Johanniter unterstützen Evakuierung in Langenhagen - 150 Ehrenamtliche kümmern sich um Beförderung, Verpflegung und Betreuung

Einladen der Bewohner im strömenden Regen. (Foto: Antje Heilmann /Die Johanniter)
Die Johanniter aus dem Regionalverband Niedersachsen Mitte haben am Sonntag die Evakuierung in Langenhagen unterstützt. Rund 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus dem Nordhannoverschen Ortsverband und den Ortsverbänden Wunstorf-Steinhuder Meer, Hannover-Wasserturm, Landesbergen und Aller-Leine waren mit rund 60 Fahrzeugen im Dienst. Sie kümmerten sich um die Beförderung von Menschen in die Sammelstelle im Schulzentrum Langenhagen, Verpflegung von Einsatzkräften und Bevölkerung und betreuten die Langenhagener, die bis in den Abend in der Sammelstelle bleiben mussten. Erst um 19:18 Uhr waren zwei Bomben entschärft und sichergestellt, dass es sich bei einem weiteren Verdachtspunkt nur um eine Rammkernsonde für Bodenuntersuchungen handelte. Rund 16.200 Menschen hatten deshalb von 9 Uhr an ihre Wohnungen verlassen müssen.

"Die Einsatzbereitschaft der Helfer war hervorragend", sagt Hermann Fraatz, Mitglied im Vorstand der Johanniter im Regionalverband Niedersachsen Mitte. Er lobte die Umsicht, mit der die ehrenamtlichen Helfer sich um die Menschen auf dem Weg in die und in der Sammelstelle kümmerten. Insgesamt leisteten die Johanniter 400 Beförderungsfahrten. Erstmals hatten die Johanniter in der Unterkunft auch für ein kleines Kinderprogramm gesorgt und eine Hüpfburg aufgebaut und für Kinder Spiele sowie Bastel- und Malbögen vorbereitet. Bereits am Sonnabend hatten die Johanniter, unterstützt durch das Technische Hilfswerk (THW), in der Turnhalle der Schule Feldbetten aufgestellt. Sie wurde vorwiegend von den 160 Bewohnern aus zwei Senioren-/Altenwohnanlagen genutzt.
Schon in den Morgenstunden des Sonntags begann der Dienst für die Küchencrew der Johanniter, die vom THW unterstützt wurde. Beide Organisationen bereiteten für Frühstück, Mittagessen und Abendbrot insgesamt knapp 2.000 Portionen zu.

Insgesamt waren mehr als 770 Einsatz- und Hilfskräfte der Johanniter, Polizei, THW und Feuerwehr im Einsatz, damit die geplante Evakuierung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) ermöglicht werden konnte. Die Stadt Langenhagen hatte sie bereits vor vier Wochen bekannt gegeben, um an dem Tag drei Verdachtspunkte zu untersuchen und so die Belastung der Bevölkerung durch mehrere Evakuierungstage hintereinander, eine zeitliche Bindung von Einsatz- und Hilfskräfte sowie entstehenden Kosten zu minimieren.
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Heike L. aus Springe | 22.07.2015 | 15:28  
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