Wunstorfer Kneippianer wandern durch die Meerbruchwiesen

von Christel Stucke aus Wunstorf | am 10.02.2009 | 252 mal gelesen | 2 Kommentare | 1 Bildkommentar | 2 Bilder
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Die Kneipp- Wandergruppe auf der Brücke, die über den Hagenburger Kanal führt, im Hintergrund das Hagenburger Schloss

Wiesen, Felder, frische Luft, auf geschichtsträchtigen Pfaden wandern und intakte Natur erleben. So macht das Wandern den Kneippianern Spaß. Diesmal führte die Tour von Winzlar, durch die Meerbruchwiesen nach Steinhunde. "Der Meerbruch ist eine 12 km² große Wiesenlandschaft, in der auch Erlenbrüche und kleinere Hochmoore vorkommen. Die Wiesen sind Lebensraum und Brutplatz für besondere Vogelarten und außerdem als Rastplatz von besonderer Bedeutung für den Vogelzug. Wichtig ist, dieses Feuchtgebiet zu erhalten und Störungen zu vermeiden", erklärte Wanderwart Hans - Wilhelm Ohl. So konnten die Wanderer über 100 rastende Graugänse auf einer Wiese beobachten, die dort ihr Frühstück einnahmen. Große Teile des Meerbruchs wurden schon Ende des 19. Jahrhunderts landwirtschaftlich zur Heugewinnung genutzt. Der Transport fand teilweise auf Schiffen über das Meer statt. Infolge der fortschreitenden Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung verschwanden unter anderem Sumpfdotterblumen, Wiesenschaumkraut, Kuckuckslichtnelke. Brachvogel, Uferschnepfe und Kiebitz verloren ihren Brutplatz. Heute schützen und sichern Abkommen sowie Förderprogramme dieses Feuchtgebiet. So wurde zum Beispiel im Zusammenarbeit mit dem Landkreis Hannover und den Naturschutzbehörden fast 650 ha landwirtschaftliche Flächen gekauft und anschließend zu speziellen Bewirtschaftungsbedingungen den Landwirten zur kostenlosen Nutzung überlassen. Die Wiedervernässung wurde verbessert, Stauanlagen regulieren die Gräben, die im Winter und Frühjahr Wiesen flach unter Wasser setzen. Anschließend wird der Wasserstand abgesenkt, damit die Flächen zur Heuernte wieder problemlos befahren und landwirtschaftlich genutzt werden können. Das gut ausgeschilderte Wegenetz bietet Beobachtungsmöglichkeiten und Naturerlebnis für Erholungssuchende, ohne die Tier- und Pflanzenwelt zu gefährden. Kurz vor dem Ziel führte der Weg die Kneippfreunde am Hagenburger Schloss vorbei. Früher kamen bedeutende Persönlichkeiten wie Zar Peter der Große von Russland, Friedrich der Große und englische Könige mit ihrem Gefolge zu der Sommerresidenz der Schaumburger Fürsten.

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2 Kommentare zum Beitrag
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Waltraud Scharnhorst aus Neustadt am Rübenberge am 11.02.2009 um 11:19 Uhr  
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Helmut Metzner aus Wunstorf am 11.02.2009 um 19:38 Uhr  
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