Kneippianer wandern zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Kneipp-Verein Wunstorf: Kaiser-Wilhelm-Denkmal im Herbstlicht
Wegen seiner landschaftlichen Schönheit ist das Wiehengebirge in beliebtes Wandergebiet des Kneipp-Vereins. Entlang der Werre und der Weser führte der Weg dann zum Kamm. Von dort ging es auf dem Wittekindsweg zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Dieses Denkmal gehört wohl wegen der schönen Aussicht auf die Porta Westfalica zu den meistbesuchten Denkmälern Deutschlands. Hier zwängt sich die Weser durch das Wesergebirge. König Wilhelm I. von Preußen, seit 1871 Kaiser von Deutschland, thront in überhöhter Herrscherpose weithin sichtbar auf dem Wittekindsberg. Das imposante Bauwerk ist 88 Meter hoch. Es soll an die deutsche Einigung nach dem Deutsch-Französischen Krieg erinnern. In erster Linie geht es aber um Selbstdarstellung, Macht und Ansehen von Preußen und Deutschland nach 1871. Die Einweihung fand mit viel Pomp und Hurra 1896 statt. Der Enkelsohn Wilhelm Zwo reiste im Sonderzug an. Zu der Massenveranstaltung waren 20 000 Menschen geladen. Denkmalssetzungen, Denkmalsfeste und Aufmärsche waren damals in Mode und sollten die Deutschen zu einer verschworenen nationalen Gemeinschaft einigen. Diese Mobilisierung der Massen führte der Nationalsozialismus fort. Die Baukosten waren während der 4-jährigen Bauzeit auf eine Million Goldmark geklettert - ein Schelm wer an Stuttgart 21 denkt. Die Kneippianer jedenfalls genossen den schönen Herbstausflug.
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