DHB-Netzwerk Haushalt besucht Buchdruckmuseum

DHB-Mitglieder warten darauf, ihr eigenes Lindener Tagesblatt zu drucken.
In Hannover im Stadtteil Linden gibt es ein Buchdruckmuseum. Hier fühlt sich der Besucher in eine Hinterhof-Druckerei aus den 50er Jahren versetzt. Das mittlerweile fast verschwundene Schriftsetzer-, Buchbinder- und Buchdruckerhandwerk wird wieder lebendig. Eine Gruppe des DHB-Netzwerk Haushalt besuchte das Museum. Herr Meier vom Freundeskreis Schwarze Kunst e.V., ein ehemaliger Stereotypeur, hielt einen Vortrag über die Geschichte des Buchdruckerhandwerkes. Angefangen hat alles bei Johannes Gutenberg, der im 15. Jahrhundert die beweglichen und mehrfach benutzbaren Metall-Lettern und die Druckerpresse erfand. Diese technische Revolution war der Anfang zur massenhaften Verbreitung von Schriften und Informationen, vom Buch bis hin zur Zeitung. War das Setzen der Buchstaben und Zeilen von Hand noch mühsam und zeitaufwändig, wurde es im 20. Jahrhundert mechanisiert durch die Setzmaschine. Zeitungen und Bücher konnten nun schneller und billiger hergestellt werden. Erst ab 1960 wurde die Bleilettertechnik durch fotomechanische Verfahren abgelöst.
Herr Meier erzählte den DHB-Besucherinnern auch vom Gautschen, einem alten Buchdruckerbrauch. Nach bestandener Abschlussprüfung wurde der Setzer, Drucker oder Stereotypeur in ein Fass mit Wasser gesetzt, erhielt den Gautschbrief und musste einen Freitrunk ausgeben.
Nach dem Vortrag wurden Druckerpressen, Setzregale und Setzmaschinen besichtigt und erklärt.
Zum Schluss konnte jeder seinen eigenen Namen setzen und sein eigenes Lindener Tagesblatt drucken. Auf diesem Schriftstück ist der Besuch des DHB-Netzwerk Haushalt am 18.3.2015 dokumentiert. Dieses kleine, lebendige Museum lebt von der Begeisterung und Freude, mit der die Mitglieder des Freundeskreises Schwarze Kunst die alten Maschinen pflegen und von dem Handwerk der Buchdruckkunst erzählen.
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Volker Beilborn aus Marburg | 03.12.2015 | 18:05  
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