinung Uwe. Jetzt wo Gentests erlaubt sind müssen die Kontrollen streng sein! Verhindern lässt sich das wohl nie, dass es in Einzelfällen so kommt, sieht man auch in England oder Frankreich. Da tauchen immer wieder Fälle auf. Aber letztendlich weiß man, dass vielen Leuten durch die PID geholfen werden kann und deswegen wurde es ja auch erlaubt!
Wer PID ablehnt, will ja Menschen dazu zwingen, behinderte/kranke Kinder zu zeugen.
Andreas, deine Aussage stimmt natürlich. Der größte und ausschlaggebenste Vorteil der PID ist und bleibt der, dass man verhindern kann, Kinder mit Behinderung oder Erbkrankheiten auf die Welt zu bringen. Aber Menschen, die die PID ablehnen tun dies wahrscheinlich aus dem Grund, dass es einfach noch nicht geklärt ist wo die Grenze liegt. Es gibt noch so viele Lücken. Beispiel England. Da hört man doch immer wieder von Fällen, dass Eltern Embryonen per PID ausgesucht haben, damit die als Stammzellenspender für ihre Geschwister in Frage kommen. Da gibts doch auch immer wieder Diskussionen ob da nicht schon die Grenze überschritten ist. Und generell kann man das ja auch nie sagen ob es verboten werden soll oder nicht.
> "Aber Menschen, die die PID ablehnen tun dies wahrscheinlich aus dem Grund, dass es einfach noch nicht geklärt ist wo die Grenze liegt"
Wo soll sie denn liegen? Muss es eine geben?
> "Da hört man doch immer wieder von Fällen, dass Eltern Embryonen per PID ausgesucht haben, damit die als Stammzellenspender für ihre Geschwister in Frage kommen"
Und? Jeder Kinderwunsch ist egoistisch.
"Da hört man doch immer wieder von Fällen, dass Eltern Embryonen per PID ausgesucht haben, damit die als Stammzellenspender für ihre Geschwister in Frage kommen"
...im prinzip auch nichts weiter, als wenn ich mir eine küche auf mass bestelle, eben nach meinen eigenen vorstellungen...ich meine bildlich gesehen!!!
Ich wollte nur die Nachteile aufzeigen, die jemand in der PID sehen könnte...und Grenzen sollte es dennoch geben, meiner Meinung nach artet das irgendwann aus. PID sollte nur für die Eltern erlaubt werden, denen es auch wirklich um die Gesundheit ihrer Kinder geht, und nicht die, die nur ein bestimmtes Geschlecht wollen. Wie gesagt, es muss eben kontrolliert werden und auch entschieden werden für wen diese PID durchgeführt werden muss.
> "PID sollte nur für die Eltern erlaubt werden, denen es auch wirklich um die Gesundheit ihrer Kinder geht, und nicht die, die nur ein bestimmtes Geschlecht wollen"
Warum nicht?
Also dann kommt es doch irgendwann auch zu diesen Designer-Babys, wo man dann nach Eigenschaften auswählen kann, also Haarfarbe und so.. irgendwo sollte dann die Grenze sein. PID ist meiner Meinung nach dafür da, um Krankheiten vorzubeugen und um z. B. Geschwistern durch ein neues Kind zu helfen.
Also ich fände es weniger schlimm, wenn das gewünschte Kind blond, weiblich und grünäugig sein soll, als den Grund: "z. B. Geschwistern durch ein neues Kind zu helfen". ;)
Ja das ist wohl Ansichtssache :) Ich sag Ja zu PDI aber nur zum medizinischen Zweck ;)
> "Ich sag Ja zu PDI aber nur zum medizinischen Zweck ;)"
Nuja, und was, wenn die Mutter psychisch belastet wird, wenn ihr Kind nicht z.B. schwarzhaarig, männlich und braunäugig wird? Wäre ja ein med. Zweck, ihr das zu ersparen ;)
Das Designer-Baby ist wohl doch mehr Zukunftsmusik. Wie soll das funktionieren? Die PID läßt eine Auswahl zu - aber doch nur von bereits vorhandenen Eigenschaften aus den Genomen der Eltern.
Da gibt es doch auch Zufallskombinantionen...
Zum Thema auch:
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/57...
UND
http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/stammzell...
(mit Bildern)
*klick*
Ethik?!
Spätestens, wenn es um die Heilung einer eigenen, fiesen Krankheit geht, wird auf Ethik in der Regel gesch--- ;)


