Russische Katastrophenschützer informieren sich über die Arbeit von Feuerwehr und THW

Ende Mai kam es zu einem interessanten Informationsaustausch zwischen russischen Katastrophenschützern und verschiedensten Einheiten aus dem Bereich der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsfunktion (BOS). Die Verantwortlichen aus der 2,5 Millionen Einwohnerstadt Perm im Uralvorland, die im Zuge eines regelmäßigen Austausches mit der niedersächsischen Landeshauptstadt auf Einladung des Innenministeriums nach Hannover kamen, wollten sich in diesem Jahr speziell über die Freiwilligkeit im deutschen Rettungssystem, sowie die Berufs- und mehrere Werkfeuerwehren informieren. Auch das Technische Hilfswerk stellte sich als Katastrophenschutzeinheit des Bundes vor.

Nachdem der stellvertretene Katastrophenschutzminister der Region Perm, Jurij Michailow, gemeinsam mit seinen Begleitern Dimitri Babuschkin und Sergej Uschegow, die Berufsfeuerwehr Hannover und die Werkfeuerwehren von VW Nutzfahrzeuge in Hannover und Honeywell in Seelze besucht hatten, stand noch ein ausführlicher Besuch bei der Schwerpunktfeuerwehr Seelze an. Dort präsentierte der Ortsbrandmeister Alfred Blume die Aufgaben der freiwilligen Feuerwehr und auch die Tätigkeit und die Vielzahl der beteiligten Behörden und Organisationen in der Technischen Einsatzleitung (TEL) der Region Hannover. Besonders begeistert war die russische Delegation vom hohen Grad der ehrenamtlichen Arbeit im gesamten Bereich des Katastrophenschutzes und der Rettung in Deutschland. Ein vergleichbares System ist weltweit nicht vorhanden und wäre, laut der Delegation, auch in Russland schon wegen der Größe des Landes nicht umsetzbar. In einer Übung zeigte die Ortsfeuerwehr Seelze dann noch ihre Einsatzkompetenz im Bereich eines schweren Verkehrsunfalles auf.

Auf Einladung der Feuerwehr, waren auch Katastrophenschützer des THW aus Wunstorf gekommen und präsentierten den russischen Besuchern verschiedene Großgeräte aus dem Bereich Stromerzeugung, Pumpen und Beleuchtung, sowie Bergung. Auch hier waren sie von der Komplexität der Einsatzaufgaben und der freiwilligen Arbeit der THW-Helfer überrascht.

Der Besuch hat gezeigt wie ausgereift das deutsche Rettungs- und Katastrophenschutzsystem ist und wie es noch immer für viele Nationen Ideengeber und manchmal auch Vorbild sein kann.
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