Die Kurzarbeit hat der Allgemeinheit im vergangenen Jahr rund sechs Milliarden Euro gekostet. Die Betriebe zahlten etwa fünf Milliarden und die betroffenen Arbeitnehmer drei Milliarden (14 Mrd. EUR . Hochrechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- undBerufsforschung in Nürnberg).
Musste eine Alimentierung für das deutsche Jobwunder so teuer sein, ging es nicht billiger ?
Trotz leerer Kassen steht auch 2010 eine weitere Subventionierung von 800 Mio. EUR an, bleibt die Kurzarbeit das einzige anzustrebene Instrument (?!) ... ( http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nac...;2627258 ) ...
Personalflexibilisierung ohne Firmengrenzen. Lösungen für betriebliche Probleme gemeinsam (im Verbund) suchen. Effizienzsteigerungen für kleine und mittlere Betriebe ermöglichen. Der überbetriebliche Personalaustausch, geht mit einem Informationsaustausch einher. Eine Modernisierung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG), würde den Personalaustausch, als ergänzende Möglichkeit zur Kurzarbeit oder betriebsbedingten Kündigungen, dem Mittelstand ein weiteres Werkzeug an die Hand geben.
Viele Unternehmen profitieren auch heute noch von einer guten Ausstattung mit Humankapital. Dieser Erfolgsfaktor steht zunehmend und zurecht in der öffentlichen Diskussion. Die Kosten für Mitarbeiterqualifizierung, respektive Weiterentwicklung von Arbeits – und Fachkräften, werden immer häufiger als Investitionen bewertet, eine Beschäftigungssicherung im Rahmen des AÜG würde auch einem etwaigen Fachkräftemangel Rechnung tragen.
Gute Facharbeiter muss u.a. auch ein Betrieb aus/weiterbilden. Mit Zeitarbeitern kann der Betrieb Auftragsspitzen ausgleichen. Die normale Produktion sollte jeder Betrieb aber mit festem Personal tätigen.
Jeder Zeitarbeiter wird sich nach einem anderen Job umschauen, um einen festen Arbeitsplatz zu erhalten.
Die Motivation (und damit auch die Auswirkungen auf das Arbeits/Betriebsklima) sollte kein Arbeitgeber unterschätzen.
Der zunehmende Mangel an Fachkräften hat auch damit etwas zu tun, dass die Betriebe in den letzten Jahren immer mehr die Aus- und Weiterbildung dem Gesetzgeber überlassen.
Viele Fachkräfte sind bereits ins Ausland abgewandert (u.a. nach Norwegen).
Der jetzige Aufschrei nach ausländischen Fachkräften (auch erst für die nächsten Jahre) kann ich nur bedingt verstehen.
Ich habe nichts Grundsätzliches gegen Zeitarbeit und Menschenverleih - solange Freiheit im Spiel ist. Gäbe es die Regelung, dass niemand zu Zeitarbeit oder seinem Verleih gezwungen wäre, dürfte man das gern liberalisieren.
Bei dem derzeitigen Zustand bin ich aber eher für eine totale Abschaffung von Zeitarbeit und Menschenverleih.
Im Rahmen der Zeitarbeit sind meines Erachtens und u.a. "Equal-Payment-Regelungen" gangbare Wege.
Das von mir erwähnte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) "regelt" jedoch nicht nur diese Branche, sonder etwas verkümmert, auch den Personalaustausch Betrieb an Betrieb.
…als ergänzende Möglichkeit zur Kurzarbeit, ist eine Überlassung von Fachkräften eine durchaus pragmatische Alternative. DER Krise, aber auch konjunkturelle Krisen in einer Branche, im eigenen Betrieb, könnte man flexibler und fortschrittlicher entgegen treten. Desweiteren kann ein Tausch gerade für kleinere und mittlere Unternehmen ein Kooperationsinstrument gegen den wachsenden Fachkräftemängel sein.
Das Angehen und das Umsetzen von dieser Alternative wird von vielen Arbeitgebern jedoch eher gar nicht bis selten erwogen. Wie auch immer, bereits heute gilt die Bestimmung des AÜG (§ 1, Absatz 3 Ziffer1). Das bedeutet, es bedarf keiner Erlaubnis zum gewerblichen Arbeitnehmerverleih, wenn Arbeitnehmerüberlassung zur Vermeidung von Kurzarbeit oder Entlassung zwischen zwei Unternehmen desselben Wirtschaftszweiges auf der Grundlage eines für beide geltenden Tarifvertrages erfolgt. Die Arbeitnehmerüberlassung vom eigenen Betrieb in einen anderen Betrieb ist eine noch äußerst rare Form der Leiharbeit, obwohl das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) diesbezüglich Möglichkeiten hergibt. Beispiel: Alle Unternehmen, die einen Mitarbeiterbestand < 50 haben. (AÜG §1 (1) (2) Keiner Erlaubnis bedarf ein Arbeitgeber, wenn er zur Vermeidung von Kurzarbeit oder Entlassungen, einen Arbeitnehmer einem anderen Arbeitgeber buis zur Dauer von 12 Monaten überlässt. Die Überlassung muss der Bundesagentur für Arbeit angezeigt werden. Der Arbeitnehmer muss sein Einverständnis schriftlich bestätigen.
Beispiele von einigen durchaus bekannten Vorteilen, sind im Anschluss aufgeführt.
Vorteile für das "Entleihunternehmen":
• Unternehmen mit temporären Personalbedarf können auf erfahrene und qualifizierte Fachkräfte zurückgreifen und zusätzliche, durch den Entleih von Fachkräften entstehende Personalkosten, sind meist im Vergleich zur Zeitarbeit, vor allem bei der Betrachtung der höheren Qualifikationen, günstiger.
Vorteile für das "Verleihunternehmen":
• Unternehmen mit zeitlich begrenztem Personalüberhang können mit einem Personalaustausch untereinander ggf. Kurzarbeit bzw. betriebsbedingte Kündigungen abwenden. Personalkostenerstattung für die entliehenen Fachkräfte, bringen eine finanzielle Entlastung.
• Da das bestehende Arbeitsverhältnis vom Personalaustausch unberührt bleibt, gehen dem „Verleihunternehmen" die erfahrenen Fachkräfte und deren Betriebserfahrung nicht verloren.
Vorteile für die ausgeliehenen Fachkräfte:
• Kurzarbeit und betriebsbedingte Entlassungen können durch einen Personalaustausch vermieden werden .
• Der Personalaustausch erfolgt auf freiwilliger Basis.
• Das bestehende Arbeitsverhältnis bleibt unberührt (Beschäftigungssicherung).
• Die Fachkräfte erlangen neue Erfahrungen, Sichtweisen und Qualifizierungen.
Der Personalaustausch bringt Vorteile für alle Beteiligten:
Die Fachkräfte bleiben während des Personalaustausches weiterhin in Ihrem Stammbetrieb beschäftigt, die arbeitsvertraglichen Rechte bleiben damit unverändert ( Entgelt, Arbeitszeiten, Versicherungsschutz). Der Personalaustausch kann auf auf rein freiwilliger Basis erfolgen. Liegt ein konkretes Angebot oder eine Nachfrage vor, sollten sie gefragt werden, ob sie zum Personalaustausch bereit sind.
Die Fachkräfte sollten vorab über...
• die planerische Dauer des Personalaustausches,
• die Beschreibung der auszuübenden Tätigkeit beim entleihenden Unternehmen,
• alle wichtigen Informationen über den genauen Arbeitsort, respektive über die Arbeitszeit,
...informiert werden.
Auch während des Personalaustausches ist eine Unterbrechung jederzeit möglich.
Die Betriebsräte beider Unternehmen müssen dem Personalaustausch zustimmen.
Zeitarbeit sehe ich als flexibeles Instrument für die Arbeitgeber.
Für den Arbeitnehmer heißt es jedoch "immer im Ungewissen leben", nie ruhig schlafen und vor allem - niemals richtig für die Zukunft planen können.
Zun Thema Kurzarbeit sollte jedem klar sein, das es der letzte Schritt vor der Entlassung ist. Und "DAS" kostet dem Staat und der Allgemeinheit richtig Geld.
@ stefan schlamelcher, ich sehe Zeitarbeit und Kurzarbeit ebenfalls als wichtige Faktoren auf dem Arbeitsmarkt.
zu1:
Zeitarbeit ist sicher ein Instrument zum "atmen" um z.B. Auftragsschwankungen abzufangen. Ein vielfältiger Mißbrauch liegt jedoch deutlich auf der Hand. Nach und nach werden ja nun gewisse Mißstände abgebaut. Mir graut es jedoch davor, wenn 2011 die europäischen Tore aufgemacht werden. Wer sich mit der Zeitarbeit beschäftigt hat, der weiß ja auch wie sie entstanden ist....es waren einmal zwei Kleinbetriebe, der Eine hatte für zwei seiner Angestellten vorrübergehend keine Arbeit, daraufhin entlieh er diese an einen befreundeten Betrieb. ...
zu2:
somit sind wir ja schon bei der Kurzarbeit bzw. betriebsbedingten Kündigungen. Die Kurzarbeit hat der Allgemeinheit 2009 etwa 5 Mrd. EUR gekostet, den Arbeitgebern etwa 5 Mrd. und den Arbeitnehmern 3 Mrd. EUR (14 Mrd. EUR). Die allseits geliebte Kurzarbeit wird meist als Panazee angesehen ?! Es muss doch über neue Maßnahmen, weitere Alternativen nachgedacht werden....es muss doch billiger gehen ! Und da kommt meines Erachtens das AÜG ins Spiel. Vorteile gegenüber Kurzarbeit und betriebsbedingten Kündigungen siehe oben. kein ERSATZ, aber eine mögliche ERGÄNZUNG. Freundliche Grüße Dirk
@stefan schlamelcher? Warum so förmlich unpersönlich? Stefan hätte doch gereicht.
Zeitarbeit heißt für mich definitiv keine langfristige Perspektive= keine Zukunft die planbar ist - Arbeitnehmertechnisch.
AÜG? Gut, dann verschiff mal z.B. 60.000 Opel Mitarbeiter nach...? Ja wohin?
USA?
Kleine Betriebe halten sich doch an garnichts. Es werden zu Spitzenzeiten immer noch zig tausend Überstunden gemacht - überall. Und wenn die Rendite in Gefahr ist, wird entlassen und geschlossen.
Stefan ;-) , neben schwarz - weiß sind noch weitere Sichtweisen erlaubt, nicht immer gleich das Extrem (60.000 Opel-MA ?!) herbeiführen. Zum Ersten geht es bei der von mir angeschnittenen Thematik nicht um eine Jobbörse und Zweitens sollte man nicht alle kleinen u. mittleren Betriebe verallgemeinern. Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz wird doch nun zunehmend umgesetzt. Wenn auch leider nur in den sehr eng gesteckten Grenzen. Z.B. ...in NRW Rhein/Ruhr ca. 300 Betriebe, z.B. im Weser/Ems - Gebiet ca. 150 Betriebe und weitere z.B. im Südharz. Dieser Verbund wird nach dem AÜG auf tariflicher Ebene geschlossen. Die "Metaller" (um die geht es dabei) sind seit Dez`09 der Vorreiter und machen weiter.
Also ...gebt den Betrieben Auswahlmöglichkeiten an die Hand... kein moderner Betrieb wird (schon gar nicht heutzutage) Fachkräften kündigen, wenn er diese in geeigneter Form auch halten kann.
Was Du erwähnst ist sicherlich auch richtig, aber es ist nur ein kleiner und teils extremer Teil vom heutigen Arbeitsmarkt.
Viele kleine Räder ziehen meines Erachtens den Karren auch voran.....es braucht nicht immer gleich eine 100 % Lösung zu sein.
....ja, deshalb bin ich für eine Modernisierung des AÜG , es bedarf hier nur einer Aktualisierung auf heutige Notwendigkeiten / Gegebenheiten (siehe auch Koalitionsvertrag CDU, CSU und FDP, 17. Legislaturperiode, 23/132 , Bürokratische Hindernisse für Betriebe sind abzubauen.) .
... zum Thema Jobtausch ... wo ist denn hier der Unterschied zu einer "gewöhnlichen" Einstellung, zu einer gewöhnlichen Bewerbung, wenn man eine berufliche Veränderung anstrebt ? Sind mehr arbeitsrechtliche Risiken da ? nein, nein ... ein Jobtausch kann doch ein ganz normaler Vorgang bei der externen Personalbeschaffung werden ?!
Vorteile und andere Info`s auch unter http:/fkregional.de/vorteile/
Nun auch aktuell vor "unserer" Haustür. Gewerkschaft erkennt Vorteile vom Personalaustausch ! HAZ vom 17.08.2010, Wirtschaft: Tarifvertrag zum Personalaustausch vereinbart, http://bit.ly/atIV2mhttp://fb.me/H8iWJfU7
Hallo Walter... besten Dank für`s Interesse !
Das Thema Zeitarbeit und wie diese heutzutage umgesetzt wird, sehe ich ebenfalls mit Skepsis.
Ich möchte Dir nachfolgenden Artikel / Autor empfehlen: http://www.handelsblatt.com/arbeitswelt-der-zukunf...;2612996
Thema:
Wenn Facebook die Gewerkschaft ersetzt
Wie arbeiten wir 2020? Wie müssen Unternehmen im Internet organisiert sein, um Erfolg zu haben? Um solche Fragen kümmert sich der Online-Experte Tim Cole.
Danke und Gruß
Dirk
Ein schlechtes Benehmen am Arbeitsplatz kann den Betrieben enormen finanziellen Schaden zufügen, wie aktuelle Studien belegen (Chr. Porath u. Kollegen, University of Southern California).
Die Mitarbeitermotivation ist auch daher ein wichtiger Aspekt im Unternehmen. Moderne Unternehmen, mit einer an werteorientierten Führungskultur und einer nach ethischen Grundsätzen gelebten Unternehmenskultur, werden wohl auch hierbei...
Wir "können" auch EUROPA !
Auf den Wandel in der Arbeitswelt, müssen sich auch die Arbeitnehmer Europas einstellen. Heutige Gegebenheiten und morgige Notwendigkeiten wirken sich direkt auf ihre zukünftige Beschäftigungsfähigkeit aus.
Das Gleiche gilt auch für Unternehmen. Bewegungslose Unternehmen werden den anstehenden Anforderungen weder gerecht werden, noch neue...
MEGATRENDS (... und die Welt von Morgen)
Heutzutage wird häufig über MEGATRENDS berichtet. Selbst "Onlineshopping" , "Social Networking" oder beispielsweise die "Automatisierung" wird unter dem Begriff MEGATREND abgefasst.
Ich verstehe im Rahmen der Zukunftsforschung den MEGATREND eher wie folgt :
-Ausgangssignal (Heute) ,
-Trends bei Konsumenten u. Branchen (ca. +5 Jahre) ,
-wachsende, sich bestätigende...
Soest: Campus | . April 2013:
Das war ja eigentlich schon seit langem klar!
Nun ist der
Karrieretag Soest - der TURBO zum Traumjob
auch bei SPIEGEL-online ganz oben:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/jobmessen-und-mba-messen-alle-termine-2013-a-876158-4.html
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Soest: Campus | Jobs, Jobs, Jobs, ...
Der "kleine" Karrieretag in der Mensa:
Eine Woche vor dem GROSSEN Karrieretag
gibt es schon Jobs und mehr in der Mensa Soest:
Und das ist besonders:
1. Pflanzsets fürChilipflanzen:
Fa. Brunel bringt Jobs, Jobs, Jobs mit, und Pflanzsets für Chilipflanzen:
IHRE Karriere wächst bei BRUNEL
2. Sekt, O-Saft und mehr in der Mensa
Seinen XX-ten Geburtstag feiert der Leiter der Karrieretage Soest...