Städtepartnerschaft Wunstorf-Flers / Wie vor 20 Jahren?

M. Forreiter / 1. Vorsitzender
 
In der Stadtkirche Wunstorf
Wunstorf: Fußgängerzone;Stadtkirche | Nicht ganz. Denn im Gegensatz zum diesjährigen Himmelfahrtstag war das Wetter am 25.05.1996 sehr schlecht, so dass die feierliche Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde in der Stadtkirche Wunstorf erfolgen musste.
Für den offiziellen Empfang am 05.05.2016 hatten der Vorstand und die Stadt Wunstorf wieder denselben Ort wie vor 20 Jahren gewählt - die Stadtkirche in Wunstorf. Allein über 60 Flersianer waren angereist, davon 4 Stellvertreter der Stadt Flers: Subay Sahin, Josette Bonnel, Anne-Marie Morin und Inès Chaté, die auch die Rede von H. Sahin ins Deutsche übersetzte. Viele schöne, aber auch nachdenkliche Worte hatten alle Redner in ihre Ansprachen genommen.

Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt erinnerte in seiner Ansprache an damals, als 1994 der Bürgermeister aus Flers, Michel Lambert, nach Wunstorf kam, um für eine Städtepartnerschaft zu werben, da von Seiten der Schulen (initiiert von Claude Roussel und Horst Boese) schon mehrere Jahre ein Schüleraustausch stattfand. Die Wunstorfer Delegation, die einige Monate später nach Flers reiste (mit einem „NEIN“ zur Städtepartnerschaft im Gepäck), wurde von der Gastfreundlichkeit übermannt und nahm gern das Angebot zur Städtepartnerschaft an. So wurde im darauffolgenden Jahr die Freundschaftsurkunde in Flers und 1996 dann in Wunstorf der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Herr Eberhardt verglich die 20-jährige Partnerschaft mit einer Ehe/einem Ehepaar, das seine „Porzellanhochzeit“ feiert. Das zerbrechliche Porzellan soll alle daran erinnern, dass eine Partnerschaft auch nach 20 Jahren fragil ist und zerbrechen kann, wenn sie nicht ständig gepflegt wird. Das dies zwischen Wunstorf und Flers gut funktioniert, ist keine Frage.
Aber neben den vielen schönen Erlebnissen und Momenten, die die teilnehmenden Familien schon erlebt haben, hat die Freundschaft zu den Franzosen auch eine ganz besondere und wichtige Bedeutung für Europa!

In den 20 Jahren haben sich auch viele Vereine aus Wunstorfer und Flers ausgetauscht, vor allem viele Jahre die Feuerwehr.

Als lobenswerte Entwicklung sollte hervorgehoben werden, dass mehrere junge Menschen unter den französischen Gästen waren und dass nicht nur die beiden 1. Vorsitzenden Jean-Marc Chevalier und Manfred Forreiter ihre Reden in Deutsch und Französisch hielten, sondern auch auf Seiten der französischen Stadtvertreter Frau Inès Chaté perfekt deutsch spricht und die Übersetzung der Rede von H. Sahin übernahm. In die Rede von Manfred Forreiter wurde die erneute Verlesung der Partnerschaftsurkunde eingebunden. Diesen Part übernahmen Fr. Piellusch und Fr. Lesage.
Für die musikalische Umrahmung der Feierstunde sorgten Katharina Seehausen und Anja Emmanouilidis mit ihrem Querflötenspiel.

Nach der Feierstunde in der Stadtkirche wurde als besonderes Highlight und Überraschung für viele der freie Platz neben der Stadtkirche auf den Namen "Ville-de-Flers-Platz" getauft. Bei der feierlichen Enthüllung des Straßenschildes spielten Lothar Brodkorb und Hans Wendt auf Trompete und Saxofon die beiden Nationalhymnen. Die Vertreter der Stadt Flers hatten als Geschenk den letzten in Flers gegossenen Kanaldeckel mitgebracht, auch eine Erinnerung an die früher um Flers herum blühende Eisenindustrie. Dieser soll bei der Renovierung des Kirchenvorplatzes in den Boden eingelassen werden. Bei den anschließenden Gesprächen bei Getränken und Häppchen in der Abtei spielte Lothar Brodkorb zur musikalischen Untermalung auf seinem Saxofon, und es lief nebenbei ein Videofilm, der aus Filmsequenzen der letzten 20 Jahre von Manfred Forreiter zusammengestellt worden war. Interessant, wie sich der eine oder andere in den 20 Jahren verändert hat.

Am Freitag wurde nach einem ausgedehnten Essen in den Strandterrassen das Tanzbein geschwungen - aber nicht zu lange, denn am Samstagmorgen fuhren zwei Busse bei herrlichem Sonnenschein erst nach Braunschweig, wo französische und deutsche Stadtführungen angeboten wurden, und um 14.00 Uhr weiter ins Mühlenmuseum nach Gifhorn. Die letzten gemeinsamen Stunden verbrachten die befreundeten Familien unter sich. Am Sonntag ging’s pünktlich um 08.00 Uhr wieder nach Flers.

Einiges hat sich in den letzten 20 Jahren verändert, aber viele Freundschaften, die vor 20 Jahren geschlossen wurden, bestehen immer noch. Das ist gelebtes Zusammenwachsen von EUROPA! Also, freuen wir uns schon auf Mai 2017!
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