SPD und Aktives Bürgerforum scheitern mit Kulturstiftung
Bürgerstiftung hätte Zus` gut getan
SPD und Aktives Bürgerforum sehen Chance zunächst vertan
Nach Ansicht der Fraktion von SPD und Aktivem Bürgerforum im Marktgemeinderat wurde durch die Ablehnung der Bürgerstiftung mit 9:9 Stimmen leider eine Chance für Zusmarshausen und seine Bürger vergeben. „Der erste Schritt, mutig neue Wege zu beschreiten, ist immer der Schwerste“, sagt schon der Volksmund und leider hat dieser Mut gefehlt.
Da eine solche Einrichtung auf Dauer, personenunabhängig und transparent angelegt ist, wäre sie aus Sicht von SPD und Aktivem Bürgerforum eine sinnvolle und moderne Ergänzung zu den bestehenden Möglichkeiten gewesen, kulturelles und bürgerschaftliches Engagement im Markt Zusmarshausen nachhaltig zu unterstützen, betont der Fraktionsvorsitzende Richard Hegele.
Mit einer Bürgerstiftung, auf Basis einer Treuhandlösung und auch mit entsprechenden steuerlichen Vorteilen, stellt man den Bürgern eine eigene, gesonderte Plattform zur Verfügung, sich vor Ort für den Ort zu engagieren, ohne anderen Vereinen oder Gruppen etwas weg zu nehmen. Dies war und ist nicht die Absicht einer Stiftung. Stattdessen werden Gelder in der Marktgemeinde gehalten und sinnvoll eingesetzt, die sonst womöglich verloren wären.
Denn nicht nur Bürger sondern auch Firmen können unter dem Dach einer solchen Bürgerstiftung einmalig als Spende oder auf Dauer als Zu-Stiftung in den Grundstock für den Stiftungszweck aber auch für ein bestimmtes Projekt direkt Gutes tun und dies, wenn gewünscht, sogar unter eigenem Namen. Auch kleine Beträge würden helfen und Gutes bewirken.
Frei nach dem Motto: Solidarität und Verbundenheit der Bürger vor Ort.
Und der Bedarf nach einer sicheren, leicht verständlichen und handhabbaren Möglichkeit zu stiften ist da, wie zahlreiche Beispiele zeigen. Mit ein Aspekt ist dabei sicherlich auch die demographische Entwicklung aber auch die in den letzten Jahren zunehmende Besinnung auf die eigenen Traditionen und Heimat in einer globalisierten Welt.
Auch wäre es nicht am finanziellen oder organisatorischen Aufwand gescheitert.
Die benötigten Zehntausend Euro für die Anschubfinanzierung wären für den Markt Zusmarshausen trotz der vielfältigen Aufgaben die die Gemeinde zu bewältigen hat, tragbar gewesen. Auch der Aufwand für die Verwaltung ist durch das bereits bestehende Treuhandmodell mit einem soliden Rahmen und klarer Aufgabenverteilung überschaubar. Nicht zuletzt hätte der Marktgemeinderat über den Stiftungsbeirat keine Kompetenzen abgeben, stattdessen neue Möglichkeiten gewonnen.
SPD und Aktives Bürgerforum sind sich aber sicher, dass die Bürgerstiftung für den Markt Zusmarshausen zwar zunächst gestoppt, aber noch lange nicht gestorben ist. „Gute Ideen setzen sich durch, auch wenn es manchmal etwas länger dauert“, so der Fraktionsvorsitzende Richard Hegele zuversichtlich.

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