Auf lustiger Draisinenfahrt

  Als Teil unseres Jubiläumsprogramms 25 Jahre Gymnastik am Donnerstag im SC Steinhude wollten wir uns als Gruppe diesmal sportlich betätigen und begaben uns zu 13 Frauen, leider konnten nicht alle aus unserer Gruppe teilnehmen, an einem frühen Sonntagmorgen auf den Weg nach Rinteln. Unser Ziel war der Draisinenbahnhof. Bei herrlichem Sommerwetter im September trafen wir dort erwartungsfreudig und tatendurstig ein. Wir erhielten eine Einweisung in das Verkehrsverhalten auf einer Draisine, wie z.B. Bremsverhalten, Gurtpflicht für Mitfahrer, Verhalten an Kreuzungen mit und ohne Ampelschaltung, Abheben der Draisine von den Schienen bei Pausen und Wiederaufstellen. Der wichtigste Punkt war, dass um 14.00 Uhr die Draisinen umgedreht werden müssen, um den Heimweg anzutreten, egal wo man sich befindet, damit kein Gegenverkehr entsteht. Eine paar technische Daten: eine Draisine wiegt 90 kg, hat eine 7-Gang-Schaltung, bietet Platz für 2 bis 4 Personen. Zu zweit wird gleichzeitig in die Pedale getreten und leichtes Gepäck kann mitgenommen werden.
Dann konnte es auf der 80 Jahre alten Eisenbahnstrecke losgehen. Wir verteilten uns auf 4 Draisinen, verstauten unsere Rucksäcke mit dem Proviant unter den Bänken, die Mitfahrer gurteten sich an. Unsere Strecke von insgesamt 24 km sollte uns von Rinteln/Süd durch das schöne Extertal nach Bösingfeld führen. Zunächst passierten wir einige ampelgesteuerte Kreuzungen, dann zogen eingebettet in die Hügellandschaft rechts und links Wiesen und kleine Orte vorbei. Nach wenigen Kilometern mit den ersten Steigungen wurde es einigen Radlern schon warm. Die ersten Jacken wurden ausgezogen, während den Mitfahrern auf der Bank der Schatten des Waldes und der Fahrtwind noch frösteln ließen.
Nach 7 Kilometern legten wir einen ersten Stopp ein, die Draisinen wurden von der Schiene gehoben und auf dem Rastplatz das Frühstücksbuffet mit selbst zubereiteten Köstlichkeiten ausgebreitet. Zunächst stöhnend angesichts des Gewichtes der Draisine beim Herunternehmen von der Schiene, klappte es die anderen Male dank verbesserter Technik besser.
Dann ging die Fahrt weiter durch das Tal auf leicht ansteigender Strecke. Natürlich kein Problem für uns Sportlerinnen! Es blieb noch genügend Luft zum Erzählen, Scherzen, freihändiges Fahren zum Fotografieren – lenken braucht man ja nicht – und Ausziehen der nächsten Jacke, denn es wurde jetzt richtig warm vom Treten und von der Sonne.
Schneller als erwartet erreichten wir unsere Endhaltestelle , ein großes Tor hinderte uns an der Weiterfahrt: für heute das Ende der Fahrt. Über eine Stunde hatten wir nun Zeit Bösingfeld zu erkunden. Wir hoben die Draisinen von den Schienen und parkten sie auf den dafür ausgezeichneten Parkplätzen. Der Weg wurde zu Fuß fortgesetzt. Leider war Bösingfeld an diesem Sonntag ein ziemlich verschlafener Ort und wenig einladend. Wir suchten uns ein Plätzchen im Grünen und picknickten erstmal.
Gegen 14.30 Uhr hievten wir unsere Draisinen wieder auf die Schiene und traten unsere Heimfahrt an. In rasanter Fahrt, es ging nämlich fast stetig bergab, genossen wir die Landschaft, das schöne Wetter und die Sonne. Der Kaffeedurst ließ uns noch eine Pause in einem der Cafes an der Strecke einlegen, dann radelten wir gemütlich zum Draisinenbahnhof zurück. Anwohner der Strecke und vorbeifahrende Auto- und Motorradfahrer erwiderten unser fröhliches Winken. Leider war die Fahrt viel zu schnell zu Ende. Am Bahnhof wartete unterdessen schon unser Kleinbus, um uns nach Steinhude zurückzubringen.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Leine-Zeitung | Erschienen am 24.10.2014
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