Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Kulturmanagement"?

Der Ausdruck "Management" ist immer mit, meist mehreren, Aktivitäten gekoppelt. "Kulturmanagement" umfasst alle Unternehmungen auf kulturellem Sektor. Es betrifft ebenso die Pflege, wie die Förderung und Verbreitung, aber auch die Verwaltung und Vermittlung von Kultur im weitesten Sinne und umfasst sowohl den privaten als auch den öffentlichen Bereich. Das Management erstreckt sich sowohl auf Museen und Theaterbetriebe, aber auch auf Gedenkstätten, Kulturzentren. Auch die Forschung auf kulturellen Gebieten gehört dazu. Im privatwirtschaftlichen Segment umfasst Kulturmanagement die Filmproduktion, die gesamte Musikindustrie und die Verlage. Ebenso gehören Theater und Museen in privater Hand zu diesem Sektor.

Ziele des Kulturmanagements


Die Zielsetzungen sowohl für öffentliche Einrichtungen als auch für kleinere, häufig private, Betriebe, weichen von rein wirtschaftlich geführten Firmen alleine schon deshalb ab, weil sich Kultur schwerlich nach einem bestimmten, ökonomischen Gewinn bemessen lässt. Diese Tatsache kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich sogar die Vermittlung von Kultur rechnen muss. Auch auf diesem Sektor ist effizientes Controlling also ein "Muss", damit Wirtschaftlichkeit im Kulturmanagement gelingen kann.

Welche Aspekte sollten kleine Kulturbetriebe auf dem Gebiet "Controlling" besonders beachten?


Damit kleinere Kulturbetriebe mit den laufenden Veränderungsprozessen Schritt halten können, müssen die Informationssysteme auf den jeweiligen Betrieb angepasst werden. So hat "Controlling", wie mancher vermuten könnte, nicht so sehr etwas mit "Kontrolle" zu tun, sondern ist ein Hilfsinstrument, das als Unterstützung dient, ein definiertes Ziel zu erreichen. Controlling hat sozusagen eine Art "Begleitfunktion" auf diesem Weg und ist ebenso ein Regulativ, das daran mitwirkt, die eingeschlagene Bahn auf ihre Richtigkeit zu überprüfen, und, wenn nötig, Anpassungen vorzunehmen. Dabei kommt der Zielvorgabe ein besonderer Stellenwert zu. Denn nur dann, wenn diese eindeutig definiert wurde, können Schritte zur Erreichung eingeleitet werden. Gerade im Kulturbetrieb, ob privat oder öffentlich geleitet, ist mangelnde Liquidität meist ein besonderes Sorgenkind. Dabei ist das Behalten des Überblicks einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren, denn sowohl rückblickende als auch vorausschauende Disposition ist das Geheimnis gut funktionierenden Controlling.

Die Basis ist die professionelle Buchführung als betriebswirtschaftlich besonders relevantem Steuerungselement. Denn je schneller unternehmenswichtige Vorgänge erfasst werden, desto signifikanter ihr Wert, vor allem, wenn es sich um kleine Unternehmen handelt. Auch müssen diese, gerade weil sie in einem so sensiblen Bereich wie dem Kulturbetrieb tätig sind, ihr Augenmerk besonders auf das Leistungscontrolling, die Besucher, respektive Kunden- und Wettbewerbs Analyse, (zum Beispiel von anderen, privaten Theatern), sowie die detaillierte Finanz- und Zukunftsanalyse richten. Erfolgreiches Controlling bemisst sich vor allem daran, ob bei Missständen sofort gegen gesteuert werden kann (zum Beispiel bei sinkender Besucherzahl) und ob der permanente Soll-Ist Vergleich regelmäßig stattfindet.

Fazit:


Gerade für kleine Betriebe ist das Controlling im Kulturmanagement besonders wichtig, denn sie sind durch Veränderungen des Marktes schnell und hart betroffen. Da das Thema "Liquidität" bei diesen Unternehmen oft der Dreh- und Angelpunkt ist, und nicht selten die Existenz auf dem Spiel steht, ist es ausnehmend bedeutsam, dass gutes Controlling stattfindet, damit Kultur auch weiterhin in seinen vielfältigen Ausprägungen vermittelt werden kann.

Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
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