Hier wo alles begann
Zempin: Insel Usedom | In diesen Tagen sind es 40 Jahre her, dass ich zum ersten Mal die Insel Usedom besuchen durfte. Daraus ist eine große Verbundenheit zu dieser Ostsee-Insel geworden. Es verging kein Jahr, in dem nicht wenigstens einmal Urlaub hier gemacht wurde. Die Veränderungen und Entwicklungen dieser schönen Insel waren immer hautnah mitzuerleben. In den siebziger und achtziger Jahren fuhr man nachts mit einem durchgehenden Zug ab Leipzig bis nach Wolgast Hafen. In Wolgast wälzte sich dann ein Tross von Urlaubern über die Peenebrücke zum Bahnhof Wolgaster Fähre. Seit dem Jahr 2000 ist die Strecke durchgängig über die Brücke befahrbar.
1978 besuchte ich zum ersten Mal die Stadt Swinemünde. An der Grenze musste damals der Personalausweis vorgezeigt werden. 3 Jahre später war der Grenzübergang Ahlbeck geschlossen. Heute gibt es keine Schlagbäume mehr.
Nach der Wende war der Aufbruch auch hier zu spüren. Eine rege Bautätigkeit setzte ein. Die schönen alten Villen aus der Kaiserzeit wurden liebevoll saniert und bilden heute einen ganz besonderen Blickpunkt in den drei Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin.
In Heringsdorf entstand die Seebrücke neu, die erste war 1954 abgebrannt. Auch in anderen Seebädern entstanden Anlegestellen für die Schiffe nach Swinemünde und Misdroi.
Im Norden der Insel zeigten sich ebenfalls Veränderungen. Peenemünde verlor seinen Status als Militärstandort und war kein Sperrgebiet mehr. Heute sind die alten militärischen Anlagen weitgehend verschwunden und der Hafen wird zivil genutzt. Hier kann man Schiffsfahrten zur Insel Rügen, der Greifswalder Oie oder nach Freest buchen.
Wünschen wir der Sonneninsel Usedom weiterhin eine positive Entwicklung zwischen Ostsee und Achterwasser und noch viele schöne Erlebnisse auf ihr.


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