Zweite Evakuierung innerhalb weniger Tage - Johanniter aus Wunstorf unterstützen bei Bombenräumung in Hannover

Die Johanniter aus Wunstorf, Langenhagen und Ronnenberg haben gestern gemeinsam mit den Johannitern aus Hannover und anderen Hilfsorganisationen die Evakuierung von 10 000 Menschen aus den Stadteilen Hannover-List und Vahrenwald unterstützt. Bei Bauarbeiten war am Morgen eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe entdeckt worden. In einem Radius von einem Kilometer um den Fundort mussten die Einwohner ihre Wohnungen verlassen. Im Auftrag der Berufsfeuerwehr Hannover richteten die Johanniter in der Leibnizschule eine Betreuungsstelle ein, kümmerten sich um die Verpflegung von Bürgern und Einsatzkräften und koordinierten darüber hinaus den Transport. Dafür hatten die Johanniter Rettungswagen, Krankentransportwagen sowie Kleinbusse, auch mit der Möglichkeit des Rollstuhltransports, mit Besatzung zur Verfügung gestellt. Für die Johanniter aus dem Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer war es bereits der zweite Evakuierungseinsatz innerhalb weniger Tage. Erst am Montag vergangener Woche waren sie nach Seelze alarmiert worden, als dort eine knapp zwei Tonnen schwere Bombe die Evakuierung von 14 000 Menschen nötig machte.

„Zwei solche Einsätze in so kurzer Zeit zu meistern – das ist eine besondere Leistung“, sagt Timo Brüning, Leiter der Schnell-Einsatz-Gruppe der Johanniter in Wunstorf. „Es zeigt aber auch, wie hoch die Motivation der Ehrenamtlichen ist, zu helfen.“ Denn schon kurz nach Bekanntwerden des nötigen Einsatzes hatten sich mehr als 30 Helferinnen und Helfer aus Wunstorf und Ronnenberg bei Timo Brüning gemeldet, um sich bei der Evakuierung zu engagieren. Eingesetzt wurden sie unter anderem in der Betreuungsstelle, wo sich das Team mit Verstärkung aus Langenhagen um die Verpflegung kümmerte. Serviert wurde heiße Tomatensuppe. Dazu gab es Kaffee, Tee und Kaltgetränke. „Viele sind direkt von der Arbeit in die Sammelstelle gekommen, dann ist es wichtig, dass wir für ein Abendessen sorgen“, sagt Timo Brüning. „Übrigens gilt das auch für viele Helfer, die gleich nach Feierabend ehrenamtlich in den Dienst gegangen sind.“

Nach Entschärfung der Bombe gegen 23:35 Uhr sorgten die Johanniter dafür, dass die Menschen von der Sammelstelle zurück in ihre Wohnungen gebracht wurden. „Und natürlich haben wir aufgeräumt“, ergänzt der für diesen Einsatz zuständige Einsatzleiter der Wunstorfer Christopher Jonck. So endete der Einsatz für die Johanniter erst gegen drei Uhr in der Früh. Dafür sprach auch Johanniter-Regionalvorstand Hermann Fraatz den Helfern seinen Dank aus. Er hatte sich von dem Einsatz der Helferinnen und Helfer persönlich überzeugt.
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