Zeitwanderung durch die Moore am Steinhuder Meer

Der Vorsitzende des Fördervereins, Norbert Taeger, begrüßt Rudolf Diersche (li.).
Wunstorf: Begegnungsstätte Bürgerpark |

Vortrag in der Begegnungsstätte kommt gut an


Wunstorf. Da sag nochmal einer, dass sich die Menschen in Pflegeheimen für nichts mehr interessieren. Bei einem Vortrag über die Geschichte der Moore am Steinhuder Meer, ihre wirtschaftliche Bedeutung und den Einfluss auf unser Klima, lauschten unsere älteren Mitbürger gespannt dem Vortrag von Rudolf Diersche. Der Vorsitzende des Fördervereins Diakonische Altenhilfe Wunstorf e.V., Norbert Taeger hatte den in Wunstorf gut bekannten Fotografen, Rudolf Diersche, zu diesem Exkurs, in Wort und Bild, rund um das Steinhuder Meer und in die Moore eingeladen. Diersche erklärte die Jahrtausend dauernde Entstehungsgeschichte eines Hochmoores und untermalte dies mit anschaulichen Grafiken, alten Zeichnungen und Fotos. Einige der Zuhörer konnten sich noch gut an die Zeit erinnern, wo Torf aus den Mooren als Heizmaterial verwendet wurde. Die Zahlen beeindruckten. Täglich wurden in zehnstündiger schwerster Arbeit mehr als drei tausend Körbe Torf abgefahren, teilweise auf Torfkähne verladen und in Steinhude entladen, getrocknet und aufgeschichtet. Zehntausend Soden á 2 kg war der Jahresverbrauch einer Familie. Mittags gab es ein karges Essen und wie Rudolf Diersche augenzwinkernd sagte, auch mal einen „Lütten“ zum kalten Kaffee. Bilder aus den 30iger Jahren verdeutlichten dies und rief bei manchem Zuhörer Erinnerungen an die Kindheit hervor.
Diersche berichtete auch über die industrielle Nutzung, die damit verbundene Problematik, die Bemühungen der Renaturierung und die derzeitigen Maßnahmen der Entkusselung. Er zeigte Bilder von der speziellen Pflanzen- und Tierwelt in den Mooren rund um das Steinhuder Meer. Angeregte Fragen zeigten, dass Diersche das Thema sehr verständlich und überzeugend vorgetragen hatte. Die anschließende Video-Entdeckungsreise um das Meer rundete einen gelungenen Nachmittag ab.
Und noch ein Hinweis: Wer die Arbeit des Freundeskreises an und für unsere älteren Mitbürger unterstützen will, sollte Kontakt aufnehmen unter 05031-9503-0.
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