Auf dem Weg nach Schlesien! Teil 8.

Der Wachhund von "Villa Navigator"
Donnerstag 07. Juni 2007.

Heute sagen wir Schlesien ade. Gefrühstückt wurde um 8 Uhr, Start nach Berlin um ½ 9. Wir wollen unsere Rücktour über Berlin machen und dabei noch die Schwester meiner Frau besuchen. Das Gepäck hatte ich schon vor dem Frühstück verstaut, nur noch an der Ausfallstraße in Neisse tanken und los geht die Fahrt.

Heute ist Fronleichnam, in einigen Dörfern stehen Altäre an den Straßen. Später fahren wir noch fast in eine Prozession rein, wir mussten warten. Der Pfarrer mit seinen Messdienern vorweg, die Kinder dahinter, dann der Gemeindetross. Die Kinder haben Blütenblätter gestreut. Jetzt weiß ich warum gestern in den Feldern, Leute diese Blütenblätter gepflückt haben. Wir fahren weiter, eine Umleitung koste mich fast 20 km, dann die Autobahn. Es ist nicht viel Verkehr, die Zufahrt war neu und ich konnte mal wieder eine super Schräglage spüren. Eine wenig befahrene neue Autobahn, ich war erstaunt. Wir kommen gut vorwärts und machen gegen Mittag eine Rast, die Blase drückt. Vor der Grenze essen wir noch eine Kleinigkeit, es gibt Krautsuppe, wir nehmen noch ein Würstchen dazu. Der Tank ist voll, aber alle Zloty sind noch nicht verbraucht. Am Grenzübergang Forst ist nicht viel los. Am Spreewald vorbei fahren wir nördlich nach Berlin. Die Autobahn ist voller geworden, der Himmel verfinstert sich schnell. Am Flughafen Schönefeld hat uns dann noch ein Schauer erwischt. Nach einem Kilometer war die Fahrbahn wieder trocken. Gisela sitzt unruhig, etwas stimmt da nicht. Ich kann auch nicht fragen, die Sprechanlage hat einen Kabelbruch. Ein Stau klärt mich schnell auf, Sie Muss und zwar schnell. Die nächste Ausfahrt ist meine, die erste Gelegenheit zum Klo auch. Schnell noch ein Glas Wasser trinken und etwas verschnaufen und wieder in den Stau. Bis zu Rita sind es noch 20 km sagt mein Navi, gebraucht habe ich fast eine Stunde dafür. Für Deutschland ist das fast schon Normalität.

Wir haben eine Woche Polen erlebt, alte Häuser neben Prachtbauten, schlechte Straßen neben topp Autobahnen gesehen. Man erkennt in jedem Dorf und jeder Straße dass auch in Polen viel Geld verdient wird, aber noch ist da viel zu tun.

Mit sehr gemischten Gefühlen sind wir nach Polen gefahren, die Bypass - Operation von Gisela ist erst ein halbes Jahr her, sie wollte aber unbedingt dabei sein. Viele Tipps habe ich bekommen, wie, am Abend gestohlen - morgens schon in Polen. Alle Quatsch, unser Motorrad stand fast den ganzen Tag in Neisse geparkt, voll aufgesattelt mit Radio und Navi. Einige neugierige haben sich das Gefährt angesehen, hauptsächlich aber waren es Kinder.

Erwähnen möchte ich noch, dass ich meine Entscheidung mit dem eigenen Fahrzeug nach Polen zu fahren, an keinem Tag bereut habe. Wir sind gesund und munter wieder zu Hause gelandet und konnten uns frei bewegen.

Eines weiß ich genau, wenn Gott es will, fahren wir wieder mal hin.

Danke an die treuen Leser dieser Berichte.
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3 Kommentare zum Beitrag
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Hans-Werner Blume aus Garbsen am 15.11.2008 um 12:56 Uhr  
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carsten koehler aus Lehrte am 15.11.2008 um 17:13 Uhr  
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Monika Orth aus Garbsen am 10.04.2009 um 07:14 Uhr  
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