DLRG Ortsgruppe Wunstorf hat 10 neue Sanitäter

Zwei Helferinnen beim absolvieren eines Fallballspiels
Wunstorf: Freibad Wunstorf | Die DLRG Ortsgruppe Wunstorf kann seit dem vergangenen Samstag bei ihren Sanitätsdiensten auf 10 neue Sanitäter zurückgreifen. In einem 24-stündigen Vorbereitungsseminar vermittelten die beiden Ausbilder der Ortsgruppe ihren Kameraden an drei Tagen alles, was ein Sanitäter bei einem Einsatz wissen muss.
Dabei übten die Teilnehmer z.B., wie man einen Patienten mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung fachgerecht mit einer Schaufeltrage auf eine wirbelsäulenstabilisierende Vakuum Matratze umlagert. Alternativ kann eine Rettung auch mit einem Spineboard durchführt werden. Auch hier trainierten die Wunstorfer Rettungsschwimmer den praktischen Umgang mit diesem Gerät.

»Die Teilnahme am Sanitätskurs B setzt voraus, dass die Teilnehmer schon einen Sanitätskurs A absolviert haben, also schon Sanitätshelfer sind«, beschreibt Kursleiter Heiko Reckert die Eingangsvoraussetzungen. »Auf diesem vorhandenen Wissen baut der San B Kurs auf.«
Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Qualifikationen bestehen vor allem in den unterschiedlichen Rettungsgeräten, die abhängig von der Ausbildung eingesetzt werden dürfen. Beatmet der Teilnehmer eines Erste Hilfe-Kurses noch mit Mund-zu-Mund-Beatmung, nutzt der Sanitätshelfer dazu einem Beatmungsbeutel mit angeschlossenem Sauerstoff. Der Sanitäter führt ergänzend bei Bedarf einen so genannten Larynx-Tubus in die Atemwege ein, der sicherstellt, dass diese dauerhaft frei bleiben. Am Ende der Ausbildung stand dann auch eine anspruchsvolle Prüfung, bei der die Teilnehmer in Theorie und Praxis beweisen mussten, dass sie künftig zu Recht das Rückenschild mit der Aufschrift »Sanitäter« tragen dürfen.
Für die DLRG Wunstorf, war es der erste selbst organisierte San B Kurs. Da neben den Wunstorfern auch 7 Teilnehmer aus anderen DLRG-Ortsgruppen ins DLRG-Heim nach gekommen waren, bedeutete der Kurs für die technische Leitung der Ortsgrupppe einen nicht unerheblichen Aufwand. Immerhin sollte jeder die Gelegenheit haben, die Inhalte praktisch zu üben. An allen drei Tagen war darum das Vereinsheim am Freibad vollgestopft mit Tragen, Übungsphantomen, Infusionsmaterialien und Notfallrucksäcken.
Ein Aufwand, der sich nach Ansicht Florian Selzer, des technischen Leiters Einsatz der Ortsgruppe, dennoch gelohnt hat, denn die Qualifikation erweitert die Möglichkeiten der DLRG-Wachgänger seiner Meinung nach erheblich.
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