Auf Wanderschaft durch die blühende Lüneburger Heide - Historische Verbindungen zu Wunstorf werden entdeckt
Die Berg- und Talwanderer des Kneipp-Vereins wanderten entlang des Heideflusses Böhme. Zwischen Walsrode und Dorfmark schlängelt sich der Fluss durch hügeliges, teilweise schluchtartiges Gelände. Sicherlich mit eines der schönsten Landschaftsgebiete in der Südheide. Der Weg führte von Walsrode zunächst durch den Tietlinger Wacholderhain, eine parkähnliche Heidelandschaft. Auf Anordnung des Naziregimes wurden dort 1934 auf einer Anhöhe die sterblichen Überreste von Hermann Löns beigesetzt. Es ist allerdings strittig, ob die Gebeine des Heidedichters wirklich unter dem mächtigen Findling ruhen. Hermann Löns war im Ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger 1914 in Frankreich gefalllen. Schon zu Lebzeiten ist Löns als Jäger, Natur- und Heimatdichter zum Mythos geworden. Große Popularität erlangte er in Hannover als "Fritz von der Leine" mit seinen satirischen Lokalplaudereien. Er war es auch, der Wunstorf "Stadt der Nachtigallen" taufte. Der Rastplatz im Park des Kneippbades Fallingbostel war für die Kneippanhänger maßgeschneidert. Gevespert wurde auf den Bänken am Kneipp-Kräutergarten und die Füße im Wassertretbecken erfrischt. Die Wanderer stießen noch auf eine weitere Verbindung zu ihrem Heimatort Wunstorf. In Fallingbostel steht am Rande des Buchenwaldes Lieth der "Hof der Heidmark". Das Fachwerkhaus aus dem Jahr 1642 und die alten Treppenspeicher sind Gedenkstätte und Museum zugleich. Der Hof erinnert an die 21 Orte in der Heide, die Mitte der Dreißiger Jahre für die Anlegung des Truppenübungsplatzes Bergen geräumt werden mussten. Einige Aussiedler fanden in Liethe und Blumenau eine neue Heimat. Dorfmark war Endpunkt der 17 km langen Tour. Im Zugabteil sangen die Wanderer das Lönslied "Auf der Lüneburger Heide" , die Mitreisenden stimmten fröhlich ein.




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