Johanniter im Dauereinsatz für Flüchtlinge - Helferinnen und Helfer an diversen Orten aktiv

Warten auf die Flüchtlinge
 
Ein Teil der Wunstorfer Kräfte vor dem Einsatz.
Ein einsatzreiches Wochenende liegt hinter den Johanniter-Helferinnen und Helfern der Schnell-Einsatz-Gruppe(SEG) Wunstorf des Ortsverbandes Wunstorf-Steinhuder Meer.

Das Wochenende startete mit Unterstützung in der Logistik in Hannover. Die Wunstorfer halfen bei der Bereitstellung und dem Transport von Material (Betten, Kopfkissen, Decken Hygienesets und weiteren Artikeln) für etwa 1200 Personen. Die Lieferungen wurden danach mit Lastwagen aus drei verschiedenen Ortsverbänden (Hannover-Wasserturm, Northeim und Wunstorf-Steinhuder Meer) an die jeweiligen Bestimmungsorte transportiert.

Mit weiteren Helfern aus Wunstorf und weiteren Verbänden lief parallel die Kommissionierung der Hilfsgüter. Aus den diversen Lieferungen wurden Pakete mit einem definierten Inhalt für jeweils eine Person erstellt und für den Transport vorbereitet.

In der Nacht auf Samstag lieferten die ehrenamtlichen Wunstorfer dann auch Material mit einem LKW in eine Flüchtlingsunterkunft nach Roßdorf.

Samstagnachmittag startete dann der größte Einsatz des Wochenendes. Gemeinsam mit der Regionalbereitschaft machten sich Kräfte aus Wunstorf auf den Weg nach Lüchow. Insgesamt waren an dem Einsatz 22 Helferinnen und Helfer aus Wunstorf beteiligt. In einer kurzfristigen Aktion von Polizei und Johannitern sowie weiteren Partner wie THW und Feuerwehr wurde die Aufnahme vorbereitet und durchgeführt.
Die Notaufnahme von fünfhundert Flüchtlingen erfolgte vor dem Hintergrund, dass das niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport entschieden hatte, kurzfristig 700 von insgesamt mehr als 7.000 Flüchtlingen, die aus Ungarn nach Bayern geflüchtet waren, aufzunehmen. Die Aufgabe der Wunstorfer als Teil der Regionalbereitschaft bestand im Aufbau einer Infrastruktur zur medizinischen Aufnahme der Flüchtlinge. Auch für den Betrieb der medizinischen Aufnahme waren die ehrenamtlichen Retter der Auestadt verantwortlich. In der Nacht auf Sonntag wurden Räume eingerichtet und Zettel für die Sichtung erstellt. Die Wunstorfer Ärztin Imke Loose unterstützte dabei und übernahm auch die ärztliche Leitung der medizinischen Aufnahme. Am späten Sonntagabend waren dann auch die letzten Kräfte nach einem langen und von wenig Schlaf begleiteten Wochenende wieder eingerückt. „Unsere Helferinnen und Helfer haben alles gegeben und in einem enormen Kraftakt die Aufgabe, die uns gestellt wurde, gemeinsam gestemmt. Ich spreche allen Beteiligten meinen Dank und größten Respekt aus, ein solcher Einsatz der bis an die Grenzen der Belastung geht, ist nicht selbstverständlich“, sagte Timo Brüning, der den Einsatz der Wunstorfer leitete. „Die leuchtenden Augen der Kinder bei der Übergabe einer wärmenden Decke oder die fast grenzenlose Freude über einen frischen Apfel haben uns persönlich beeindruckt und auch bei uns Spuren hinterlassen. Wir sind froh, das wir einen Teil dazu beitragen konnten, den Flüchtlingen nach der Flucht einen Ort der Ruhe und des Ankommens zu schaffen, und somit den Punkt zur Planung ihres weiteren Lebensweges.“

Insgesamt 22 Helferinnen und Helfer mit acht Fahrzeugen waren an dem Einsatz aus Wunstorf beteiligt. Eine Feldküche incl. Zelt ließen die Katastrophenschützer, ebenso wie diverses medizinisches Material und Ausstattung für den Betrieb vor Ort. Kräfte des DRK Uelzen und Johanniter aus Lübeck übernahmen den Teilbetrieb der Einrichtung von den Wunstorfer und werden ihn dann in den Regelbetrieb der Johanniter aus dem Regionalverband Harz-Heide übergeben, die auch schon in der Aufbauphase die Gesamteinsatzleitung inne hatten.

Weitere Einsätze führten die Helfer am Wochenende zum Holifest am Waserturm in Hannover, zum Feuerwerk nach Herrenhausen und zu Antenne Stars for free auf der Expo Plaza. Bei diesen Diensten waren insgesamt 16 weitere Helferinnen und Helfer eingesetzt.
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