Das Fest der Stille?!?

Wunstorf: Dorfkirche Luthe |

Luther Adventskonzert – ein Beitrag

Ein Konzert zum Fest der Stille. Wie passt das zusammen? Stille, still sein und doch singen. Wie kann man mit einem Konzert zur Stille beitragen? – Doch klammern wir uns nicht so sehr an das Wort, sondern hören wir, hören wir in uns hinein. Da ist viel Unrast, Hast und Eile – innerer Lärm zu spüren, zu hören. Wie gut tut es uns da, wenn wir einmal ruhig werden können, herunterkommen, all das Getriebe in uns loslassen. So gemeint, kann man sich auf ein Fest der Stille mit Musik vorbereiten. Man kann seinen Gedanken nachhängen, sich einfach im Strom der Musik treiben lassen und innerlich ruhig, ja still werden. Ein hoher Anspruch! Chorgesang in Luthe hat sich darauf eingelassen und mit schönen weihnachtlichen, ruhigen und besinnlichen Liedern versucht, die Zuhörer in den Strom der Besinnlichkeit hineinzuziehen. Gleich bei dem ersten Spiritual: „All Night All Day“ konnte man das Getriebe des Lebens hinter sich lassen und in eine andere Welt eintauchen. Chorgesang in Luthe breitete, mit seinem Folklorechor und dem Pop & Gospelchor, gemeinsam einen Teppich aus, auf dem Chor’o’fun, Harenberg gelassen weiterschritten. Die jüngsten Interpreten, Simon (Violoncello) und Jarne (Geige), sowie Jan (Geige) mit Herrn Schwieger (Klavier), erweiterten den Teppich der Ruhe und Gelassenheit mit bekannten deutschen Weihnachtsliedern. Auch die von Hanna vorgetragene Geschichte vom Stromausfall am Heiligen Abend, passte gut zum Motto des Konzerts. Denn endlich einmal fand sich die Familie, wie in alten Zeiten, unter dem Weihnachtsbaum mit echten Kerzen, mit Geschichten und selbst gesungenen Liedern zusammen – still eben. Hervorzuheben ist auch der Sprechgesang, neudeutsch RAP, „Pst! Das Fest der Stille“ vorgetragen von den beiden Luther Chören. Auch das Instrumentalduett Drude/Schwieger lockte die Zuhörer in andere Sphären. Schließlich ging das Gesangsquartett „Jennifer Borchert, Hiltrud Donker, Danny Meier und Rüdiger Schuster“ mit dem Lied “Scarboro Fair“ auf unsere unruhige Zeit voll Krieg und Vertreibung ein. Es wurde einfühlsam und sacht vorgetragen und fand beim Publikum sehr große Anerkennung. Es wäre schön, wenn wir dieses Quartett in den Konzerten der Luther Chöre öfters zu hören bekämen. Mit dem Lied: Think of me forget me not, zogen die Luther Chöre aus der Kirche und verabschiedeten die Zuhörer mit einem langen klingenden Spalier.
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